Ein schweres Schicksal. Din schweres Schicksal wurde ihr beschieden: Verschwiegen leidend, muß sie freundlich thun; Der, dem sie Alles, Jugend, Glück und Frieden, Zu eigen gab, ward selbst ihr Henker nun! Schon lange muß sie meiden einen Jeden; Verhärmt, verschüchtert, in den Staub gedrückt. Muß täglich sie erdulden seine Reden, Die beides sind: voll Liebe und — verrückt! „Sag' nicht, daß ich dein Loos verkümmert habe. Durch Eifersucht das Leben dir vergällt, O sag' es nicht! Ich bin so nah dem Grabe, Du blühst der Frühlingsblume gleich im Feld! Den Tag, an dem erinnernd ich mich labe. Den Tag, an dem du sprachst: so bin ich dein! Verfluch' ihn nicht! Ich bin so nah dem Grabe Und löse sterbend Alles, Alles ein!