24 Familien-Begräbnisplätze Friedhofsordnung für den Hauptsriedhof 1. Teil § 7 - Die Aschenreste sind in Grab- und Aschenstätten der städtischen Friedhöfe oder in anderen behördlich genehmigten Bestattungs ­ anlagen beizusetzen. Die Umleerung der Aschenreste aus dem behördlich verschlos- senen Behältnis in ein anderes ist unzulässig. Soweit durch die Verstorbenen oder deren Angehörige nicht an- ders bestimmt ist, erfolgt die Beisetzung dieser Aschenreste nach An- ordnung des Bestattungsamtes. Personen, welche die Asche in Empfang nehmen, haben darüber eine Bescheinigung auszustellen. 8 8- Im übrigen bleiben für die Feuerbestattung die allgemeinen gesetzlichen und Verwaltungsvorschriften, für die Art der Beisetzung insbesondere die Bestimmungen der Friedhofsordnung und des Be ­ stattungswesen der Stadt Kassel in Geltung. 8 9- Die Gebühr für die Einäscherung einschließlich Tonschild und des für die Aufnahme der Asche bestimmten Metallbehälters beträgt einschließlich Beisetzung in einer Reihenstelle des städtischen Urnen ­ hains 45 RM., falls die Beisetzung nach außerhalb versandt oder auf eine Familiengrabstätte beigesetzt wird, 40 RM. Für weitere Leistungen findet die Gebührenordnung für Be ­ erdigungen sinngemäß Anwendung. Friedhofsordnung für den Urnenfriedhof 81- Die Aschekapseln werden nach der Einäscherung bis zur Ber ­ setzung von der Fricdhofsverwaltung verwahrt. Für die Ver- Wahrung nach Ablauf von zwei Wochen ist eine Gebühr von 2 RM. für jede angefangene Woche zu entrichten. 8 2. Die Aschekapseln werden unter der Erde beigesetzt. Zn be ­ sonderen Fällen kann die Friedhofsverwaltung die Beisetzung unter Verwendung von Urnen in Mauernischen oder Grabdenkmälern gestatten. 8 3- Die Grabstellen zerfallen in: a) Reihestellen von 80X80 cm — 0,64 qm Größe einschließlich der Zwischenräume. Die Ruhezeit beträgt 15 Jahre. Ein Pacht ­ betrag ist nicht zu entrichten. Auf jeder Reihestelle darf nur eine Aschekapsel beigesetzt werden. Die erste gärtnerische In ­ standsetzung wird zu gegebener Zeit von dem Bestattungsamt veranlaßt, wofür ein Entgelt von 5,— RM erhoben wird. Für die Beisetzung von Ascheresten auswärtiger Krematorien in Reihestellen ist eine Gebühr von 10,— RM. zu entrichten, sowie ein Entgelt für die erstmalige Instandsetzung von 5,— RM., zusammen also 15,— RM. d) Wahlstellen von 80X80 cm — 0,64 qm Größe, ausschließlich der Zwischenräume. Die Erwerbsdauer beträgt 30 Jahre, der Pachtbetrag 60,— RM. c) Wahlstellen von 1,00 qm Größe ausschließlich der Zwischen ­ räume. Die Erwerbsdauer beträgt 50 Jahre, der Pachtbetrag 100 — RM. (1) Wahlstellen von 1,00X1,70 m — 1,7 qm Größe. Die Erwerbs ­ dauer beträgt 50 Jahre, der Pachtpreis 150 RM. e) Wahlstellen von 1,50 m im Quadrat — 2,25 qm Größe. Die Erwerbsdauer beträgt 50 Jahre, der Pachtbetrag 300,— RM. In den Wahlstellen — b) dürfen bis 2, in c) bis 4, in d) bis 6, in e) bis 10 Aschekapseln beigesetzt werden. Die Bei ­ setzung von Aschekapseln ist bei Wahlstellen in den letzten 10 Jahren vor Ablauf des Benutzungsrechtes nur möglich, wenn die Erwerbsdauer vor dieser Beisetzung verlängert wird. Für die Beisetzung jeder Aschekapsel, mit Ausnahme der ersten, ist unter b) eine Beisetzungsgebühr von 10,— RM. und unter c) bis e) je 20,— RM. zu entrichten. 8i. Die Wahlstellen können nach Ablauf der Pachtzeit neu gepachtet werden, wenn nicht ein durch die Friedhofsverhältnisse bedingter wichtiger Grund entgegensteht. 8 5. Die Aufstellung von Denksteinen oder Denkmälern bedarf der vorherigen Zustimmung der Verwaltung des Ilrnenfriedhofs. Zu ­ gelassen werden für Reihegräbcr Steinplatten von 0,40 m im Quadrat Fläche und 0,10 Stärke. Die Abmessungen der Denk ­ steine der Wahlstellen werden je nach Lage und Größe der Plätze dem Erwerber bei Übernahme des Platzes aufgegeben. Für die Genehmigung zur Errichtung eines Denksteines oder eines Denkmals ist eine Gebühr von 7,— RM. v. H. des Grabmal ­ preises zu entrichten. Urnen, die nach 8 2 Satz 2 zugelassen sind, gelten als Bestandteil des Denkmals. 8 6. Die Aschekapseln werden ohne Umhüllung beigesetzt. Bei Wahl ­ stellen ist Verwahrung in Urnen zulässig, die nach Weisung der Verwaltung des Urnenfriedhofs unterzubringen sind. 8 7 - Die Grabstellen sind nach Anordnung der Verwaltung des Urnenhains gärtnerisch herzurichten und zu unterhalten. Die Arbeiten dürfen nur der Stadtgartenverwaltung oder der Friedhofs- vcrwaltung, oder solchen Gärtnern übertragen werden, die berufs ­ mäßig vorgebildet find und der Gärtnereiberufsgenossenschaft angehören. Familien-Begräbnisplätze Geschäftszimmer der Friedhofsverwaltung: Tannenhecker Weg 6 Kassenstunden von 9—13 und 15—17 Uhr. 483 Wegen Erwerbung von Familien-Begräbnisplätzen wende man sich an die Friedhofs-Berwaltung t-* 483. Geschäftszimmer: Tannenhecker Weg 6 (gegenüber der Karolinenstraße). Dienst ­ stunden nur Wochentags, im Sommer von 9—13 und 15—18 Uhr, im Winter bis 17 Uhr. Für die Überweisung von je 2 Gräbern sind je nach Lage der Plätze 300—460 RM. an die Friedhofskasse zu entrichten. Einzel ­ stellen zum Preise von 50—230 RM. Wenn nach Ablauf der Erwerbsdauer der Platz für die be ­ treffende Familie erhalten werden soll, dann ist die Hälfte des Be ­ trages zu entrichten, der zur Zeit der Erneuerung für einen neu zu erwerbenden Familienplatz gleicher Größe auf der betreffenden Ab ­ teilung zu zahlen ist. Friedhofsordnung für den Hauptfriedhof 8 i. Eigentumsverhältnisse und Verwaltung. Der an der Holländischen Straße gelegene Hauptfriedhof ist ge ­ meinsames Eigentum des Stadtkirchenkastens und der Stadtgemeinde Kassel. Die Friedhofskapelle nebst Feuerbcstattungsanlage und der Urnenhain befinden sich im Alleineigentum der Stadtgemeinde. Auf diese Teile findet die Ordnung keine Anwendung. Der erste Pfarrer und Dekan der St. Martinskirche und der Oberbürgermeister oder sein Stellvertreter bilden die Friedhofs ­ verwaltung unter dem Vorsitz des Erstgenannten. Rechtsträger des Friedhofs ist der Stadtkirchenkasten, Aufsichtsbehörde ist das Landeskirchenamt. Die Verwaltung des Friedhofs wird nach den Bestimmungen dieser Ordnung sowie denen des im Gebiet des ehemaligen Kur ­ fürstentums Hessen-Kassel geltenden Friedhofs- und Kirchenrechts geführt.