Don meinen Lippen schwinget sich jubelvoll Gleich einem frohen Vogel ein Knß empor Und flattert hin zu deinen warmen Lippen, ein Nest sich darin zu bauen. Wie sich die kleine, Honigseim suchende Biene vergräbt im duftigen Rosenkelch Und, von dem süßen Nektar trunken. Spät erst durchsurret die Abendfluren; Ruht auch mein Kuß voll seliger Trunkenheit In deiner Lippen thauigem Blumenkelch, Und, immer tiefer drein sich bettend. Sinnt er auf keinerlei frost'ge Heimkehr! Endlich entreißt er taninelnden Rausches sich — Weh! welch Geflatter plötzlich von Nest zu Nest! Vögelein! Wie unzähl'ge kleine Kußvögelein hast du ausgebrütet!