209 Spül ist's im Herbste, die Saatkrähen zogen. Leer find die Felder, drauf Aehren sonst wogen; Ein Fleckchen nur ungeschnilten noch steht. Trauriges denkt, wer vorüber dran geht! Denn in den Halmen, da scheint es zu rauschen: „Schlimm ist es hier, auf den Herbstwind zu lauschen. Schlimm sich zu beugen bis tief auf das Land, Vollreife Körner verstreuend im Sand! Uns, so bei Nacht wie bei Tage, verheeren Schaaren gefräßiger Vögel die Aehren, Haase zertritt uns und Sturm uns zerbricht. Wo bleibt der Schnitter? Was schneidet er nicht ? Wie, oder sind wir mißwachsener Acker? Blühten und reiften die Garben nicht wacker?