44 Verkehrswesen (Große Kasseler Straßenbahn A.-G.) 1. Teil Zuschlaggebühr für Gespräche, zu denen eine Person herbeigerufen wird (Xp-Gebühr), und für Gespräche mit Voranmeldung (V-Gebühr) für die erste Person ein Drittel eines gewöhn- lichen Dreiminutengesprächs, mindestens . . — ,40 RM. für jede weitere Person —,30 „ für Weitergabe kurzer Nachrichten durch Post ­ agenten usw. (X-Gebühr) eine Person —,40 RM. für jede weitere Person —,30 „ (Im Ortsverkehr wird bei X?- u. dl-Gesprächen die Ortsgesprächsgebühr nicht besonders erhoben.) Nachträgliche Verständigung des Herbeizurufenden durch besonderen Boten im Fernverkehr ein Drittel eines gewöhn- lichen Dreiminutengesprächs, mindestens . —,40 „ im Ortsverkehr —,30 „ für Ferngespräche, bei deren Anmeldung bean ­ tragt wird, daß die Gebühren von der ver ­ langten Teilnahmersprechstelle bezahlt werden (li-Gebühr) ein Drittel eines gewöhnlichen Dreiminutengesprächs, mindestens —,40 „ X. Rundfunk Genehmigungsgebühr für Rundfunkteilnehmer monatl. 2 RM. Anmeldungen nimmt jede Post, und Telegraphenanstalt entgegen Große Kasseler Straßenbahn A.-G. Linie 1: Holländische Straße — Hauptfriedhof (Krematorium) — Königsplatz — Wilhelmshöher Allee — Reichsbahnhof Wilhelmshöhe — Wilhclmshöhe Linie 2: (Hessenschanze) Kirchditmold — Hindenburgplatz — Ständeplatz — Rathaus — Theater (Karlsaue) — Hallenbad — Bettenhausen Linie 3: Bettenhausen — Hallenbad — Hauptbahnhof — Ger- maniastraße — Kurhaus Wilhclmshöhe Linie 4: Hessenschanze — Theater (Karlsaue) — Fuldatal Linie 5: Druseltal — Reichsbahnhof Wilhelmshöhe — Stadt ­ halle — Karthäuserstraße — Fviedrich-Wilhelms-Platz — Königsplatz — Rathaus — Stadthalle — Druseltal Linie 6: Königsplatz — Friedrich-Wilhelms-Platz — Stadthalle (Druseltal) — Stadthalle — Karthäuserstr. — Rathaus — Königsplatz Linie 7: Rothenditmold — Königsplatz — Rathaus — Frank- fürt er Straße (Karlsaue) — Schönfeld — Niederzwehren Linie 8: (Eisenschmiede) — Jhringshäuser Straße — Theater — Rathaus — Hauptbahnhof — Altmarkt — Jhringshäuser Straße — (Eisenschmiede) Linie 9: Hauptbahnhof — Bahnhofstraße — Hedwigstraße — Königsplatz — Rathaus — Frankfurter Straße (Karls- aue) — Schönfeld — Niederzwehren Linie 10: lBettenhausen, Kirchgasse) — Reichsbahnhof Betten ­ hausen — Altmarkt — Hauptbahnhof — Rathaus Theater — Reichsbahnhof Bcttenhausen — (Bettenhausen, Kirchgasse) Linie 14: Eisenschmiede — Landeskrankenhaus — Altmarkt — Hauptbahnhof — Germaniastraße Am Anschluß an die Straßenbahn verkehren folgende Omnibus- linien: Linie 21: Jhringshäuser Str. — Simmershausen Linie 22: Hallenbad — Sandershausen Linie 23: Bettenhausen, Ochshäuser Str. — Lindenberg Bettenhausen, Ochshäuser Str. — Heiligenrode Linie 24: Kirchditmold — Harleshausen (Gartenstadt) Linie 27: Niederzwehren — Oberzwehren — Rengershausen bezw. Nordshausen Beförderungs-Bedingungen (Auszug) Die Fahrzeiten find aus den in den Wagen und an den Haupt- Haltestellen ausgehängten Fahrplänen ersichtlich. Die jeweils gültigen Fahrpreise sind im Wageninnern bekanntgegeben. Die Lage der Haltestellen ist erkennbar durch viereckige, hellgelbe, durch- brochene Scheiben, die an der Fahrdrahtaufhängung befestigt sind und durch Haltestellentafeln. An diesen Tafeln sind Plichthalte- stellen durch rote Ringe, Bedarfshaltestellen durch grüne Ringe gekennzeichnet. An letzteren wird nur angehalten, wenn Fahrgäste auszusteigen wünschen und diese Absicht rechtzeitig dem Schaffner mitteilen sowie zur Aufnahme der an der Haltestelle stehenden Fahr- lustigen. Ein- und Aussteigen ist nur an den hierfür bestimmten Haltestellen erlaubt. Die Fahrscheine sind nicht übertragbar und gelien nur bis zur gekennzeichneten Teilstreckengrenze. Umsteige- (Übergangs-) Fahrscheine werden nur ausgegeben, wenn das Fahrziel ohne Wagenwechsel nicht zu erreichen ist. Für Fahrten, die auf Umwegen zum Reiseziel führen, werden Um ­ steigefahrscheine nicht verabfolgt. Die Verwendung von Fahr ­ scheinen zu Fahrten, die eine Rund- oder Rückfahrt bedeuten, ist auch unter Benutzung von anderen Linien nicht gestattet. Umsteigefahrten sind mit dem nächsten Anschlußwagen auf dem kürzesten Wege und in der kürzesten Zeit zurückzulegen. Fahrt- Unterbrechungen sind unzulässig. Der Wagen muß an der von dem Schaffner hierfür bezeichneten Umsteigestelle verlassen werden. Eine Gewähr für unmittelbaren Anschluß wird bei Ausgabe eines Umsteigefahrscheines nicht über- nommen. Der in Frage kommende Anschlußwagen kann auch an jeder Haltestelle, die zwischen der gekennzeichneten Umsteigestelle und dem Fahrziel liegt, bestiegen werden. Mißbrauch in der Benutzung der Umsteigefahrscheine wird ge- richtlich verfolgt. Ein Umsteigen in den Anschlußwagen ist nur statthaft, wenn in diesem Platz vorhanden ist. Die nicht zum Umsteigen gezeichneten Fahrscheine gelten nur für die Fahrt in dem Wagen, in dem sie gelöst sind, verlieren also ihre Gültigkeit, sobald der Fahrgast diesen Wagen verläßt. Das Umsteigen aus dem einen Wagen in den anderen Wagen desselben Zuges ist im Einverständnis mit den diensttuenden Schaffnern zulässig. Die Fahrtausweise sind während der Fahrt aufzubewahren und den Aufsichtsbeamten und den Schaffnern, auf Verlangen, offen vorzuzeigen bezw. zur Prüfung auszuhändigen. Beschädigte, unleserlich gemachte oder mit Änderungen ver ­ sehene Fahrtausweise sind ungültig. Mißbräuchliche Benutzung von Fahrtausweisen wird strafrechtlich verfolgt. Eine Preisrückerstattung für Fahrtausweise, die aus irgend ­ welchen Gründen nicht ausgenutzt werden, kann nicht erfolgen. Die Fahrgäste sind verpflichtet, sich während der Fahrt fest- z u h a l t e n oder ihren Standplatz so sicher einzurich ­ ten, daß sie beim Befahren von Kurven oder bei plötzlich ent- stehenden Ruckbewegungen infolge von Bremsungen nicht zu Fall kommen oder aus dem Wagen herausfallen. Die Bahn trifft keinerlei Haftung für Unfälle, die auf unvorsichtiges Ver- halten der Fahrgäste zurückzuführen sind. Bei Betriebsstörungen kann ein Anspruch auf Entschädigung nicht erhoben werden. Ein Kind unter 4 Jahren ist in Begleitung eines Erwachsenen frei. Kinder zwischen 4 und 10 Jahren haben den jeweils für Kinder festgesetzten Fahrpreis zu zahlen. Kinder mit Kinder ­ fahrscheinen haben auf einen Sitzplatz kein Anrecht. Die im Wagen stehenden Kinder dürfen das Aus- und Einsteigen nicht erschweren. Freifahrcnde Kinder unter 4 Jahren müssen von den An ­ gehörigen auf den Schoß genommen werden; sie werden als Fahr ­ gäste nicht gezählt. Zwei Kinder zwischen 4 und 10 Jahren rechnen bei der Platzzählung gleich einen erwachsenen Fahrgast. Kleine Hunde und andere kleine Tiere werden im Wageninnern frei befördert, wenn sie auf dem Schoße getragen, und die Mitfahrenden durch sie nicht belästigt werden. Größere Hunde müssen an kurzer Leine geführt und dürfen vom Be ­ gleiter nur auf die vordere Plattform gegen Entnahme eines weiteren Fahrscheines für Erwachsene je Hund mitgenommen wer ­ den, und zwar unter seiner Haftung als Tierhalter. Die Aushändigung der in den Straßenbahnwagen verlorenen Gegenstände erfolgt in der Fundabgabestelle der Straßenbahn, Wilhelmshöher Allee 436, werktags von 8—12 und 15—18 Uhr.