Familien-Begräbnisplätze Polizei-Verordnungen 27 . Teil IV. Einäscherungsregisterführung. K 4 ober die einzelnen Feuerbestattungen, die Aufbewahrung Beisetzung der Aschenreste, sowie die Verabfolgung solcher ■ Beisetzung auf einem anderen hiesigen oder auswärtigen ^>dbofe ist von dem Bestattungsamt ein Register (Linäscherungs- ‘V'V'icr) zu führen, das nachfolgende Angaben enthält: ' ^ Laufende Nummer, Des Verstorbenen Vor- und Zuname, Stand, Geburtstag, Geburtsort, Todestag, Todesort, letzter Wohnort und Straße, 3. Todesursache, 4 Tag der Einäscherung, 5 Nummer des Sarges, Perbleib des Aschenbehälters. Das Register ist mit dem des Polizeipräsidiums zu führenden in Übereinstimmung zu halten. 5. Von dem mit der Beaufsichtigung der Einäscherungsan- cge betrauten Beamten ist ferner ein Register zu führen, das ent- lten muß: 1. Laufende Nummer, 2. Name des Feuerbestatteten, g. Nummer des Einäscherungsregisters, 4. Zeitpunkt der Einführung in die Einäscherungskammer, 5. Angabe, durch wen die Einäscherung erfolgte, g] Zeitpunkt der Abgabe des Aschenrestes zur weiteren Aufbe ­ wahrung, 7. Name desjenigen, an den die Abgabe erfolgte, 6 Angabe, durch wen die Nummerierung und Verlötung des Aschenbehälters erfolgte. V. Behandlung und Beisetzung des Aschenrestes. 6. 1. Rach beendeter Einäscherung sind die Aschenreste und das beigelegte Tonschild unter Verwendung der für diesen Zweck bestimmten Geräte sorgfältig aus dem Aschenraum zu entfernen und in den Abkühlungsbehälter zu ver ­ bringen. 2. Rach erfolgter Abkühlung find die Aschenreste mit dem Tonschilde in einem hinreichend großen widerstandsfähigen, luft- und wafferdichten Metallbehälter zu sammeln. 3. Der Deckel des Behälters, der auch mit einem Schrauben- gewinde versehen sein kann, muß in den unteren Teil dicht schließend eingreifen. Die Fuge ist nach Schließung des Deckels zu verlöten. Auf dem Deckel find in deutlicher Schrift folgende Angaben anzubringen: a) Die mit dem Einäscherungsregister und dem Tonschilde in der Asche übereinstimmende Einäscherungsnummer, b) Vor- und Zuname, sowie Stand des Verstorbenen, c) Ort, Tag und Jahr seiner Geburt, ck) Ort, Tag und Jahr seines Todes, e) Ort, Tag und Jahr der Einäscherung. 8 7. Die Aschenreste sind in Grab- oder Aschenstätten der städtischen Friedhöfe oder in anderen behördlich genehmigten Be- stattungsanlagen beizusetzen. Die Umleerung der Aschenreste aus dem behördlich verschlos ­ senen Behältnis in ein anderes ist unzulässig. Soweit durch die Verstorbenen oder deren Angehörige nicht an- ders bestimmt ist, erfolgt die Beisetzung dieser Aschenreste nach An- Ordnung des Bestattungsamtes. Personen, welche die Asche in Empfang nehmen, haben darüber eine Bescheinigung auszustellen. 8 8. Im übrigen bleiben für die Feuerbestattung die allge- meinen gesetzlichen und Verwaltungsvorschriften, für die Art der Beisetzung insbesondere die Bestimmungen der Friedhofsordnung und des Bestattungswesens der Stadt Kassel in Geltung. 8 9. Die Gebühr für die Einäscherung einschließlich Tonschild und des für die Aufnahme der Asche bestimmten Metallbehälters beträgt einschließlich Beisetzung in einer Reihenstelle des städtischen Urnenhains 45 Reichsmark, falls die Beisetzung nach außerhalb versandt oder auf eine Familiengrabstätte beigesetzt wird, 40 RM. Für weitere Leistungen findet die Gebührenordnung für De- erdigungen sinngemäß Anwendung. Familien-Begräbnisplätze Geschäftszimmer der Friedhofsverwaltung: Tannenheckev Weg 6. Kassenstunden von 9—13 und 15—17 Uhr. 483. Wegen Erwerbung von Familien-Begräbnisplätzen wende man ich an die Friedhofs-Verwaltung »-»- 483. Geschäftszimmer: taniienhecker Weg 6 (gegenüber der Karolinenstraße). Dienst- funden nur Wochentags, im Sommer von 9—13 und 15—18 Uhr, m Winter bis 17 Uhr. Für die Überweisung von je 2 Gräbern sind je nach Lage der lätze 300—600 RM. an die Friedhofskasse zu entrichten. Einzel- :cllen zum Preise von 75 bis 300 RM. Wenn nach Ablauf von 50 Jahren der Platz für die betreffende TaniiLic erhalten werden soll, dann ist die Hälfte des Betrages zu ntrichten, der zur Zeit der Erneuerung für einen neu zu er- rbenden Familienplatz gleicher Größe auf der betreffenden Ab- eilung zu zahlen ist. Das Beerdigungsrecht steht dem Erwerber für sich, seinen Ehe- atten, seinen Eltern, Voreltern und Schwiegereltern und seinen bkllmmlingen nebst ihren Ehegatten zu. Die Beerdigung anderer onen bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Fried ­ hofsverwaltung. Unverehelichte und verwitwete, einen gemeinsamen Haushalt führende Geschwister können mit Genehmigung der Fried- Hofsverwaltung gemeinsam einen Familienbegräbnisplatz erwerben. Die wiederholte Benutzung der Gräber ist nur nach Ablauf der Verwesungszeit (für Erwachsene 25 Jahre) zulässig. Bei Nicht ­ zahlung des Erneuerungsgcldes erlischt das Recht. Alle Gräber sind nach 8 der Friedhofsordnung ordnungsmäßig herzurichten und zu unterhalten. Geschieht das nicht, ist die Friedhofsver- waltung berechtigt, die Hügel einzuebnen. Denkmäler (auch Holzgrabzeichen), Randsteine und Einfriedi- gungen jeder Art dürfen nur mit Genehmigung der Friedhofs- Berwaltung nach Zahlung der durch den Tarif festgesetzten Ge- bühren errichtet werden. Ausmauerung der Gräber ist unter- sagt. Alle Anträge, auch in Bezug auf die gärtnerische Instand- setzung und Pflege, sind an die Friedhofs-Verwaltung zu richten. Auskunft und Beratung in allen Friedhofs- und Grabmal ­ angelegenheiten ebenfalls dort. Polizei-Verordnungen Meldewesen Auf Grund der 88 6, 12 und 13 der Verordnung über die c!:zeiverwaltung in den neu erworbenen Landesteilen vom . September 1867 (GE. E. 1529), in Verbindung mit dem des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung vom - ouli 1883 (GS. S. 195), dem 8 50 der Ausführungsbestimmung * Einkommensteuergesetz vom 8. Mai 1926 (R. M. Bl. S. 209) cm Artikel III der Verordnung über Vermögensstrafen und «cn vom 6. Februar 1924 (RGBl. S. 44) wird mit Zustimmung Ausschusses für den Regierungsbezirk Kassel nach- rhrnde Polizeiverordnung erlassen: ° § 1. 1. Meldebehörde ist die Ortspolizeibehörde. -- Benehen in einem Ortspolizeibezirk für bestimmte Orts- 'Endige SlIcIbcft^ü 1 bc ^ tcHen ' so gilt als Meldebehörde die örtlich Meldepflicht am Orte des Wohnsitzes oder dauernden Aufenthalts. 8 2. 1. Wer im Bezirke einer Meldebehörde seinen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt nimmt, hat sich und die zu seinem Haus- stände gehörenden Personen, die mit ihm zuziehen, bei der Meldebehörde des Iuzugsortes unter Vorlage eines ihm von der Meldebehörde seines bisherigen Wohnortes erteilten Abmelde- fcheines anzumelden. 2. Unter „dauerndem Aufenthalt" im Sinne dieser Polizei- Verordnung ist ein Aufenthalt von mehr als drei Monaten zu verstehen. 8 3. Wer seinen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt im Bezirke einer Meldebehörde aufgibt, hat sich und die zu seinem Haus-