Mit Kurfürstlich Hessischem Privilegs. Mittwoch, den 12*« September 1821. Gesetzgebung. Die Nr. XV. des Gesetzblattes von diesem Zahr enthalt: Verordnung vom 30. August, die neue Gebiets- Eincheilung betreffend. Edictal-Vorlad ungen. 1. Nachdem Johann Conrad Jox aus Wiera, welcher als vormaliger Westphalischer Soldat den Feldzug nach Rußland mitmachte, seither weder zurückgekehrt ist, noch irgend eine Nachricht von seinem Leben und Aufenthalt gegeben hat , und daher, zufolge der Ver ­ ordnung vom 5. Julii 1816, §. 2., gesetzlich für todt gehalten werden muß; fo werden auf den An ­ trag besten Geschwister, sowohl die etwaigen Leibes- Erben des genannten Conrad Jor, als auch alle die ­ jenigen hierdurch eäimslirer vorgeladen, welche aus einem Vertrage oder sonst irgend einem andern Rechtsgrunde ein besseres Erbrecht oder auch Forde ­ rungen an dem Vermögendes Verschollenen zu haben glauben, um diese ihre Ansprüche binnen Vierteljahres Frist und spätestens in tsrmino, Mittwochen den 7. November l. I., vor unterzeichnetem Amte gel ­ tend zu machen, widrigenfalls aber, zu gewärtigen, daß das Vermögen alsdann den sich gemeldet haben ­ den Geschwistern ohne Caution alsbald ausgefolgt werden sollr Ziegenhain, am 4. August 1821. Aus Kurf. Hess. Oberschultheissen-Amt daselbst. Wachs, Assessor. 2. Die vormalige Vorsteherin eines Erziehungs-Insti ­ tuts, Marianne Courbet, aus Cassel gebürtig, ist hierselbft am 7ten dieses unverehelicht und ohne Testa ­ ment verstorben. Da nun deren Jntestat - Erben unbekannt sind; so werden von Uns Bürgermeister und Rath der Stadt Osnabrück, Alle, welche an dem in 200Rthlr. und wenigen Mobilien bestehenden Nachlaß derselben, aus einem Erbrechte oder auch als Gläubiger, oder sonst Ansprüche zu haben glauben, hierdurch percmtorisch verabladet, um ihre Ansprüche und Forderungen in dem dazu auf Montag den 24. September d. I. bestimmten Termin anzugeben und gehörig zu rechtfertigen, unter der Verwarnung, daß sie sonst weiter damit nicht gehört, sondern von der Erbschaftsmasse abgewiesen werden sollen. Osnabrück, am 18. Junii 1821. Bürgermeister und Rath der Stadt Osnabrück. Grafs, Dr., Stadt-Secretar. 3. Alle, welche an dem Nachlaß des mit denWestpha- lischen Truppen nach Rußland marschirten, und von da nicht zurückgekehrten Conrad Dörr aus Rüdig ­ heim, hiesigen Amts, aus irgend einem Grund Ansprüche zu haben glauben, müssen solche den 19. November d.J., Vormittags von 9 bis 12 Uhr. bei hiesigem Amt vorbringen, oder gewärtigen, daß ausserdem das Vermögen des, nach §. 2 und 3 der allerhöchsten Verordnung vom 5. Julii 1816, für todt zu haltenden Conrad Dörr den sich meldenden vorzüglichern Prätendenten ausgehändigt werde. Amöneburg, am 24. August 1821. Kurf.Justitz-Amtdas. C. Glesler, Justitzbeamter. In näem Bud eru s. 4. Der vormalige hiesige Stadt-Waagemeister Rein ­ hard Siegel, aus hiesiger Stadt gebürtig, jss nach I ' "