1. Teil Verkehrswesen (Post) 43 VI. Postgut (Höchstgewicht 7 kg) Zustellung frei ins Haus Kein Freimachungszwang Im Verkehr zwischen Ostpreußen und dem übrigen Reich wird die Gebühr der jeweils nächstniedrigen Zone erhoben. Gewicht 1. Zone bis 75 km 2. Zone über 75 bis 150 km 3. Zone überI50bis 375 km 4. Zone über375bis 760 km 5. Zone über JLK | Pi. JLK 1 Ps. JLK Pf JLK Pf. JLK Pf. bis 5 kg — 30 — 40 — 40 — 50 — 60 über 5 „ 6 „ — 35 — 45 — 50 — 60 — 80 .. 6 .. 7 .. — 40 — 50 — 60 — 70 1 — Näheres über die Zulassung bei den Postanstalten. VH. Luftpostgebühren Außer den gewöhnlichen Gebühren zu erhebender Luftpostzuschlag I. B r i e f s e n d u n g e n a) Inland, Freie Stadt Danzig, Österreich Postkarten, Postanweisungen , —,10 RM. andere Briefsendungen bis 20 g . . . -,io „ über 20 „ 50 g . . . — ,20 „ „ 50 „ 100 g . . . —,40 „ „ 100 „ 250 g . . . —,80 „ ,, 250 ,, 500 g . . . 1,25 „ „ 500 „ 1 kg . . . 2,50 „ für jedes weitere angefangene y 2 kg . . . . . 1,25 „ b) Europäische Länder mit Ausnahme der unter a) aufgeführten Länder und der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken Postkarten, Postanweisungen —,15 RM. andere Briefsendungen auf je 20 g —,15 „ c) Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken sowie außer ­ europäische Länder besondere Gebührensätze. Afrika, Amerika, Asien und Australien Luftpostzuschläge für Briefe nach Gewichtsstufen von 5 g, für andere Briefsendungen (Drucksachen usw.) Zuschläge für je 25 g. II. Pakete a) Inland und Freie Stadt Danzig 1. bis 3. Jone (bis 375 km) bis 1 kg 1,— RM. für jedes weitere angefangene % kg . . . . —,20 „ 4. und 5. Zone (über 375 km) bis 1 kg . . . . 1,— „ für jedes weitere angefangene y 2 kg . . . . —,40 „ b) Dänemark, Österreich, Tschechoslowakei bis 1 kg 1,60 RM. für jedes weitere angefangene y 2 kg —,40 „ c) Belgien, Estland, Finnland, Großbritannien und Nordirland, Irland (Freistaat), Lettland, Litauen, Niederlande, Norwegen, Polen, Schweden, Schweiz, Ungarn bis 1 kg 2,— RM. für jedes weitere angefangene % kg —,50 „ d) Ägypten, Ägyptischer Sudan, Algerien, Argentinien, Bolivien, Brasilien, Britisch Indien mit Birma, Bulgarien, Chile, Ekuador, Frankreich, Französisch Indien, Griechenland, Irak, Iran, Italien, Japan, Japanische Nebengebiete, Jugoslawien, Kolumbien, Levantestaaten (Syrien und Libanon), Malaya, Marokko, Mauretanien, Niederländisch Indien, Nordborneo, Palästina, Paraguay, Peru, Portugiesisch Indien, Rumänien, Saudisch Arabien, Senegal, Spanien, Tunis, Union der Soziali ­ stischen Sowjet-Republicken, Uruguay, Vereinigte Staaten von Amerika: Besondere Gebührensätze. Zugelassen zur Luftpo st beförderung nach dem In lande einschl. der Freien Stadt Danzig: gewöhn ­ liche und eingeschriebene Briefsendungen jeder Art, Post ­ anweisungen, Päckchen, gewöhnliche Pakete bis 20 kg, die die Ausdehnung 50 : 50 : IW cm nicht überschreiten u. Zeitungen: nach dem A u s l a n d e : gewöhnliche und eingeschriebene Brief ­ sendungen jeder Art, Postanweisungen, gewöhnliche Pakete auch dringende j nach besonderer Zeitungen j Bekanntgabe. Alle Luftpostsendungen einschl. der zugehörigen Paketkarten müssen den deutschen Vermerk „M i t L u f t p o st" tragen. Klebe- zettcl „Mit Luftpost" werden am Postschaltcr unentgeltlich ab ­ gegeben. Um die Luftpostsendungen vor anderen Sendungen noch besser kenntlich zu machen, empfiehlt cs sich, L u f t p o st m a r k c n zur Freimachung zu verwenden oder die besonderen L u f t p o st - k a r t e n zu benutzen. Beschleunigte Abtragung der Luftpostsendungen am Be- stimmungsort wird erreicht durch das Verlangen der Eilzustellung unter Vorausbezahlung der Eilzustellgebühr. VIII. Telegraphengebühren (im inneren deutschen Verkehr) 1. Gewöhnliche Telegramme im Fernverkehr Wortgebühr 15 «f, Orts- und Pressetclegramme Wortgebühr 8 Für ein Telegramm sind mindestens die Gebühren für 10 Wörter zu entrichten. Brieftelegramme Wortgebühr 5 Mindestgebühr 50 2. Dringende Telegramme das Doppelte der Gebühr für ge- wöhnliche Telegramme. 3. Zustellung bei ungenügender Anschrift, Sondergcbühr 30 -s. 4. Vereinbarte Kurzanschriften für ein Jahr 30 Reichsmark, für ein Vierteljahr 15 Reichsmark, für Überweisung nach einem anderen Ort auf einen Monat 5 Reichsmark. 5. Hx-Telegramme. Ausfertigung bei der Ankunft auf Schmuck- blatt. Reben der Telegraphengebühr eine Sondergcbühr von 1 Reichsmark bis zu 50 Wörtern, für jede weitere volle oder angefangene Reihe von 50 Wörtern 40 ^ mehr. IX. Fernsprechgebühren Grundgebühr für jeden Hauptanschluß in Ortsnetzen mit nicht mehr als 50 Hauptanschlüßen . . monatlich 3, — RM mit mehr als 5 50 bis einschl. 100 Hauptanschl. „ 3,50 100 „ 200 4,— 200 „ 500 4,50 500 „ 1 000 5,— 1 000 „ 10 000 5,50 10 000 Hauptanschlüßen . Ortsgesprächsgebühr (bei Hauptanschlüßen u. öffent ­ lichen Sprechstellen) Leitungszuschlag für Strecken außerhalb des 5-km- Kreises der Vermittlungsstelle für je IW m monatl. ,10 RM. ,50 „ Die Zuschlaggebühr ermäßigt sich bei Hauptanschlüssen, deren zuschlagpflichtige Leitungsstrecke 5 Jahre im Betrieb ist, auf t-,30 „ Laufende Gebühr für einen Nebenanschluß mit ge- wöhnlichem Sprechapparat und gwischenstellenum- schalter monatlich 4,20 „ Bei Nebenstellenanlagen mit mehreren Nebenstellen steigen die Ge- bllhrcn regelmäßig für jede Amtslritung um 1,80 (ohne die Grundgebühr) und für jede Nebenstelle um 2,40 3{.k. Zuschlag für die Nebenstelle eines Dritten monatlich —,50 „ Innenleitung über IW m je IW m Luftlinie —,50 9t.U. Fern- u. Schncllgefprächsgebühr für ein gewöhnliches Gespräch von 3 Minuten Dauer a) in der Zeit von 8 bis 19 bei einer Entfernung bis 5 km einschließlich Ortsgesprächsgebühr „ 15 „ „ —,30 RM. n 25 „ ,40 „ „ 50 T ,, — ,60 „ „ 75 „ „ —,90 „ „ 100 „ „ 1,20 „ über 100 km für je 100 km mehr —,30 „ die Gebühr auf Entfernungen von mehr als 6W km beträgt 3,— „ b) in der Zeit von 19 bis 8 . . . über 5 km % der oben- stehenden Gebühr. c) die über 3 Minuten hinausgehende Gesprächs- zeit wird berechnet nach einzelnen Minuten d) für ein dringendes Gespräch das Doppelte e) für ein Blitzgespräch das Zehnfache der Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch.