6 ///. proJiominalbildungen. einfacheßänirne. © Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 21 I . f gebt durch alle deutfchen fp rächen und fchelnt ihnen fehr eigenthümlich, da bei urverwandten ti.immen nichts ähnliches vorkommt, es wäre dann das altpreuß. fubs (wahrend die Litlhauer und Letten pats *) haben.) Docli mag lilba eine verdunkelte zu l amme ni e tzung fein, deren anlautendes S aus dem reciprocuin lik herltammt **), man vergleiche das iänfkr. fvajam mit fvas, Iva, fvam (t'nus, fua, 1‘uum) und das lat. ipSe mit Je* Auch av- rog verbindet lieh zur bellärkung des zurückweifenden linns mit dem pertönlichen pronomen und laVTOv, contr. av'iov, früher k'o uvtov , lieht oft gleichbedeutig mit einfachem avrov. Für diefe anficht fpricht ferner, daß unter felbfürifte {nipmog avTog, nipmog pwa toIgiv) im latein des mittelalters übiquintus, allfrauz. foiejuinte heißt. — Die Verdoppelung felpfelpo (idem ipfe) inonf. 395 gleicht dem ipßpfus bei l'iaulus Cilt. II. 3, 58. Trucul. I. % 23. und dem avTavraig ysQoiv bei So- phron. felbjelbß lieht noch in dem Reiinedich. Nord- haufen 1673. p. 93« ; J ‘ C^nh. ^ 5. der Gothe verwendet fein fubft. man oder marina, in politiven falzen, durchaus noch nicht abftract auf die heutige weife, es bedeutet ihm jederzeit das concrete homo. nur wenn die Verneinung ni unmittelbar voraus ­ geht oder lieh überhaupt im falze darauf bezieht, ent- fpringt der finn von ovTig. Eine merkwürdige überein- ftiminung mit dem latein, in welchem homo nicht gleich dem franz. on (früher om, hom) ***) gebraucht werden die fubftantivifche natur des engl, felf, wofür heb freilich aus dem agf. keine be/iätigung gewinnen läßt. Tyrwhitt und Todd haben eine andere anßcht aufgefiellt, die einiges für lieh, aber doch noch mehr gegen ßch hat. mau fehe ßosworth anglofaxou gram mar p. 113-115- jvots fcheint zu bedeuten mann, fanfkr. patis, zend. paitis, gr. f. ttotk , goth. faf>s; vgl. mit dem flav. fam Qpfe) das poln. iamiec, bohm. famec (männlein.) und den zweiten tbeil dürfte man aus liba (von leiban, mauere) deuten, illba aus filiba, das in ßch bleibende, behar ­ rende? vgl. 2, 946* 949* die erklärung von ainlih, tvälib. — Sollte das von Schmetter §. 749 angeführte bairifche fuffix -1 nicht aus fei, felb herrühren ? ***) die Proveiizaleii kennen es (Raynouard 1/242); die Ita ­ liener brauchen es nur feiten z. b. Puotrio ß lußnga , mau fchmei- cbelt ßch (Fernow §. 518- 519 ); die Spanier haben es jetzt gar nicht , wohl aber zuweilen ehmals, vgl. Raynouard ß, ISO* 187* I . f