Altes Gebäude am oberen Markt. (Hupf. XXIV.) Die Templer und Maltheser hatten einst Besitzungen in Gelnhausen, und noch vor fünfzig Jahren fanden sich, wie man erzählt, Reste von Templern erbauter Häuser vor. Das im Kupfer abgebildete Gebäude, war Eigenthum der Maltheser und unterscheidet sich durch seine ganz eigenthümliche Bauart vor allen übrigen Gebäuden. *) Während an der nördlichen Seite noch die ursprünglichen kleinen doppelten Spitzbogenfenster vorhanden sind, ist dagegen wahrscheinlich von weit späteren Bewohnern die westliche Facade mit grofsen Fenstern versehen worden. Im unteren Geschofs dieses Gebäudes befand sich ehemals eine Capelle, von welcher auch der noch erhaltne, auf der Hausflur sichtbare, Altar herrühren mag. Der Erzählung nach waren die Fenster noch vor etwa hundert Jahren mit Glasmalereien verziert. Mit diesem Gebäude stand eine Kirche in Verbindung, von deren Chor sich eine Mauer mit reich verzierten Spitzbogenfenstern erhalten hat. Diefs Gebäude ist jetzt mit den dazu gehörigen Ländereien Privateigenthum geworden. *) Die Gebäude der Templer zu Rhodos sind ganz in demselben Styl , wie das beschriebne errichtet.