© Hessisches Staatsarchiv AA J 2/A Mo R<4^rrS, ijfr- ^ TW. Sff, J2, . £z^,l {*Aft(.$ilA),4rlZ1 • » Xd.AAq U A C III. comparalion. adjectivijchc. 575 (choener (pulcrior) Iw. 316. 5613* 6516. fchcenft (pul- cerrimus) Iw. 6852t fenfter (initior) Iw. 2008; fue^er (dulcior); Jirenger (autterior); Jwerzer (nigrior) Parct 23270; veßer (firinior) und gewis noch in manchen andern, z. b. fmal (exilis), frnelre. Bei allen, die der zweiten decl. folgen, hat freilich fchon der pof. den umlaut: herte, nütze, ree^e, fchoene, lüege, fenfte, vefte und man darf -vielleicht die im ahd. unzulaßige regel aufftellen, daß alle im j3of. umlautenden adj. jetzt nach der.iform gefteigert werden, d. h. ebenfalls um ­ lautend. Ausnahmsweife lauten auch einzelne compara- tive und fuperl. um, die fonft der öform zu folgen pfle ­ gen, z. b. eldeft Parc. 20079; hcehfi klage 166. 500; lenger (longior) Waith. 114, 28; diefer fchwankende gebrauch mag oft den abfchreibern zur Inft fallen, immer aber eine beliebende, -auch fchon ahd. durchblickende, mundartifche verfchiedenheit zu erkennen geben. Unter den umlautbaren mhd. adj. finde ich folgende bei der fteigerung nicht umlautend, alfo ein ahd. o an ­ zeigend: alter (fenior) Iw. 5737. 6025* 6919. 7285. 7337« aldeß Parc. 124; armer (pauperior) Iw. 4027; dieneß^ hafter (obfervantior) Iw. 7612 und ohne zweifei alle mit -haft componierten • hoher (auguftior) Iw. 4206; lurzer (brevior) Waith. 51,35; langer (longior) Waith. 51,35. Parc. 16873. Iw. 322. 4193- 7416. langefi Mar. 139. a. Tit. 43; truter (dilectior) MS. 1,134*; zarter (carior) ebend. Einige andere laßen hell ver- muthen, z. b. arc, arger; hol, holre; karc, karger; Jam, lamre; la^, lavier u. f. w. Die vorhin f. 571. unter a genannten localadjectiva können auch noch mhd. das 6 der fuperl. (nicht mehr der comp.) bewahren; ein archaeifmus, völlig analog dem in der mhd. zweiten fchwachen conj. beibehaltnen U des part. praet. (1, 957). Außer der helle Nib. 1466, 1. vorder 6 (i: tröft gibt es wohl noch andere, worin oberdfi, nideroß, unteroß gebraucht werden, in den gedichten hat fall alle der reim herbeigeführt. Die dichter fühlten aber mehr die betonung der lilbe, als den grund des vocals nach ; üe vertaufchlen daher auch das -6ß mit -iß, wenn ihnen diefes gelegner war, z. b. oberiß: ill Mar. 8; oberifle: lihe Mar. 4* Außer dem reim findet lieh oberiß Mar. HO. 169« nidei'iß kl. 500. verriß Mar. 79» Trift. 13941- Müll. Ein analoges ebeniß Tritt. 8240. 10748 würde auch ebenoß (nach f. 572 ß) lauten dürfen; Trift. 14022 flehet ebeneß. i