540 ///. genus. grammatijches. fchlußbemcri menfch liehen phantafie, für das abftracter fubftantiva in ihrer bildungs und ableitungsform aufgefuclit haben;' bleibt es übrig nunmehr auch noch die angernerktenI ausnahmen, d. li. die Übergänge und fchwankungen des genus zufammenzufaßen. Ich habe einige allgemeine he Pachtungen vorauszufchicken. f. Yon dem Zusammenhang des genus mit der flexion, den befonders die adjeclivdeclinalion unwider- l'prechlich zeigt, wurde bereits f. 345» 346 ausgegangen, beide bedingen und durchdringen einander, beide haben lieh klar entfaltet, wo lie vollftändig zufainmen wirken, gerailien aber in Verwirrung und auhbfung, fobald diefes gegenleitige Verhältnis gefchwächt und gehemmt wird, Man kann weder lagen, daß die flexion aus dem genus enlfpringe, noch das genus aus der Ilexion, beiden lieht derlelbe grund zu. Genus und flexion haben in der alten iinnlicheil fprache unleugbar naturnothwendigkeit; I die fpätere fprachbildung arbeitet beide aufzuheben und bedarf ihrer auch immer weniger. Die anordnung der declinationen beftimmt flcli des ­ wegen einfach und unvermeidlich nach dem genus der Wörter; in der deutfehen grammalik habe ich ganz nach diel’em grundfatz verfahren. Sobald man die vollfländige flexion eines noinens weiß, kann auch über fein genus kein zweifei obwalten; dies leidet in der ahd. und altn. 1 mundart noch gar keine, in der goth. eine einzige aus- iiahme *). Im mhd. und mnl. ifl aber die flexion des } fchwachen mafc. und fern, ganz einförmig und dadurch , die im nnl. völlig, im nhd. beinahe**) zu Hand gebrachte Vermengung Harker und fcliwacher decl. des mafc. und * fein, vorbereitet worden. Auch im neunord, hat die regel aufgehört, indem fleh männliche und weibl. flexio- nen faß: überall gleich flncl. Das angenommne fyltem deutfeher declinationen ließe ( fleh freilich in mancher hinficht vereinfachen. Die zweiten, Harken fowohl als fchwachen, declinationen fällen Achtbar zu den erflen (f. 498 anm.), nur daß im * goth. noin. ig. Harker form zuweilen das -a wegfällt, Hierdurch wird für das genus nichts verändert; andere *0 der dritten Harken deelination, wo die floxionen des mafc. und fein, gänzlich zufammenftimnien, vgl. oben f. 312. nämlich das inhd. fcliw. mafc. hat zuin theil feine flexion behauptet; die des fcliw. fern, ift aufgegebeu.