7. Die Friedhofsbauten Pliol. Roemrr &- (Elf., ttasi»! Höhenlage und gärtnerischer Ausstattung neu zu ge ­ stalten sein, ebenso wie die Anlagen vor dein Re ­ gierungsgebäude mit einer neuen Bebauung des Kriegs ­ schulgrundstücks schöner imb zweckvoller herzurichten sind. An Stelle der hier völlig aus dem Stadtbilde verschwundenen Rennbahn eine gleich glänzende städte ­ bauliche Leistung eiitzufügen, wird eine der bedeutungs- vollsten, aber auch schwierigsten Bauaufgaben unserer Zeit im alten Kassel werden. Man wird diese Leistung in Bergleich setzen zu der herrlichen Anlage der Schönen Aussicht mit der langen Reihe der auf Feritsicht be ­ rechneten wundervollen Schlösser und schloßcntigen Häuser und als Fortsetzung bis zum Regierungs ­ gebäude ein Gegenstück gleicher Größe und Schönheit erwarten. Es soll eine einzige große architektonisch hervorragende Linie vorn Regierungsgebäude bis zu dem ben Schlußpunkt am westlichen Ende bilbenben runden Empiretempelchen, der in allerletzter Zeit durch die Verbreiterung der Frankfurter Straße viel mehr zur Geltung gekommen ist und eine wesentliche Be ­ reicherung des Straßenbildes der Frankfurter Straße darstellt, werden. Wie neue Reize aus vorhandenen alten Straßen ­ bildern herausgeholt werden können, dafür bietet die Altstadt und Oberneustadt ein treffliches Beispiel. Das malerische lebhafte Bild der Altstadt ist durch frische frohe Farbgebungen und durch Freilegung der alten Fachwerke in einer ganzen Reihe von Straßen zu neuer Wirkung gebracht worden. Form und Wert dieser alten handwerklichen Schönheiten ist wieder zu Ehren gekonnnen. Das Beispiel, das die Stadt durch finanzielle Unterstützung am Altmarkt gegeben hat, wird zu weiteren Erneuerungen anregen. Zm Gegen ­ satz zu der farbfrohen Erscheinung der Altstadthäuscr sind in der öberneuftslbt die schlichten, großflächig wirkenden Hausfassaden nach einheitlichem Plane viel ­ fach durch reine volle Farbtöne erneuert worden, wobei meist die Grundflächen mit lichten, die Architekturen mit schweren Tönen behandelt sind. Durch das Vor ­ herrschen eines grau oder gelb abgetönten Weiß für die Flächen der Fassaden sind die Architekturen der Oberneustadt vielfach zu feinster Wirkung gebracht worden. Verbesserungen der Straßen- und Platzbilder stehen aber auch in den neueren nach 1860 entstandenen Stadtteilen in Aussicht. Der Standpunkt, daß man sich um die Verbesserung dieser Stadtteile, die in der Zeit des Nachlassens baukünstlerischer Kultur entftmi* denen sind und städtebauliche Zusammenhänge fast ganz vermissen lassen, nicht zu kümmern braucht, kann nicht gelten. So soll bekanntlich der Bahnhofsplatz einer neuen Gestaltung entgegengesührt werden. Ebenso schweben Pläne über die Umgestaltung des Luther- platzes, des Rathenauplatzes u. a. mehr. Durch die neue Bauordnung ist auch vorgesehen, daß künftig bei der äußeren Gestaltung der baulichen Anlagen auch in diesen Stadtteilen zu berücksichtigen ist, daß sie nicht nur eine das einzelne Baugrundstück berührende persönliche Angelegenheit des Bauherrn ist, sondern daß sie stets auch als Bestandteil einer größeren Ein-