— 287 — © Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 79 Da« war die stolze Frau Jngerlill, die kam in den hohen Saal gegangen: Da lag Frau Mettelill in ihrem Berr mit Sorgen und blei ­ chen Wangen. Lo zeitig an dem Morgen, als die Sonne möcht' aufstehn, Da» war die stolze Frau Jngerlill, die wollt zu ihrer Tochter gehn. lofct lag Mettelill in ihrem Bett, ihr Herz war gebrochen vor Sorgen: hm Peter freite sich eine reiche Jungfrau, und führte sie in seine Bürge. Mein Herr hat gelobt seinen Gesellen in den Wald zu reiten! 70. Liebe geht über Königs Gebot. Zch will nicht an dem hellen Tag in die Mark oder in den Wald ausrciten. Denn ich trag um eine stolze Jungfrau beides Sorgen und groß Leiden. Denn es scheint mein Schild so weite! Da« war der junge Anfind, der hüt sich mit 'ner Jungfrau verlobt, Aber sie hatten sie in ein Kloster gegeben, da ging ihm zu Her ­ zen die Noth. Da« war der junge Anfind, der berieth sich mit den Brüdern sein: «Ich will schlagen das Kloster darnieder, und holen die Ver ­ lobte mein." Willst du schlagen das Kloster darnieder, und stiften so großes Unheil: Erfährt das der König Dyrge, so sehr erzürnt er dabei. W I fl I rill 91 l \ 1