20 Flächenangaben Höhenangaben Städtische indirekte Steuern 1. Teil Flächenangciben Flächeninhalt des Stadtbezirks Kassel einschlicßl. Wehl- Heiden 2156 ha, Wahlershausen 586 ha, Kirchditmold 278 ha, Rothenditmold 306 ha, Bettenhausen 597 ha, Fasanenhof 142 ha, zusammen: 4065 ha. Friedrichsplatz: Länge mit den Straßen 324 m, ohne Straßen 278 m, Breite mit Straßen 152 m, ohne Straßen 110 m, Flächeninhalt mit Straßen 492,5 ar, ohne Straßen 305,8 ar. Königsplatz: Durchmeffer mit Straßen 130 m, ohne Straßen 100 m, Flächeninhalt mit Straßen 132,7 ar, ohne Straßen 78,5 ar. — K a r l s a u e (einschließlich rund 18 ha Wasserfläche) 150 ha. Höhenangaben Fuldaspiegel 136 m, Friedrichsplatz 162 m, Oktogons 525 m, Scheitel des Herkules 596 m über Bah n Hof 183 m, Wasserbehälter« ufdemKratzen- Normal Null, d. h. über dem Mittelwasier der Nordsee, berg 211 m, Wilhelmshöher Schloß 287 m, Fuß des Städtische indirekte Steuern Verwaltung: Stadt-Steueramt. Geschäftsstelle: Rathaus, Erdgeschoß. Eingang FUnffensterstraße. j-< Rathaus-Vermittlung. 1. Bier- und Essigsteuer. Die Versteuerung des von auswärts in den Stadtbezirk ein ­ gehenden sowie des innerhalb des Stadtbezirks bereiteten Bieres, Essigs, Essigsprits, Essigessenz hat bei dem Stadtsteueramt, Rat- Haus Zimmer 23, zu erfolgen. Es beträgt: 1. Die Biersteuer 2 R./k je hl, jedoch nicht mehr als 7% des Herstellerpreises; 2. die Verbrauchsabgabe vom Essig mit einem Gehalt von 5 v. H. wasserfreier Essigsäure für 1 Liter 1,3 Neichspfennig. Der Empfänger der mit der Post eingehenden steuerpflichtigen Sendungen ist zur unverzüglichen Versteuerung beim Stadt-Steuer- amt verpflichtet. Einbringer und Empfänger haften gemeinsam für die Steuer. Unterlassene Anmeldungen werden bestraft. Die nach Abs. 3 sich ergebende Steuer erhöht sich bei einem für die Steuerberechnung maßgebenden Zeitraum bis zu 1 Jahr „ „ 2 Jahren 3 4 5 um 30 v. H „ 25 v.H „ 20 v. H „ 15 v. H „ 10 v. H mit der Maßgabe, daß die Steuer 30 v. H. des Wertzuwachses nicht übersteigen darf. Der Steuersatz (Abs. 2 und 3) ermäßigt sich für das 7. und jedes vollendete weitere Jahr um je 1 v. H. Die zu erhebendeil Steuerbeträge werden auf volle Reichsmark nach unten abgerundet. 3. Grunderwerbssteuer. An Grunderwerbssteuern werden vom 1. 4. 1927 ab 3 Prozent Reichssteuern und 2 Prozent Gemeindezuschläge erhoben. 2. Wertzuwachssteuer. Bei Verkauf von Grundstücken, deren Erwerb in der Zeit nach dem 31. Dezember 1918 erfolgt ist, wird eine Wertzuwachssteuer erhoben. Die Steuer beträgt 30 v. H. des Wertzuwachses, wenn die Ver- äußerer oder ihre Rechtsvorgänger das Eigentum an dem Grund- stück in der Zeit vom 1. Januar 1919 bis 31. Oktober 1923 er ­ worben haben. Für die übrigen Wertzuwachssteuerfälle beträgt die Steuer 10% des Wertzuwachses bei einer Wertsteigerung bis einschließlich 30 v. H. des Erwerbspreises zuzüglich der Anrechnungen 11 v. H. bei einer Wertsteigerung von 30 bis ausschl. 55 v. H 12 v. H. „ ,, „ „ 55 „ „ 80 v. H 13 v. H. „ „ „ „ 80 „ „ 105 v. H 14 v. H. „ „ „ „ 105 „ 125 v. H 15 v. H. „ „ „ „ 125 „ 145 v. H 16 v. H. „ „ „ „ 145 „ „ 165 v. H 17 v. H. „ „ „ „ 165 „ 180 v. H 18 v. H. „ ,» „ „ 180 „ 190 v. H 19 v. H. „ ,, „ „ 190 „ „ 200 v. H 20 v. H. „ „ „ „ 200 „ „ 210 v. H 21 v. H. „ „ „ „ 210 „ „ 220 v. H 22 v. H. „ „ „ „ 220 „ „ 230 v. H 23 v. H. „ „ „ „ 230 „ „ 240 v. H 24 v. H. „ „ „ „ 240 „ „ 250 v.H 25 v. H. „ „ „ „ 250 „ 260 v. H 26 v. H. „ „ „ „ 260 „ „ 270 v. H 27 v. H. „ „ „ „ 270 „ 280 v. H 28 v. H. „ „ ,, „ 280 „ „ 290 v. H 29 v. H. „ „ „ „ 290 „ 300 v. H 30 v. H. „ n » „ 300 v. H. und mehr. 4. Vergnügungssteuern. 81. SteuerpflichtigeVeranstaltungen. Alle im Stadtbezirke veranstalteten Vergnügungen unterliegen einer Steuer nach den Bestimmungen dieser Steuerordnung. Als steuerpflichtige Vergnügungen im Sinne des Abf. 1 gelten insbesondere folgende Veranstaltungen: 1. Tanzbelustigungen, Kostümfeste, Kostümbazare, Maskenbälle, Narrenabende, Rummelplatzveranstaltungen: 2. Volksbelustigungen, wie Karusselle, Velodrome u. dergl., Schaukeln, Rutsch- und ähnliche Bahnen, Hippodrome, Schieß ­ buden, Geschicklichkeitsspiele, Würfelbuden, Veranstaltungen zum Ausspielen von Geld oder Gegenständen, Glücksräder, Schaustellungen jeglicher Art sowie Ausstellungen u. Museen, soweit sie Erwerbszwecken dienen, Figuren-Kabinette, Pano ­ ramen, Panoptiken, Vorführungen abgerichteter Tiere, Me ­ nagerien, Vorführung eines Kasperletheaters auf Messen und Rummelplätzen u. dergl., 3. Zirkus-, Spezialitäten. Variötö-, Tingeltangel-Borstellungen, Kabarette; 4. Vorrichtungen zur mechanischen Wiedergabe musikalischer Stücke oder Deklamationen; 5. Rundfunkempfangsanlagen; 6. sportliche Veranstaltungen; 7. Vorführung von Licht- und Schattenbildern, soweit sie Er- werbszwecken dienen. Puppen- und Marionettentheater: 8. Vorführung von Bildstreifen; 9. Theatervorstellungen, Ballette; 10. Konzerte und sonstige musikalische und gesangliche Auffüh ­ rungen, Vorträge, Vorlesungen, Deklamationen, Rezitationen, Vorführung d. Tanzkunst, Vereinsunterhaltungen, Kommerse und dergleichen.