- V - Vorwort Unter den Kasseler Stadtteilen zur Zeit des Landgrafen Karl ist die Freiheiter Gemeinde die größte. Ihre Einwohner werden verwaltungsmäßig getrennt in der Ober ­ und Niedergemeinde verzeichnet (s. Abb. S. 1366). Mit der Bearbeitung der Kirchenbücher (1680-1735), des Huldigungsregisters (1671), der Steuerregister und Hausbesitzerlisten (1707), des Einwohnerverzeichnisses (1731) und den Hauseigentümerlisten von 1751 und 1766 wird der überwiegende Teil der in Kassel ansässigen Bürger erfaßt. Die Heranziehung zusätzlicher Quellen war bei der Arbeit über die Freiheiter Gemeinde unerläßlich, da die Informationen aus den stark lädierten und lücken ­ haften Kirchenbüchern unzulänglich sind. Eine wertvolle Hilfe stellten die schon vorliegenden Arbeiten über die Kasseler Altstadt, die Oberneustadt und die in Vorbereitung befindlichen Aufzeichnungen über die Unterneustädter und Hofgemeinde dar, da die Bürger vielfach aus den Nachbargemeinden übergewechselt sind oder in Pateneinträgen erwähnt werden (s. Literaturverzeichnis). Um die Zuverlässigkeit der Recherchen zu erhöhen, war es notwendig, über den zeitlich gesteckten Rahmen der Bearbeitung hinauszugehen. Dies bezieht sich besonders auf eine möglichst korrekte Aufzeichnung der Familiennamen und Berufs ­ angaben sowie auf Hinweise über den genauen Wohnsitz, die im Kirchenbuch nur selten vorliegen. Um die genannten Hauptquellen und zahlreiche nicht erwähnten zusätzlichen Quellen voll auszuschöpfen,benötigte man noch Jahrzehnte. Aus zeitlichen und organisatorischen Gründen wurde darauf verzichtet, Ergänzungen, die sich durch den gewonnenen Überblick während der Bearbeitung anboten, in Maschinenschrift hinzuzufügen. Für die handschriftlich eingearbeiteten Notizen wird daher um Nachsicht gebeten. Dem Verfasser war es vordringlicher, das schon aufgearbeitete Material möglichst früh einer größeren Anzahl von Forschern und Interessenten zur Verfügung zu stellen, um auf diese Weise zusätzliche Infor ­ mationen über Spezialuntersuchungen zu gewinnen. Dank des Verständnisses und Entgegenkommens des Staatsarchivs Marburg wurde eine Verzögerung des Abschlusses der umfangreichen Arbeit vermieden. Das Original konnte nach jahrelanger Restaurierung eingesehen werden, nachdem die überwiegende Zeit mit schwer lesbaren Printerkopien gearbeitet werden mußte. Für die mühevolle gewissenhafte Arbeit beim Korrekturlesen sei Herrn Helmut Rosenkranz besonders gedankt.