sches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 GLAUBE sen macht ältere naturgötter verdunkelt habe, und den getischen Zal ­ moxis als vergötterten weltweisen zu erfassen. Zalmoxis stammt vom thrakischen ^akfxöq — dop«, nach Porphyrius, weil der neugeborne in eines hären haut gehüllt worden war; ich glaube '(^aX/iiog richtig zum litth. szalmas und unserm beim gehalten zu haben*, es sei, dasz der gott glückselig mit heim oder hut geboren wurde (mythol. s. 829)** oder den heim beständig trug; auch finde ich bedeutsam genug, dasz Odinn die namen Ilialmberi (ahd. Helmpero) wie Sidhöttr führte (beide gibt Grimnismäl 46 ab an) und die heiligkeit der pileati schiene, damit von selbst gerechtfertigt, da in der skalda der liimmel hialmr. lopts (aeris galea) heiszt (Sn. 122), liesze sich auch darin bezug auf den luftgott ahnen. Habe ich hier den Zalmoxis mit Odinn verglichen, so wird sich späterhin gelegenheit bieten ihn auch zu Thorr, dessen sohn, zu halten. Des zweiten gottes gnädige milde art leuchtet aus der sl. benen- nung Radigast (von rad labens, radi gratia, radoschtscha laetilia), die sich dem begriffe Wunsc (von vinja, wunna) nähert, hieran reiht viel ­ leicht der finnische Väinämöinen, ein Cupido; wer nach deutschem liebesgott fragt müsle auf Wunsch gewiesen werden, dessen haar dem der Gratien gleicht, auch E^cog ist wünsch wonne verlangen, wie der altn. Vili, Odins bruder, voluntas und voluplas, der indische Kama amor, cupido, desiderium bedeuten. Potyimpos bleibt zweifelhaft und seine deutung aus dem sl. potreba, böhm. potreba, poln. potrzeba (noth, nothdurft) unsicher, im litth. Wörterbuch finde ich nicht einmal po- trimba; es könnte aber in dem polnischlitth. dialect vorhanden sein, und enthielte es die Vorstellung des Schicksals, so würde auch dadurch der höchste gewaltigste gott angezeigt. Odinn und Zalmoxis lehrten 122 Unsterblichkeit und verhieszen den sterbenden aufnahme in ihrer Woh ­ nung; Hermes geleitet die seelen, sein y.v\qvy.uqv ist die Wünschelrute. Schwer fällt es die indische trilogie heranzuziehen, weil alle na ­ men abweichen***; doch ruht auch hier die eigentliche schöpfungs- kraft bei Brahma, und Siva gilt wie Mars oder Pykullas für den grau ­ samsten gott, während Vischnus herschgewalt der des Zeus gleich stehtf. als donnergott und luftgebicter ist ein eigner gott, In ­ dras , aufgestellt den man für bloszen ausflusz des Vischnus oder Brahma ansehn darf, wiederum soll Märutas, ein beiname des Indras, den römischen Mars buchstäblich erreichen, der dieser auffassung zu ­ folge ursprünglicher frühlingsgott gewesen wäre ff, was auf den Mar- tius mensis licht würfe. Freyja Frouwä Fraujö, nach welcher der sechste Wochentag * vgl. auch skr. tsebarma cutis, scutuin. ** wie Hödr mit heim und Schwert (mythol. s. 362.) *** wer möchte Brahma mit der slowakischen form Parom für Perun in Verbindung setzen ? die Lappen haben aus Thor Thiermcs gebildet. f Finnen und Lappen würdigen in ihrem Perkele Perkel den Porkunas zum bösen gott herab. ^ ff Ad. Kuhn in Haupts Zeitschrift 5, 491. 492.