I. Teil Auszug aus den Bestimmungen über den Bezug von Gas, Wasser und Elektrizität 23 4 ordnungsmäßige, dem Magistrat jederzeit zur Einsicht vor- „liegende Bücher geführt werden, aus denen der jeweilige Bestand und der Verbleib der veräußerten Hunde zu er- - e-n'e'Würfe und Veräußerungen von Hunden an im Stadt- hxzirk wohnhafte Personen innerhalb 8 Tagen beim Magistrat angemeldet werden. Der Magistrat kann aus Billigkeitsgründen in einzelnen Fällen Vermeidung von Härten die Hundesteuer ganz oder teilweise Jeder Besitzer eines steuerpflichtigen Hundes erhält für das laufende Steucrjahr (1. April bis 31. März) bei der ersten Steuer- 1 ,■ t"ng eine Steuermarke, deren Nummer auf der Steuerquittung vermerkt wird. Der Besitzer hat dafür zu sorgen, daß der Hund ^ Steuermarkc das ganze Jahr hindurch in sichtbarer Weise an sick, trägt. Die Steuermarken für Zwingerhunde sind besonders \r,ntli(f) gemacht und werden für alle über 9 Monate alten Tiere ausgegeben. Den Besitzern steuerfreier Hunde wird unentgeltlich eine -tcucrfreimarke ausgehändigt. Wird für eine Marke Ersatz notwendig, so wird gegen Erlegung von 25 NPf. eine andere Marke verabfolgt. Jeder Hauseigentümer oder besten Stellvertreter ist verpflichtet, den städtischen Steueraufsichtsbeamten oder den sonst von der Steuerbehörde beauftragten Beamten auf Nachfrage über die in s om betreffenden Hause oder Gehöft gehaltenen Hunde und deren Besitzer Auskunft zu geben. Einsprüche gegen die Heranziehung zur Hundesteuer sind binnen 4 Wochen nach der Aufforderung zur Zahlung bei dem Magistrat anzubringen. Gegen den darauf ergangenen Beschluß des Magistrats findet binnen zwei Wochen vom Tage der Zustellung an die Klage im Der- waltungsstreitverfahren bei dem Bezirksausschuß zu Kastei statt. Einspruch und Klage haben keine die Zahlung aufschiebende Wirkung. Etcucrrückstände werden im Wege des Verwaltungs-Zwangs- Verfahrens beigetrieben. Hunde, die an einem öffentlichen Ort ohne gültige Steuer- ::,arke angetroffen werden, können durch Beauftragte des Magistrats eingefangen und, wenn nicht innerhalb einer Frist von fünf Tagen von dem Berechtigten die Herausgabe verlangt wird, nach Maß- gäbe der §§ 979 bis 982 des Bürgerlichen Gesetzbuches öffentlich versteigert werden. Wenn der Steuerpflichtige sich innerhalb der Frist von fünf Tagen meldet und die erfolgte Berichtigung der Steuer nachweist, so erhält er gegen Erstattung der Futterkosten, des Fanggeldes und der anderweitig entstandenen Kosten den Hund zurück. Zuwiderhandlungen gegen die durch die Steuerordnung den Beteiligten auferlegten Verpflichtungen werden mit einer Geld- strafe von 1—150 NM. geahndet, sofern nicht nach den bestehenden Gesetzen eine höhere Strafe verwirkt ist. Gegen die Straffestsetzung steht das Recht der Beschwerde an den Negierungs-Präsidenten in Kastei binnen zwei Wochen nach deren Behändigung oder der An- trag auf gerichtliche Entscheidung, welche bei dem Magistrat inner- halb einer Woche nach deren Behändigung zu stellen ist, dem ab ­ straften zu (§ 82 des Kommunalabgaben-Gefetzes und Ausführungs- anweisung dazu Artikel 50). Die in Beziehung auf das Halten von Hunden bestehenden polizeilichen Vorschriften werden durch vorstehende Bestimmungen nicht berührt. 9. Messe- und Weihnachtsmarkttarif. Die Frühjahrs- und Herbstmessen 1932 finden am 7. bis 14. März und 3. bis 10. Oktober, der Weihnachtsmarkt 8 Tage vor Weihnachten statt. Für Mietzins, Wachtgeld und Reinigung bestehen keine festen Sätze. Diese werden den jeweiligen Verhältnisten entsprechend festgesetzt. Nähere Auskunft erteilt das Meßkommissariat, Rat- Haus, Zimmer 75. 10. Tarif für Benutzung des Wochenmarktes in Kassel. A. Für jeden benutzten Quadratmeter mit Ausnahme der unter 8 genannten Verkaufsstände 0,15 N./k. B. Für Fleisch-, Fisch- und Heringsverkaufsstände für jeden benutzten Quadratmeter 0,20 „ C. Für Mengen bis einfchl. einer Traglast 0,10 „ Auszug aus den Bestimmungen über den Bezug von Gas, Wasser u. Elektrizität Die AbgabevonGas,Wasser undelektrischem Strom erfolgt nach den hierfür erlassenen Bestimmungen. Zur Vermeidung wiederholter Straßenaufbrüche ist es erforderlich, daß jeder, der fein Grundstück an die städtische Kanalisation, an Gas-, Wasser- oder elektrische Leitung anschließen will, alle beabsichtigten Anschlüsse möglichst gleichzeitig beim städtischen Tiefbauamt im Rathaus und beim Vorstand der Städtische Werke A.-G., Königstor 7, schriftlich beantragt und die für die Zulassung der Anschlüsse vorgeschriebenen Bedingungen sofort nach erhaltener Aufforderung erfüllt. Erst wenn dieser Vor ­ schrift entsprochen ist, werden Bauamt und Städtische Werke A.-G. die beantragten Anschlüsse ausführen. Vom 1. Dezember bis 1. März werden Straßenaufbrüche zur Verstellung von Versorgungsleitungen nur in Notfällen gestattet. Die Kosten der Hausanschlüsse trägt der Antragsteller. Jede neue Gas-, Wasser- oder Stromleitung sowie jede Er- Weiterung solcher Anlagen wird vor dem Anschluß an das Leitungs- netz geprüft und darf erst nach dieser Prüfung in Betrieb ge- nommen werden. Das Elektrizitätswerk liefert je nach der Lage des Grundstücks Gleichstrom von 2 mal 110 Volt oder Drehstrom von 3 mal 208/120 bzw. 380/220 Volt. Elektrische Anlagen dürfen nur durch die vom Elektrizi ­ tätswerk zugelassenen Installateure hergestellt, verändert und ausgebessert werden; ihre Namen sind Königstor 7 bei der >mnallationsabteilung des Elektrizitätswerks zu erfahren. Um ­ ber Abmeldungen beim Verzug nach auswärts oder innerhalb der ^-'-adt sind rechtzeitig, d. h. spätestens 2 Tage vor Verlassen der "vhnung, dem Vorstand der Städtischen Werke A.-G. zu melden. Werden bei einem Wohnungswechsel Gaslampen und -Kocher kommen, sind die Leitungen alsbald durch Einschraubstöpsel " :CltB gasdicht zu verschließen. Die Abgabe von Gas und Strom erfolgt durch Messer, für die eine Benutzungsgebühr berechnet wird. In geeig- neten Fällen können auch Münzmesser (Automaten) aufgestellt werden. Die B e r e ch n u n g des Gas- und Stromverbrauchs geschieht durch gemeinsame Ablesung und gleichzeitige Erhebung des Betrages. Rückständige Zahlungen sind an die Kasse der Städtische Werke A.-G., Königstor 7, Hofgebäude links, Erdgefch., zu leisten. Der Wasserverbrauch wird durch Wassermesser er- mittelt und dem Grundstückseigentümer, der für das Wassergeld haftbar ist, in Rechnung gestellt. Die Rechnungsbeträge werden durch Erheber eingeholt. Rückstände find an die Kasse Königstor 7 zu zahlen. Der Grundstückseigentümer ist berechtigt, die zu zahlen ­ den Beträge auf die Mieter umzulegen. Der Wasserpreis beträgt zur Zeit 25 Pfg. je cbm. Die Gas- und Strom tarife find nachstehend abgedruckt. Zahlungen an die Kasse der Städt. Werke A.-G. können in bar, durch Banükberweisung, sowie durch Einzahlung oder über- Weisung aus P o st s ch e ck k o n t o Frankfurt a.M. Nr. 10709 erfolgen. Stromtarife. 1. Allgemeiner Tarif: a) Lichtstrom . ... 45 Pf. je Kw.St. b) Kraftstrom .... 23 Pf. je Kw.St.