’M € i I € > € 6 € rT 3 h e i g CD fr D) f* l— =j Li (0 J ' (0 -t-> XX. DIE FRANKEN. 512 Was den Sueven am obern Rhein mislungen war vollbrachten später andere Deutsche am untern, den auch die Römer nicht so kräf ­ tig schützen konnten wie jenen, seit dem dritten und vierten jh. strö ­ men deutsche häufen unaufhaltsam durch die Niederlande nach Gallien, bis es ihnen zuletzt als beute erliegt, schon in vorausgehenden zeiten waren Deutsche unter besonderem und allgemeinem namen dort er ­ schienen, oder gewaltsam dahin verpflanzt worden; vom dritten jh. an treten sie mit dem vorher unerhörten, vielleicht aber lange bestandnen gesamtnamen der Franken auf, dessen rühm noch heute die geschickte erfüllt, bevor ich die nur scheinbar älteren einzelnamen anführe, for ­ dert er selbst erklärung. Franci Francorum, ahd. Franchon Franchönö, ags. Francan Fran- cena, aber altn. Frakkar Frakka führt sich auf den begrif frank und frei zurück, welche Wörter (mhd. frech und fri, nnl. vrij en vrank) wir gern in eine formel binden, im prolog des salischen gesetzes nennt sich die gens Francorum selbst inclyta, audax, velox et aspera. aus der goth. Wurzel freis liber entspringt sowol friks audax, avidus*, 513 als ein fraggs entspringen dürfte, die götternamen Fria Fricka Fricco sind wie Libera Liber und der ausdruck fri femina unmittelbar ver ­ wandt. N tritt zu wie in jiakka danchön, hlekkr hlancha, liqui lin- quo, \uioq link, und vielen andern, nennt Libanius (ed. Reiske 3, 317) in der mitte des vierten jh. die rheinischen (ÜQayxoi (bei Julian und Procop Oqüyyoi) immer Oquxtol mit der deutung td-vog nt- (fQay(.uvov 7iQog tu twv noXe/Liwv tQyu, so könnten auch des Pto- * Sigebertus gembl. bei Pertz 8, 300: Valentinianus Francos attica lingua appellavit, quod in latina lingua interpretatur feroces (das tpQaxrös bei Libanius meint aber bewafnet.) diese herleitung hat auch Ermoldus Nigellus im sinn 1, 344: Francus habet nomen a feritate sua vgl. 359 France ferox! Man könnte den namen auch aus der von Valentinian verliehnen abgabenfreiheit deuten, vgl. Pertz 8, 115.