30 X 0 K ^ Die Grosse dieser Finsterniß ist beym Mittel sogroß, daß der Mond 1430E 25 Minuten gegen Norden in den Erdschatten treten wird. Die dritte Mondfinsterniß ist gleichfalls total und geschiehet den r;. De- eemb. des Nachmittags, und zwar der Anfang um 2 Uhr 3 Min. Nachmittag, die gänzliche Verfinsterung um 3 Uhr i.Min., das Mittel um 3 Uhr 50 Min. Da aber bis hierhin der Mond noch nicht aufgegangen ; so können wir auch den Anfang und Mittel nicht betrachten. Darauf aber gehet der Mond ganz ver ­ finstert auf und fängt an wiederum helle ;u werden um 4 Uhr 39 Min. und so ­ dann folgt das Ende dieser Finsterniß um 5 Uhr 37 Minuten. Bey der größten Verfinsterung tritt der Mond 20 Zoll 50 Min. gegen Su ­ den in den Erdschatten. Merkwürdige Verdeckungen der Planeten fallen in diesem Jahre gar nicht vor. Von den vier Jahrs 5 Zeiten. 1. Vom Winter. Dieser nimt seinen Anfang, wenn die Sonne im Thierkreise bis an den Steinbock gekommen, und solches ist geschehen im vor ­ hergehenden Jahr den 2 2ten Decemb. Morgens früh um 12 Uhr +3 Min. Die Sonne hat sich zu dieser Zeit so weit gegen Süden geneiget, daß sie am nie ­ drigsten stehet, und den kürzesten Tag, aber auch die längste Nacht verursachet. Mas die Witterung anlanget, so haben wir einen weichen und gelinden Win ­ ter zu gewarten. Denn ob es gleich zu Anfang bis fast in die Mitte des Jen ­ ners kalt ist; so wird doch die Luft gegen Lichtmeß trübe und bringet Schnee, die übrige Zeit aber ist noch zuerst schlackerigt und stürmisch, darnach aber bis zum Fröhlmg zu vielem Regen und feuchtem Wetter geneigt. 2. Vorn Frühling. Zu der Zeit, da die Sonne den Widder berühret, ge ­ het der Frühling an. Dieses trägt sich dermalsten zu den 2vten Merz des Mor ­ gens um 2 Uhr 21 Min. Die Witterung des Frühlings ist Anfangs sehr unlu ­ stig, und hat gleich der April einige freundliche Tage, so ist er doch übrigens unbeständig und naß. Der May ist anfangs lieblich, und hat eine gedeyliche Witterung von warmen Regen und Sonnenschein, allein in der Mittt desselben kommen wieder kühle Nächte, daher die Mayfröste etwas Schaden thun kön ­ nen. Im Junius ist es etwas regenhaft, wird aber nachgehends wärmer, so, dag dieses Vierteljahr mit gemäßigter Witterung sich endiget. Vom Sommer. Beym Anfang des Sommers ist die Sonne am höch ­ sten gestiegen,^ und gelanget alsdann an das Zeichen des Krebses, verursachet auch zugleich den längsten Tag und die kürzeste Nacht. In diesem Jahre nimmt der Sommer seinen Anfang den aiten Junius um r Uhr u Min. des Morgens. Diese Jahrzeit fangt zwar mit lieblichem Wetter an; allein bald darnach erfol ­ gen Nebel und kühle Luft. In den Hundstaßen giebt es sehr truckene, hitzige und gewitterhafte Tage, und endiget sich diese Jahrszeit mit dunkelem und windigtem Wetter. 4» Vom Herbste. Der Anfang des Herbstes und die Tag- undNachtglei- che erfolgt in diesem Jahre den 22. September Nachmittags um 2 Uhr Z4>Min. da die Sonne eben an die Waage gekommen. Die Witterung ist mehrentheils unbeständig. Der Anfang ist naß und schauderigt, sodann folgen noch wenige helle Tage, darauf denn die nasse und kühle Witterung bis in den November fort ­ dauert, das Ende aber brmget Schnee und Leidliche Kälte; daß wir also einen frühen Winter zu befürchten haben.