t XXXIII. DIE REDUPLICATION. 863 Wie der einfache vocal durch vorlritt eines andern guniert oder diphthongiert wird und wie dann die wurzel ablautet haben wir ge- sehn; dem sprachgenius steht aber noch eine aushülfe zu gebot: er läszt den anlaut der wurzel selbst vortreten und sich doppeln, das wort wird gleichsam erst schwächer und zur hälfte angeschlagen, um dann nochmals desto voller und vernehmlicher zu erschallen. Am nachdrücklichsten wirkt diese Verdoppelung, wenn nicht das halbe, sondern ganze wort sich selbst vorangeht z. b. im ahd. sösö (goth. svasvö), dohdoh, lat. quamquam u. s. w. unsere spräche liebt es, nach dem grundsatz der ersten und zweiten reihe des ablauts, dem Alaut einen I oder Ulaut vorher zu schicken, sei es in losen oder zusammengefügten Wörtern, z. b. blicken blacken Helbl. 3, 317; tim- pen tampen Tit. 190; enplipfes und enplapfes Helbl. 3, 364; wigen wagen; gugen gagen; glunken glanken; singsang; Wirrwarr; noch meh ­ rere sind gramm. 1, 562 gesammelt, aus welchen allen man einen schlusz für den höheren rang des A ziehen könnte, insofern die laute der vorangestellten Wörter oder silben nur eine zweite, schwächere potenz zu enthalten scheinen. Solche volle Wiederholungen sind jedoch zu lebhaft, um anders als sparsam in der rede verwandt zu werden, und ungeeignet einen wolthätigen hebel der Ilexion, der allenthalben auftreten musz, zu be- 864 gründen, die spräche ist ihrem innersten wesen nach haushältig und zieht was sie mit geringen miltein erreichen kann jederzeit gröszerem aufwand vor. Angemessener in diesem sinn scheinen demnach subslantiva ge ­ bildet, welchen es genügt einen theil der wurzel vorauszusenden, ein merkwürdiges altes beispiel ergibt das ahd. wiwint turbo (Gralf 1, 624), das ich in goth. vaivinds übertrage, und gerade denselben be- grif drückt auch gr. XuTlaxp, von der wurzel Xu/ußuvio tlußov luxpov- [xai aus, das wort wird durch die doppelung intensiver und erreicht die Vorstellung des stürmenden Wirbelwinds; auch juuT/uag von