Teil I. Auszug aus den Bedingungen für den Bezug von Gas, Wasser u. Elektrizität. Iß nahrasweise Ermäßigung des Betrages auf 10 Pfg. für den Kubikmeter Mehrwasser tritt ein, wenn der überzeugende Nachweis erbracht wird, daß das Oberwasser oder ein Teil desselben infolge eines. Rohrbruchs entstanden ist, welchen der Hausbesitzer oder sein Bevollmächtigter oder die Hausbewohner nicht bemerken konnten. Zur Zahlung dieser Vergütungen sind die Grundstücks- bezw. Hauseigentümer ohne Rücksicht auf den Mehr- oder Minderverbrauch ihrer einzelnen Mieter verpflichtet. In Grundstücken, welche Fabrikzwecken dienen, oder in denen große gewerbliche Unternehmungen sich befinden, findet die Wasserabgabe nur nach Wassermessern gegen Zahlung von 20 Pfg. pro Kubikmeter Wasser statt. Eine Preisermäßigung bei Rohrbrüchen ist in diesen Fällen unzulässig. Sämtliche nach vorstehenden Bestimmungen an Wassergeld zu zahlenden Beträge kommen vierteljährlich zur Anforderung und Erhebung. Bei der Wasserentnahme aus der städtischen Wasserleitung darf außer zur Unter ­ drückung von Feuersgefahr a) das Wasser nur für die im Anmeldeformular bezeichneten bezw. bei der Festsetzung des Wassergeldes vorgesehenen Räume und Zwecke benutzt werden; b) Wasser nicht an dritte Personen, sei es unentgeltlich oder gegen Vergütung abge ­ geben werden. Den auf die Wasserleitung bezüglichen Anordnungen der Wasserwerks-Verwaltung hat jeder Haus- oder Grundstückseigentümer sowie jeder andere Bewohner des Hauses unverzüglich Folge zu leisten. Überhaupt hat die Wasserwerks-Verwaltung das Recht, die auf die Wasser ­ leitung bezüglichen Räumlichkeiten und Einrichtungen eines jeden Grundstücks und Hauses durch ihre Beamten einer Besichtigung zu unterziehen und nötigenfalls die zum Schutze der städtischen Anlagen dienenden Arbeiten nach Benachrichtigung des Grundstückseigentümers oder dessen Bevollmächtigten vorzunehmen. III. Elektrizität. Anmeldungen zum Bezüge elektrischer Energie aus dem städtischen Kabelnetz sind bei der Geschäftsstelle des Elektrizitätswerks einzureichen, auch können daselbst alle Auskünfte über elektrische Anlagen eingeholt werden. Bei Beantragung neuer Hausanschlüsse muß die Anmeldung beim Elektrizitätswerk oder beim Stadtbauamt Abteilung IIa, erfolgen. Über die Genehmigung des Anschlusses entscheidet die Direktion des Elektrizitätswerks. Soweit Straßenleitungen vorhanden sind, werden die Hausanschlüsse, sofern nicht außergewöhnliche Verhältnisse vorliegen, bis zur Baufluchtlinie kostenlos ausgeführt. Der Abnehmer muß sich hierbei zur sofortigen Stromentnahme verpflichten. Der Strom — „Gleich- oder Drehstrom“ — wird nach Angabe von Elektrizitätszählern abgegeben. Diese Elektrizitätszähler bringt das Elektrizitätswerk an. Sie bleiben Eigentum des Elektrizitätswerks und werden den Stromabnehmern mietweise überlassen. Die Miete wird vierteljährlich erhoben und beträgt für diesen Zeitraum für einen Zähler für eine Anlage mit einem Anschlußwert bis 1 KW. (z. B. 40 Metallfadenlampen zu 25 NK.) 1.50 M. und erhöht sich mit dem Anschlußwert nach den bestehenden Bestimmungen. Der Preisberechnung für den Verbrauch von Elektrizität liegt die Kilowattstunde, d. i. 1000 Voltampere während einer Stunde, zugrunde. Der Grundpreis der elektrischen Energie für Beleuchtungszwecke beträgt für die Kilo ­ wattstunde 40 Pfg. Dieser Preis ermäßigt sich mit der Dauer der Benutzung der Anlage während des Etatsjahres durch denselben Stromabnehmer, und zwar so, daß. die Kilowattstunde in den ersten (»00 Benutzungsstunden mit 40 Pfg., und in der 001 und den folgenden Benutzungs ­ stunden mit 25 Pfg. berechnet wird. Für Arbeitsleistung und sonstige Zwecke, soweit sie nicht zur Beleuchtung dienen, wird die Kilowattstunde mit 20 Pfg. berechnet. Dieser Preis ermäßigt sich ebenfalls mit der Benützungsdauer der Anlage innerhalb eines Jahres und zwar kostet die Kilowattstunde während L—1000 Benutzungsstunden des Gesamtanschlußwertes 20 Pfg., während der 1001 bis 2000 Benutzungsstunden 15 Pfg. und während aller weiteren Benutzungsstunden 12 Pfg. Wird jährlich eine bestimmte Energieabnahme für Licht- oder Kraftzwecke (nicht unter 1O 0OO Kilowattsunden garantiert, so kann eine besondere Preisvereinbarung stattfinden. I'ür Arbeitsleistung oder für Ladung von Akkumulatoren zu Beleuchtungszwecken wird der Strom zum Preise von 40 Pfg. pro Kilowattstunde abgegeben. r . , e J Stromverbrauch wird monatlich festgestellt und ist monatlich zu bezahlen. Das Elektrizitätswerk kann zur Sicherstellung seiner Ansprüche jederzeit die Hinterlegung eines Geldbetrages beanspruchen. Die Kündigung der Stromentnahme seitens des Abnehmers hat schriftlich mit Frist von einem Monat zu erfolgen. Die Anmeldeformulare und Bedingungen für die Entnahme von elektrischem Strom werden bei der Geschäftsstelle des Elektrizitätswerks, Königstor Nr. 7. 2 , kostenlos abgegeben.