18 Standesamtliches I.Teil Türme der St. Martinskirche. Herrliche Aussicht, täglich zugänglich Martinskirche erbaut etwa feit 1300. Denkmäler. a) Denkmal des Landgrafen Friedrich II. auf dem Friedrichsplatz; b) Denkmal des Landgrafen Karl auf dem Karlsplatz; c) Hessendenkmal zur Erinnerung an die Opfer der französischen Fremdherrschaft in der Karls-Au unterhalb der „Schönen Aussicht"; >l) Auetor am Juftizgebäude; a) Schomburgdenkmal am Ständeplatz; k) Spohrdenkmal, gegenüber dem Friedrichsplatz; g) Möllerdenkmal vor der Bildergalerie, in der Straße zur Schönen Aussicht; h) Denkmal der Einigung Deutschlands am Wilhelmshöher Platz; i) Denkmal Philipp des Großmütigen auf dem St. Martinsplatz; k) Papinbrunnen vor dem Naturalien-Mufeum, Steinweg; l) Bücherwurm-Brunnen (Murhardbibliothek); m) Hessische Kriegcrehrung, stimmungsvolle Terrassenanlage von der Schönen Aussicht zur Karlsau, zur Erinnerung an die Opfer des Weltkrieges 1914/18; n) Löwenbrunnen auf dem Friedrich-Wilhelms-Platz; o) Fischbrunnen in der Unteren Karlsstraße; i>) Zaitenstock, untere Fuldagasse, Wahrzeichen des tausend ­ jährigen Kassels. Die Karlsau, 150 ba großer Hochwaldpark mit prächtigem und sel ­ tenem Baumbestand. Von Landgraf Karl nach den Plänen des berühmten französischen Gartenkünstlers Lenütre ange ­ legt und von Landgraf Wilhelm IX. zu dem heutigen Natur ­ park umgeschaffen. Hier das Orangerieschloß, das Marmorbad, der Auteich mit tempelgeschmückter Insel, sowie die Insel Siebenbergcn. Am westlichen Ende befindet sich die Kunst ­ akademie, in der Nordecke die Hessenkampfbahn. Hessenkampfbahn o-*. Naths. In der Voraus am Fuldaufer zwischeu Orangerieschloß und Negierungsgebäude gelegen. Borfüh- rungsstätte großer sportlicher Veranstaltungen und Ubungs- stätte für Rasenspiele und Leichtathletik. 2000 Sitzplätze und 10 000 Stehplätze, 2 Sporthäuser mit Dusch-, Wasch- und Um ­ kleideräumen, Konferenzzimmern, Sanitäts- u. Geräteräumen. 15 000 qm große Rasenfläche mit Sprung- und Wurfgruben, eine 6 m breite und 500 m lange Aschenrundbahn und eine 6 m breite Hundcrtmeterlaufbahn. Besichtigungszeiten: Mittwoch von 17—19 u. Sonnabend von 11—13 Uhr. Anfragen an das städtische Wohlfahrtsamt, Abteilung Jugendamt Rathaus Zimmer 163. Park Schönfeld mit Schlößchen unweit von Niederzwehren an der Frankfurter Straße gelegen, einst Schauplatz prunkvoller Gartenfeste, ist in den letzten Jahren zu einem idyllen Schmuck ­ stück umgewandelt worden. Wilhelmshöhe. Das Schloß nimmt mit seiner großartigen Ein ­ richtung, vielfachen geschichtlichen Erinnerungen, seiner wunderbar schönen Umgebung, seiner herrlichen Anlagen in dem weiten Gebirgspavk und namentlich seiner welt ­ berühmten Wasserkünste unter allen Fürstenschlössern im Deutschen Reiche unbestritten eine der hervorragendsten Stellen ein. Eine solche Fülle des Schönen, eine solche Mannigfaltigkeit der Bilder vermag nicht leicht ein zweiter Ort auszuweisen. Erbaut 1786—1798. Besichtigung: Ein ­ gang unter den Säulen (Herkulesseite) April bis September 10—18 Uhr; März und Oktober 10—17 Uhr; November bis Februar 10—16 Uhr. Letzte Führung etwa 40 Minuten vor Schluß der Besichtigungszeit. Die Besteigung des Riesenschlosses (Oktogon) und des Herkules (596 m über dem Meeresspiegel) bietet die großartigsten Eindrücke. Das einzigartige Bauwerk mit seinen riesenhaften Ausdehnungen und seiner wunderbaren Glie ­ derung, die zauberhafte Rundsicht, die man von hier aus genießt, sind von überwältigender Wirkung. Erbaut 1701 bis 1714. Die Wasser springen in der Zeit vom ersten Sonntag des Mai bis Anfang Oktober an allen Sonntagen und an jedem Mittwoch, sowie am Himmelfahrtstage und am ersten und zweiten Pfingstfeiertage von V/> Uhr an, und zwar mit den Kaskaden anfangend, und von etwa 20 zu 20 Minuten auf die folgenden Wasserfälle übergehend. Es er ­ gibt sich dadurch nachstehende Reihenfolge: 1) die großen Kas ­ kaden am Riesenschloß, 2) der Steinhöfersche Wasserfall, 3) die Teufelsbrücke, 4) der Aquaedukt, 5) die große Fontaine (50 m Hochs, 6) der neue Wasierfall. — Mittwoch nachmittags spielen die Wasser mit Ausnahme der großen Kaskaden und des neuen Wasserfalls. Sie beginnen daher 3% Uhr am Steinhöferschen Fall. Die L ö w e n b u r g, erbaut 1793—1802, sehenswert mit ihren Sammlungen von alten Gefäßen, Gemälden, Gobelins, Waffen usw. — Grabkapelle Kurfürst Wilhelms I. — Herrliche Aussicht von der Plattform des Turmes. — Eintrittskarten beim Schloßverwalter. Besichtigungszeit: April bis Sep ­ tember 10—18 Uhr; März und Oktober 10—17 Uhr; No ­ vember bis Februar 10—16 Uhr. Letzte Führung etwa 30 Minuten vor Schluß der Besichtigungszeit. Preußisches Staatliches Theater, Friedrichsplatz 15. e-« 319, 223. Intendant: Max Berg-Ehlert. — Gespielt wird während des ganzen Jahres mit Ausnahme der Eommerferien (von Mitte Juli bis Ende August). Beginn der Vorstellungen um 19% oder 20 Uhr. Außerdem finden jährlich 7 Konzerte in der Stadthalle statt. Der Eintrittskartenverkauf findet an den Wochentagen von 11—14 Uhr, und an Sonn- und Feiertagen von 11—13 Uhr an der Kasse des Staatstheaters, Eingang Friedrichsplatz, statt. An den Wochentagen werden in den Vor ­ verkaufsstunden Eintrittskarten — mit Ausnahme derjenigen für die Galerie — für 3 Tage ausgegeben. An Sonn- und Festtagen findet ein Vorverkauf für andere Tage nicht statt. Eintrittskarten für die Galerie kommen in der Regel nur am Tage der Vorstellung zum Verkauf. Amtliche Verkaufsstellen: Firma Rudolf S ch l u n k Ob. Königsstr. 28 (Ecke Friedrichs ­ platz), Firma Arthur W e r t h e i m Ob. Königsstr. (Ecke Königsplatz), Firma Leonhard T i e tz A.-G. (Warenhaus) Ob. Königsstr., Dreist & Munkel, Hohenzollernstr. 57 und Hans Echaub, Albrechtstr. 35. Der Verkauf der Ein ­ trittskarten erfolgt nur an Wochentagen und zwar in derselben Weise wie an der Theaterkasse für 3 Tage. Schluß des Verkaufs eine Stunde vor Öffnung der Abendkasse. Konzerte. a) In der S t a d t h a l l e, veranstaltet vom Staatlichen Theater, ausgeführt durch das Theaterorchester. b) Konzertdirektionen:R. Friedr. Iunghenn (A.Frey- schmidt) Eeidlerstraße j«* 6138; Heinr. Reinhold, untere Karlsstraße 16 3393; Walter Simon, Ständeplatz 13 ^ 1194 und E. Scharwenka, Hohenzollernstr. 26 3556. Lichtspiel-Theater: Apollo-Theater, Bremer Straße 7. — Capitol- Lichtspiele, Wilhelmsstr. %. — Chasalla-Lichtspiele, Wil- helmsstr. 2%. — Kino des Westens, Hohenzollernstr. 23. — Metropol-Theater, unt. Königsstr. 64. — Palast-Theater, Bahnhofstr. 24. — Ufa-Lichtspiele, obere Königsstr. 32. — Odeon-Lichtspiele, Holländ. Str. 33/35. Standesamtliches Standesämter I und II, Rathaus. Zimmer 52 Rathaus 176 In Eilfällen außerhalb der Geschäftsstunden 6875. Sprechstunden: Geburten und Sterbefällc: Täglich von %9—%1 Uhr und von 3—%6 Uhr. Aufgebotsanträge: Montag, Dienstag, Donnerstag u. Freitag von 9—12 Uhr. Eheschließungen finden statt: Mittwoch und Sonnabend vorm. In Ausnahmefällen auch an anderen Wochentagen. Sonntag ist das Standesamt geschloffen. Für Eilfälle (Sterbefällc, Totgeburten u. Eheschließungen bei lebensgefährlicher Erkrankung) ist an Feiertagen, die nicht auf einen Sonntag fallen, von 9 Uhr an geöffnet.