82 III. pronominalbild. umfchreibung. einander. essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 Die Schweden verwenden in dielen fällen das decli- nierende fu btt. like mit dem vorausgehenden gen. pro- iiom. oder dem gleichfalls flectierten potfefliv : clefs like (ejusmodi) hvilkes like (cujusmodi) din like (deinesglei ­ chen) ha ns like (feinesgleichen) mina likar (meinesgl. leute) Gal. 1, 14« Nicht anders dän. des lige, min lige, din lige, Jin lige$ pl. mirie lige, dine lige. Unladel- hafte fügungen, welche die ertte erklärung des nhd* desgleichen, meinesgleichen fehr bettärken, und wahr- fcheinlich machen, daß es ans einem mhd. des geliche, acc. des geliehen; min geliche, acc. minen geliehen, pl. mine geliehen verderbt worden iit. meines fcheint ein falfcher genitiv ßatt mein (mei). 11. Zuletzt fei hier das compolitum einander er ­ wähnt, obgleich es keine umfchreibung enthält; es konnle eben fo wenig den fuffixen und praefixen bei ­ gezählt werden, und iß eine völlig anomale zufammen- fetzung. Jedwede andere compolilion verfchmelzt fonii zwei oder mehr begrilfe gleichfain in einen und das verbundne ganze, wenn es ein noxnen ilt, kann nur ei ­ nen cafus ausdrücken. Hier aber berühren lieh zwei cafus, der nom. und ein obliquer, und werden com- poniert, ohne daß ihre dem linn unentbehrliche indi ­ viduelle bedeutung unlergelit. Unter einander iß näm ­ lich aufzulofen in: einer den andern, einer dem andern; eine die andere u. f. w.; eins das andere u. f. w.; einer die andere u. f. w.; einer das andere u. f. w.; eine den andern u. f. w. das verbum wird in den plural gefetzt, z. b. lie lieben einander, lie gehorchen einander f. einer liebt den andern, gehorcht dem andern, und, was das fonderbarfte ilt, die andern oder anderm regierende praepolition kommt vor ein zu flehen, z. b. lie lloßen an einander, reden mit einander f. einer itößt an den andern, redet mit dem andern, kurz, einander hat ganz den begrilf des griech. cIXXiXoig-, ciX)djXovsden der Gothe durch das fuffix miJ]o ausdrückt (oben f. 13). Nur der gen. anders, des andern componiert lieh nicht auf folche weife, d. h. einander bedeutet niemals aXXrjXwv* Schon im mild, begegnet das unveränderte einander (aXX'ijXois) Parc. 7879* 9664. einander (uXXyXovs) Nib. 292-, 3. gen einander Nib. 292> 2* wider einander Alex. 4315. under einander Alex. 4495 *)• Zuweilen aber *) Lamprecht braucht auch einander für uuus alterque. Alex. 510» 6294 vgl. 945. der eiue joh der ander.