© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 88 ///. adverbia. adjectivifche. genitivifche. FÜNFTES CAPITEL. ADVERBIA, Die meiften adverbia flammen aus adjectiven und fubflantiven ab , theils indem oblique cafus, für fleh oder mit Zuziehung von praepofltionen, adverbial gebraucht werden, theils durch ableitung und zufainmenfetzung. einige find pronominalen urfprungs, lehr wenige aus verbis gebildet, außerdem kommen noch befondere de- rivationen in erwagung. A. Adjectivifche adverbia. Gewöhnlich zeigen fie das wie, das wiebefchaffen an (adv. modi, qualitatis), zuweilen ort und -se/’^verhält- nilTe. Was ein ihnen entfprechendes adjectiv neben dem fuhftantiv praediciert, lagen fie neben dem verbum, par- ticip oder adjectiv aus. In der regel können fie gleich den adjectiven felbft gefleigert werden. Ich unterfuche zuerft die mit einem cafus, dann die mit praepofltionen gebildeten und endlich die abgeleiteten. I. Geriitivifche adverbia. 1. genitive Jg. maje. oder neutr. ßarlcer form ad ­ verbial gefetzt. Goth. diris {na/,tu, duduin) Luc. 10,13; allis (omnino, o/.cog') Matth. 5,34. häufiger fleht es aber abltract für das gr. yctQ Marc. 3,35. 4,22. Luc. 1,44. 48. 9, 24. 26. 19, 26. 20, 36. Joli. 5, 46. gleichbedeutig mit der parfikel auk und der folgenden, ni allis unmittelbar nebeneinander findet lieh bei Ulf. nicht, wäre aber mög ­ lich, Matth. 5, 34 ni fvaran allis und Luc. 20,36 nih allis (nec eriiin); raihtis hat ftets abftracten linn und, wie es fcheint, noch fchwächern als allis, bald überfetzt es yuQ Matth. 9, 5. 11,18. Luc. 1.18. 18, 14* Roin. 12,4. bald fjtiv Marc. 4,4. Joh. 16,9. II. Cor. 8,17 und ntQ Luc. 1,1. II. Cor. 8,7; hduhis {avwTSQOv) Luc. 44, 10. Auch halis glaube ich für den gen. eines nicht vorkom ­ menden adj. hals (aeger, moleflus) anfehen zu müßen, es findet lieh nur in der Verbindung halisdiv (jnoytg) Luc. 9,39, die wie funsäiv zu beurtheilen fein wird.