III. genus. natürliches, verfch. wurzeln. 321 © Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 auf das Verhältnis der dienflbarkeit und hörigkeit be ­ zogen worden find, in der zulänimenfelzung der ei- gennaiuen häufig von freien und edJen geilen, J>reell glaube ich im ahd. dregil, drigil zu erkennen, das in dem nom. pr. wolfdrigil oft erfcheinl. Mit dem ablaut der wurzel jenes mägus ift das goth. megs gebildet, welches Neh, 6, 18 yctjußQog verdeulicht, im ahd. tndc, altn. mcigr aber jeden affinis bedeutet. Das goth. nipjis ift GvyyevfjSi das ailn. ni%r zuweilen fdius, öfter propinquus; auch ionr altn. propinquus. Das ahd. wird, altn. vinr ainicus, das agf. vifle amicus, oft auch bloß vir, vinema^g und inaegvine cognatus. Beltiimnte verwand tfchafts verhältniffe haben eigenthüm- licbe benennungen , z. b. goth. bropccr (fraler) ahd. pruodar’, agf. broter (womit das lat. fr dt er 9 i'lav. brat zuläinmentrefFen); ahd. eidum (gener), zeihhur % agf. tcicor (levir), agf. edim (avuncuJus) oheim$ agf. nefa, ahd. nevo (nepos), die hier nicht alle aufgezählt werden können. Eine andere reihe von Wörtern bezeichnet den mann nach Verrichtungen, die ihm zu haus, im feld, im krieg und fonit obliegen, z. b. das allf. fegg, erl, agf. fecg, eovL Eine unerfchöpfiiche fülle einfacher und zufammen- gefetzter eigennamen, z. b. die ahd. compoliia mit -tac, -hady -hart, -heim, -ger, gehört in unterer allen fprache dem männlichen gefchlecht ausfchließeiid und es fcheint rege!, daß lie nicht inoviert werden können; von den ausnahmen im verfolg. Auch die namen der götter find individuell und von denen der gottinnen verfchieden. Die Überlegenheit des natürlichen gefchlechts ift in manchen fällen fo groß, daß grammatifch weibliche Wörter, wenn lie ein männliches amt oder gefchäft ausdrücken, wie mcifculina conjiruiert werden. So bedeutet das altn. teigja eine axt, tretelgjci eine bäum- axt, und bekommt wie andere feminina im gen. ielgju, allein es bezeichnet einen faber lignarius und war bei- naine eines königs Olafr; vgl. erjexe, rechtsalt. f. 504* Das lat. feni. poteftas war fchon frühe im mitfelaller die benennung eines langobard. beamten, deshalb liebt in einer urk. von 1033 nullus polelias (Leo Italien 9, 105) und wir lägen noch jetzt der podefta, wie es X