18 Städtische indirekte Steuern. Teil I. und dergl.), unterliegen einer Steuer in Höhe von 10°/o des bezahlten Preises, mindestens aber von 50 Pfg. Beim Vorveikauf von Eintrittskarten zu ermäßigten Preisen wird die Steuer nach dem vollen Tageskassen preise berechnet. Sofern jedoch die Zahl der Veranstaltungen, zu deren Besuch die Eintrittskarten berechtigen, und die Zahl der Personen, die durch die Eintrittskarten zum Eintritt in eine Veranstaltung be ­ rechtigt sind, eine fest bestimmte ist, darf die Steuer nie mehr als die Summe der nach § 2 für entsprechende Einzolkarten zu berechnenden Sätze betragen. Unentgeltlich ausgegebone Eintrittskarten sind von der Steuer befreit. § 5. 1. Die näheren zur Durchführung der Eintrittskartensteuer erforderlichen Vorschriften erläßt der Magistrat. 2. Über die täglich entgeltlich oder unentgeltlich ausgegebenen Eintrittskarten aller Art (Tageskarten, Dutzendkarten, Abonnemontskarten usw.) jst in der vom Magistrat vorgeschriebenen Form mit der städtischen Ilebestelle abzurechnen. Wird hierbei die für die Höhe des städtischen Steueranspruchs maßgebende Anzahl der ausgegebenen steuerpflichtigen Eintrittskarten nicht nachgewiesen, so wird die für die betreffende Veranstaltung zu entrichtende Steuer durch den Magistrat in einer Gesamtsumme innerhalb der Grenzon von 20 Mark bis 200 Mark festgesetzt. 3. Der Steuerpflichtige ist gehalten, dem Magistrat zur Prüfung der richtigen Ab ­ führung der Steuer jederzeit Einsicht in seine Bücher zu gestatten. 4. Stouerbeträge, die für eine nicht zustando gekommene Veranstaltung an die Stadtkasse abgeführt sind, werden dem Unternehmer zurückerstattet. b) Lustbarkeitssteuer. § 6. Im Bezirke der Residenzstadt Cassel sind für öffentliche Lustbarkeiten, soweit nicht Eintrittskartenbesteuerung Platz greift, nachstehende Steuern für jeden Tag zu entrichten, und zwar: I. Für die Veranstaltung von Tanzbelustigungen, Narrenabonden, Karnevalssitzungen, Kostümbazaren, Kostümfesten und dergl., sowie von Gesangs- und deklamatorischen Vorträgen, Schaustellungen von Personen und ähnlichen Darbietungen, boi denen ein höherers Intoresso der Kunst und Wissenschaft nicht obwaltet (Variote-, Spozialitäton-Vorstollungen u. dergl.), 1 . in Räumen bis ZU 50 qm Grundfläche 2 M. 2. 77 71 77 77 100 77 77 4 , 3. 77 7) 77 77 150 77 77 7 „ 4. 77 7) 77 77 200 77 77 10 „ 5. 77 77 77 77 300 77 77 15 „ 6. 7) 77 77 400 77 77 20 „ 7. 77 über 400 77 77 25 „ Bei Berechnung der Größe der Grundfläche kommen nur diejenigen Räume in Betracht, in donen die Tanzlustbarkeit usw. tatsächlich stattfindet, nicht aber die zu sonstigen gesellschaft ­ lichen Zwecken mitbenutzten Räume. Für Tanzlustbarkoiten, dio für einen längoren Zeitraum in regelmäßiger Wiederkehr oder an im voraus fostbestimmten Tagen veranstaltot worden sollen, kann dio Abgabe durch den Magist rat in einer Gesamtsumme festgesetzt werden, die in monatlichen Raten im voraus zu entrichten ist und sich innerhalb der Grenzen von 75 bis 100 °/o der Einzolsteuersätze zu haiton hat. Beim Nachweis besonderer Verhältnisse, die für den Besuch dor Lustbarkeiten oder deren Einträglichkeit von erheblichem Einflüsse sind, kann die Veranlagung nach dem einer geringeren Größenklasse entsprechenden Tarifsätze erfolgen. II. Für die Veranstaltung von Theatervorstellungen, sowie von deklamatorischen Vor ­ lesungen, Rezitationen und Vorträgen, die nicht unter die zu I aufgoführten Veranstaltungen fallen, wird dio Hälfte der zu I festgesotzton Steuersätze orhoben. III. Für die Veranstaltung von Konzorton, die nicht unter zu I aufgeführten Veran ­ staltungen fallen, werden folgende Steuersätze erhoben: 1. Für Konzerte in geschlossenen Räumen: mit einer Grundfläche von a b wenn Eintrittsgeld nicht erhoben wird M wenn Eintrittsgeld erhoben wird M bis 150 qm . . . 2 4 151 „ 250 „ ... 4 6 251 „ 500 „ ... 6 8 501 „ 700 „ ... 8 10 7C1 qm und mehr . . 10 12