© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 III. pronominalb. zufammenfclz. praefixe. din. 37 irgeriy iergen, mhd. irgend aufbewahrt, welches huer- gin augenicheinlich das alln. hvergi ilt, aber usquam und nicht nusquam ausdrückf. letzteres kann erlt durch die hinzutretende negati vparlikel lii huergin, neirgen, nirgend bezeichnet werden. Die apocope des N wird hiernach nicht mehr zweifelhaft fein *), wiederum aber darf man für das alid. huergin ein früheres huargun y huarhun und ein golh. hvarhun (uspiam) ni hvarhun (nuspiam) vennuthen; es iit nicht unwahrfcheinlich, daß yor der zeit unferer denkmaler auch ein ahd. eingin, mcingiri (eingun, inangun) behänden hat. Aus dem aftn. Yöettki folgt ein goth. ni vaihthun (nihil, nequidquam). Bedeutete demnach eingi urfpriinglich quisquara, fo kann auch die partikel ecki nur erlt in is brauch lieh ne ­ gativen finn erlangt und organifcherweife muß lie quidquain, fo wie vselr aliquid und das franz. rien den lat. acc. rem, ausgefagt haben. II. Praefixe. So wie die fuffixe dem declinierbaren pronomen hin ­ ten angefügt wurden, dergeitalt, daß feine flexion in die mitte trat, hangen lieh ihm die praefixe yornen an, ohne alfo feine flexion 2u beeinträchtigen. Entweder find es wiederum pronomina oder partikeln und auch diefe ineifl pronominalen urfprungs. Im eriten fall ift das Yoranltehende pronomen entweder felbft noch flexi ­ bel, oder ein fixierter cafus oder ganz inflexibel gewor ­ den. Man kann wohl annehmen, daß in der pronomi- nalbildung die fufixe älter, die praefixe jünger find, wenigftens zeigt die an lüffixen reichere gothifche rnund- art die ineilten praefixe der übrigen gar nicht, während diefe die erlofchenen goth. fuffixe durch praefixe zu eilelzeii ftreben. Gerade fo zeigte ja die Wortbildung überhaupt früher mehr neigung zu hinten anwachfenden ableitungen, fpä'ter mehr zur compofition mit yornen angehängten Wörtern. 1. din. Das goth. praefix weift fich ganz unbiegfam vor hvarjizuli, iö weit die belege reichen; es hat daher wirkliche zufammenfetzung ltatlgefunden und kein flex ­ ibles äins hvarjizuli gilt, analog dem dg s'yMGTog und *) hatte ficli in der form eiugm und im fchwed. iugen das orgau. N erhalten?