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Die Zahl und Bedeutung der im Adreßbuch an verschiedenen lollen aufgeführten Berufs- und Fachverbände beweist schon, daß das Cassel von heute mit Jnem Wirtschaftsgebiet bei der Ordnung der deutschen Wirtschaftsverfassung eine seiner i enart und Selbständigkeit entsprechende Behandlung zu fordern berechtigt ist. Es kann nicht Aufgabe dieses einführenden Aufsatzes sein, Aufzählungen der In ­ dustrien, kleingewerblichen und Handelsunternehmungen zu bringen, die sich in den ent ­ sprechenden Abschnitten des Nachschlagewerkes wiederholen würden. In diesem Zusainmen- f,j Hg können vielmehr nur Streiflichter geworfen werden auf Unternehmungen und Zusammen ­ schlüsse, die dem Casseler Wirtschaftsleben eine besondere Note geben. Nur bei der Kkomotivfabrik H ens c hei & Sohn ist mit Rücksicht auf die überragende Bedeutung d eses Betriebes für die Entwicklung unseres Gemeinwesens eine Ausnahme wohl zulässig. Der Ursprung des Werkes geht bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts zurück und stützt sich auf Glockengießerei und Stückgußherstellung. Nach und nach wurde die Bearbeitung von Schwermetall und der Maschinenbau aufgenommen, bis sich die Anlage zu der ersten Spezialfabrik des Kontinents für Lokomotivbau der verschiedensten Typen entwickelte. Im Herbst 1928 konnte die 20 000. Lokomitive das Werk verlassen. Das Casseler Unternehmen hat mit seinen auswärtigen eigenen oder in Interessengemeinschaft mit ihm verbundenen W. rken und Gruben auch bei den Zusammenschlußbestrebungen ’ in den deutschen Montan- |d Eisenkartellen sich maßgebenden Einfluß zu sichern verstanden. Infolge der Kohlennot die Braunkohle des Casseler Beckens, die von Industrie und Hausbrand vor dem Kriege irk vernachlässigt war, wieder so zu Ehren gekommen, daß sie jetzt das Rückgrad der Irsorgung bildet. Namentlich gewerbliche Heizungsanlagen sind auf den Verbrauch von ^heimischen Kohlen umgestellt worden. Da auch aus dem übrigen Deutschland die Nach- nach diesem Brennstoff infolge des Rückgangs in der Steinkohlenbelieferung ständig ist die Leistungsfähigkeit der Zechen unseres Reviers um das Vielfache der Friedens- (derung gesteigert worden. In Verbindung mit den Wasserkräften der Edertalsperre und Ausbau befindlichen Fuldastauanlagen ward das reiche Braunkohlenvorkommen der Clsseler. Umgegend die elektrische Stromversorgung eines großen Teils von Mittel ­ deutschland demnächst sicherstellen. Die wirtschaftlichen Zweckverbände für die Gewinnung und Verteilung der Braunkohle und der elektrischen Energie haben in Cassel naturgemäß ihrju Verwaltungssitz genommen. Als weitere wichtige Bodenschätze, die im Casseler Wirt ­ schaftsgebiet gewonnen werden, sind zu nennen: Farberde (Abart der Braunkohle), Ton ­ schwerspat und Basaltsteine, die an Ort und Stelle verarbeitet und zum Teil sogar übter das Meer versandt werden. Dieses gilt besonders von einem für die landwirtschaftliche Produk- tio ns! örderung unentbehrlichen Bodenprodukt, dem Kali. Sind dessen Gewinnungsstätten zwar etwas abseits gelegen, so hat doch Cassels günstige Lage den größten deutschen Kali- kon^jprn zur Niederlassung veranlaßt. I Neben dem Lokomotivbau hat sich in Cassel die Herstellung anderer Verkehrs- jnd Transportmittel in bemerkenswerter Spezialisierung entwickelt. Die Unter ­ nehmungen zum Bau von Eisenbahnwagen, Feldbahngleisen, Transportwagen, Krananlagen und Klebezeugen seien in diesem Zusammenhang genannt. Müllereimaschinen und Schlacht- hufejnrichtungen sind als weitere Sonderfabrikate unserer Metallindustrie ebenso erwähnens ­ wert wie die Verarbeitung von Eisen und Stahl zu Federstahl, Metallschläuchen und land- rtschaftlichen Maschinen. Die älteste, noch heute blühende Industrie Cassels, die ihre AnBgungen aus den naturwissenschaftlichen Studien der hessischen Landgrafen gewonnen hat, befaßt sich mit der Herstellung von wissenschaftlichen Instrumenten für chemische undl physikalische Zwecke. Eigene Wege ging die Casseler Industrie, die in ihrem Wfain als verarbeitende angesehen werden" muß, auch in der Erzeugung pharma ­ zeutischer und medizinischer Bedarfsartikel, die bis in die entfenitesten Erd ­ teile versandt werden. Die Verarbeitung von Farberde bildet die Grundlage der Farben- n ■ Lackfabrikation, ebenso wie das reiche Holzvorkommen die Voraussetzung für ochentwickelte und stark spezialisierte Holzverarbeitung geschaffen hat. Casseler ^Ite und Pfeifen sind weltbekannte Exportartikel; die deutsche Zündholzindustrie wird im wesentlichen durch die hier bestehenden großen Fabrikationsunternehmungen und deren Kartelle beherrscht. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hat sich an der Fulda besonders ein Industriezweig eingebürgert, der eine überragende Bedeutung erlangt hat, die Herstellung von Segeltuchen aller Art für technische und militärische Zwecke. Die * n fassei gegründeten Unternehmungen haben nicht nur in der näheren Umgebung, sondern auch im übrigen Deutschland zahlreiche Niederlassungen ins Leben gerufen. Die Textil- ve l a rbeitung hat verschiedene Sonderzweige in Cassel herausgebildet wie Wollwäscherei und -Färberei. Nennenswert ist auch die Verarbeitung von Leder zu den verschiedensten Gelrauchsgegenständen. Das industrielle Gesamtbild unserer Stadt wäre unvollkommen, würde mar nicht wenigstens noch auf die Betriebe der Nährmittelindustrie, Papier Ver ­ arbeitung, sowie Buch- und Steindruckerei verweisen. Für alle diese privat-