920 30. Sin vorzüglich guter Gaul, Dänischer Raee, steht M verkaufen. Wo? sagt die Hesi und Waisenhaus- ^Zuchdruckerei. Kl. Von einer Wiese ist das Gras, auch ein vollstän ­ diger Leiterwagen zu verkaufen. Nähere Nachricht erhalt man beim Eisenhändler Keil am Markt. 32. Ein Logis in der Mitte der Stadt, welches sich für eine Gesellschaft eignet, wird auf Michaelis d. I. *u miethen gesucht. Das Nähere erfährt man in Nr. 776 der unteren Johannisstraße. 33. Zwei sehr gute Fortepiano's stehen am Friedrichs ­ platz in Nr. 66, eine Treppe hoch, zu verkaufen. 34. Mehrere ein- und zweispannige, noch fast neue Chaisen, zwei Stadtwagen, zwei Cabriolets und einige andere Wagen, für Lohnkutscher oder Posthaltereien schicklich, sind um billige Preise zu verkaufen. Wo? ist zu erfahren bei dem Hof-Riemermeister Steg- mann, in der Elisabether Straße Nr. 264. 36. Freitag den 22. Junii, früh 10 Uhr, ffollen auf dem Rathhause bis 40'Viertel Korn, 20 Viertel Gerste, 10 Viertel Waitzen und 40 Viertel Hafer meistbietend versteigert werden; wozu die Liebhaber eingeladen werden. Fritzlar, am 6. Junii 1821. W ü st n e r. 36. In der Leopoldsstraße Nr. 668 ist gutes, reines Sparöl, das Maas zu 21 Alb. 4 Hlr., zu haben. Schmoll, Sparöl - Fabrikant. 37. Den 16., 17. oder 18. Junii fahrt ein Kutscher mit leerem Wagen über Marburg, Frankfurt, Hei ­ delberg ; wer von dieser Gelegenheit Gebrauch ma ­ chen will, beliebe am 14ten und I6ten d. M. im König von Preußen nachzufragen. 38. Es stehen mehrere einfache und Doppel-Flinten, auch einige Büchsen und schöne Pistolen, zwar schon t ebraucht, aber sehr gut gehalten und von den besten Heistern verfertigt, billig zu verkaufen. Wo? sagt die Hof- und Waisenhaus-Buchdruckerei. 39. Dienstag den 12. Junii, Nachmittags 3 Uhr, sol-> len auf dem Philippinenhof beim Colonist Klein- fchmidt eine Kuh, ein Rind und ein Schwein, öffent ­ lich an den Meistbietenden gegen gleich baare Bezah ­ lung verkauft werden. Cassel, am 7. Junii 1821. T o d e s - A n z e i g e. t\ Am 3ten d. M. riß nach einem langen Krankenlager ein Nervenschlag meine theuere Ehefrau, M a r t h e Elisabeth, geborne L i p p h a r d, erst 24 Jahre 4 Monate und 20 Tage alt, von meiner Seite. Es verband uns die glücklichste Ehe, und zwei — nun mutterlose! — Kinder waren unsere höchste Freude. Nur der Gedanke, daß die innig geliebte Verschiedene jetzt von den Körperschmerzen, an welchen sie seit längerer Zeit unaussprechlich litt, befreiet ist, ver ­ mag die Trauer um ih'ren Verlust einigermaßen zu lindern. Nie wird bei ihren Bekannten das Anden ­ ken an ihre Tugenden erlöschen, und ich bin der Theilnahme Aller gewiß, auch ohne Beileidsbezei ­ gungen, welche meinen Schmerz nur noch vermeh ­ ren würden. Cassel, am 7. Junii 1821. Conrad Schönst, Seifensieder. 2. Heute Morgen um halb 6 Uhr schlug endlich die zögernde Seuride der Erlösung für unsern ältesten Sohn Carl Justus Friedrich, die ihn, seinem sehnlichen Wunsche gemäß, von'unbeschreiblichen schweren Leiden einer fünfmonatlichen Wassersucht befreite und-dahin führte, wo er für das, was er hier entbehren und leiden mußte, vollkommene Ent ­ schädigung erhalten wird. Dieser Gedanke allein wird vermögend seyn, die vielen Thränen zu trocknen, welche uns dieser am Schlüsse seines 18ten Lebens ­ jahres dahin gewelkte Sohn, gekostet hat. Wir machen allen unsern Freunden diesen Todesfall mit Verbittung aller Beileidsbezeigung bekannt. Velmeden, am 7. Junii 1821. I» L a u t e m a n n, Pfarrer zu Velmeden, und dessen Gattin: Wilhelmine, geborne Wiskemann. Verehelichte, Geborne und Gestorbene vorn r. bis 7. Znnii iZ2i. Verehelichte. In der Hof- und Garnisons-Gemeinde: Conrad Wetzel, Kurfürst!. Marftaller, mit Jgfr. Catharine Kistner. In derevangel. lutherischen Gemeinde: Johann Heinrich Rock, B. und Schuhmachcrmei- ster, mit Jgfr. Catharine Elisabeth Schneider. Inder katholischen Gemeinde: 1) Ignatz Seckwart, Jäger bei dem Kais. Oestr. wirklichen Kämmerer und Legations - Secretair bei der Kaperst. Oestr. Gesandtschaft dahier, mit Jgfr. Susanne Elisabeth Quentin. 2) Franz Tichy, Fou- ricrschütz im 62sten Kais. Oestr. Linien-Jnfanterie- Regimente, im Dienste bei der Kais. Oestr. Gesandt ­ schaft dahier, mit Anne Elisabeth Ley. 3) Franz Joseph Hochstädter, Beisitzer und Steinhauer, mit Jgfr. Catharine Elisabeth Guthard. Geborne. In der Hof- und Garnisons-Gemeinde: George, des Leib-Reitknechts im Kurfürst!. Marstall, Heinrich Becker, S. 2) Anton Carl Leonhard, des ^ahr-Kanoniers, Johannes Meyer, S. 3) Chri ­ stoph, des Garde-JägerS, Heinrich Heeger, S.