III. comparation 564 SIEBENTES CAP1TEL. COMPARATION. Die fieigerung bildet gewiß'ermaßen einen gegenfatz zu der im folgenden capitel abgehandelten Verkleinerung. Der begrif verkleinerter Wörter wird herabgefiimmt und gemindert; der begrif geiteigerler gleiclilam hinaufge- fchroben und erhöht. Auch darin erzeigt heb. eine ver- fchiedenheit, daß die diminution es eigentlich nur mit fubßaniiven, die comparation eigentlich nur mit adjecti- ven zu thun hat *). Adjectiva befiimmen die befchaffenheit der fubftan- tiva; diefe befchalFenheit kann nach Hufen ein freien. Der natürliche begrif des adj. ruht in feinem poßtu von da wird aufgeßiegen bis zu dem höchften grad, dem fuperlativ. Jener drückt den erlten, diefer den letzten punct der linie aus, unter den poiiliv und über den fuperlativ kann nichts gefetzt werden, denn fonlt horte der begrif auf derfelbe zu fein. Es iß alfo weder eine ininderung des poütivs denkbar noch eine ßeigerung des fuperlativs, z. b. was fchön oder grün heißt, wäre gar nicht fo zu nennen, wenn ihm etwas an der eigen- fchaft mangelt, wovon die poütion des fchönen und grünen abhangt; es kann in diefem fall höchfiens hübfcli oder grünlich fein. Wiederum aber vermag es nichts zu geben, was über den gipfel der fuperlation hinaus ­ reichte, weil ein über feine höchße ßufe getriebner begrif nothwendig ßnken oder in einen fremden gera- then würde. Zwar wird die fyntax ausführen, daß unfere fprache den fuperlativ noch durch den vorge ­ fetzten gen. pl. aller (ahd. allerd, omniuin) verßäilt und Yon dem, gleichfain unter wenigen ermittelten etwas anders ifr, daß wir einige comparative und fuper- lative fubfiantivifch gebrauchen» z. b. die eitern (parentes), di« vordem (majores), der herr (h4riro)> der für ft (furifio), der jun ­ ger (jungiro), der nächftte (proxiraus).