1. Teil Städtisches Flußbad in der Fulda Städtische Desinfektionsanstalt Bestattungswesen 25 Städtisches Flußbad in der Fulda Auedamm S'A 3924. 10 000 qm Wasserfläche, 25 000 qm Wiesenfläche. Wirtschaftsbetrieb im Hauptgebäude. Öffnungszeit: 15. Mai bis 15. September an Werk- und Festtagen von morgens 7 Uhr bis abends zur Dämmerung. Abteilungen: Schülerbad, Herrenbad, Familienbad, Damenbad, Schülerinnenbad. Besondere Einrichtungen für Schwimmunterricht. Auskleidehallen und Einzelzellen zum Auskleiden. Besondere Einrichtungen für Kleiderverwahrung. Preise: Einzelbad ohne Benutzung einer Auskleidezelle . . 0,15 Mk. Dutzendkarte ohne Benutzung einer Auskleidezelle 1,50 „ Dauerkarte „ „ ,, „ 4,— „ Einzelbad mit Benutzung einer Auskleidezelle . . 0,50 „ Dutzcndkarte mit Benutzung einer Auskleidezelle 5,— „ Dauerkarte „ „ „ „ 12,— „ Leihwäsche 0,10 bis 0,30 „ Dutzcndkarte für Aus- u. Ankleidczclle mit Klcider- verwahrung 3,50 „ Dauerkarte für Aus- u. Ankleidezclle mit Kleider- vcrwahrung 8,— „ Einzclkarte für Aus- u. Ankleidczclle mit Klcider- verwahrung 0,35 „ Städtische Desinfektionsanstalt Desinfizierung von Kleidungs st ücken, Möbeln allerArtundWohnrSumcn, desgleichen Reinigung von Wohnungen von Ungeziefer, insbesondere Wanzen. Die Anmeldungen haben bei der Desinfektionsanstalt, Rürn- Zimmer 5 stattzufinden, die auch jede gewünschte Auskunft zur berger Str. 1 ►*> 429 oder im Gesundheitsamt, Rathaus, Erdgefch., Sache erteilen.- Bestattungswesen Städtisches Bestattungsamt: Rathaus, Zimmer 48b. x Rathaus und m 5018 In Eilfällen außerhalb der Geschäftsstunden r-« 6875 Dienststunden: Bon 8-^.1 und von 3—^6 Uhr. An Feiertagen, a) Beer Was hat bei Eintritt eines Sterbefallcs seitens der Hinterbliebenen zu geschehen? Erster Gang: Zum B e st a t t u n g s a in t, das die Leichenbesichtigung durch den Arzt veranlaßt und Zeit und Stunde der Bestattung nach Vereinbarung mit dem zuständigen Pfarrer festsetzt. Hierbei zugleich: Anmeldung des Sterbefalles beim Standesamt zur Beurkundung. Anzeigepflichtig ist das Familienhaupt oder der Wohnungsinhaber'. Weife Dich über deine eigene Person durch Urkunde aus und lege Personenstands- Urkunden des Verstorbenen vor (Geburtsurkunde, Ehcschließungs- bescheinigung, Taufschein, Familienbuch). Das Standesamt stellt eine Sterbeurkunde in mehrfacher Ausfertigung für Kirche, Krankenkasse, Lebensversicherung usw. auf Antrag aus. Zweiter Gang: Zum Sargliefcranten zwecks Beschaffung des Sarges. Dritter Gang: Zur Friedhofsverwaltung für den Fall, daß der Erwerb eines Familicnplatzes beabsichtigt wird. Auf Grund der §§ 13 u. 61 der Städteordnung für die Provinz Hessen-Nassau vom 4. August 1897 ist nachstehendes Ortsstatut erlassen: 8 1. Das Beerdigungswesen untersteht als Gcmeindeanstalt ausschließlich der Verwaltung der Stadt Kassel. Die mit dem Beerdigungswesen verbundenen Dienstgeschäfte und Obliegen ­ heiten werden von einer städtischen Dienststelle, dem B e - st a t t u n g s a m t, wahrgenommen. Die Aufsicht über das Be ­ stattungsamt führt der Magistrat der Stadt Kassel. 8 2. Dem Bestattungsamt liegt die Besorgung aller mit der Beerdigung verbundenen Geschäfte ob, wenn die Person auf einem der zur Stadt Kassel gehörigen Friedhöfe beerdigt werden soll. Auch die Überführung von Leichen nach den hiesigen Bahnhöfen ist Sache des Bestattungsamtes, das auch bei Über ­ führung von Leichen nach benachbarten Orten in Anspruch ge ­ nommen werden kann. Die Überführung nach den Friedhöfen und den städtischen Leichenhallen, sowie nach den Bahnhöfen darf n u r mittels der städtischen Leichenwagen geschehen. Hiervon ausgenommen sind die polizeilich aufgehobenen Leichen, die Leichen von Kindern, diese nur, wenn ihre Überführung nach dem Friedhofe durch die Totenfrau ohne Benutzung des städtischen Leichenwagens ausgeführt werden kann, die Leichen der im 8 3 genannten Personen und die ­ jenigen Leichen, bei denen der Magistrat die Überführung in anderer die nicht auf einen Sonntag fallen, von 8- 10. Sonntag geschlossen. d i g u n g. geeigneter Weise infolge außergewöhnlicher Umstände (Epidemien, Nähe des Friedhofes usw.) zugelassen hat. 8 3. Die Tätigkeit des Bestattnngsamtcs erstreckt sich regcl- mäßig nicht auf Sterbefälle folgender Personen: 1. der Offiziere, Sanitätsoffiziere und Mannschaften des Reichs- Heeres, 2. der Israeliten, 3. derjenigen Strafgefangenen und Hingerichteten Personen, deren Leichen auf Anordnung des Gerichts zu Wissenschaft- lichen Zwecken nach einer Universität überführt werden, 4. der in hiesigen Krankenanstalten aufgenommenen Ortsfremden wenn sie nicht auf einem zur Stadt Kassel gehörigen Fried ­ hofe beerdigt oder nicht nach einem hiesigen Bahnhöfe über ­ führt werden. Doch kann auch in diesen Fällen das Bestattnngsamt in Anspruch genommen werden. 8 4. Alle im Stadtbezirk vorkommenden Stcrbefälle mit Aus- nähme der im 8 3 unter 1—4 aufgeführten, find bei dem Be- ftattungsaint sofort und spätestens an dem auf den eingetretenen Tod nächstfolgenden Tage anzuzeigen. Zur Anzeige verpflichtet ist derjenige, der nach 8 37 des Ge ­ setzes über die Beurkundung des Personenstandes und die Ehe ­ schließung v. 6. Febr. 1875 gehalten ist, dem Standesbeamten den Sterbefall anzuzeigen. Bei Sterbefällen in öffentlichen Kranken-, Gefangenen- und ähnlichen Anstalten, sowie in Kasernen liegt die Anzeigcpflicht dem Vorsteher der Anstalt oder dem von der zu- ständigen Behörde ermächtigten Beamten ob. 8 5. Unter Aufhebung der bisherigen Einteilung der Be- erdigungen in drei Klassen werden die Beerdigungsgebühren und -kosten auf Grund einer Gebührenordnung erhoben, deren Sätze von der Stadtverwaltung bestimmt werden. Die Einziehung erfolgt durch das Bestattungsamt. 8 6. Die zur Ausführung dieses Ortsstatuts erforderlichen Be- stimmungen werden, soweit sie den Dienst des Bcstattungsamts regeln, durch eine von den städtischen Körperschaften zu erlassende Verwaltungsordnung und, soweit sie Zuwiderhandlungen gegen den 8 2 Absatz 2 sowie 8 4 verhindern sollen, durch Polizciverordnung getroffen. Rach den Bestimmungen über die Benutzung der städtischen Leichenhallen auf den Friedhöfen ist das Offnen der Särge daselbst nur nach Einholung einer besonderen Erlaubnis gestattet.