87 Schullehrer Breul, modo Münstermann, c. Grebe Rel. und Cens, und die Gern. Unterngeiß, weg. verweigertem Anfahren des DeputatholzeS. Gmde. Hillartshausen c. Schullehrer Götz, wegen rückständigen Schullobns. Ritzmann c. uxor., pto. divortii. End-bescheide. Seebach c, uxor., pto. divortii. Slblerin c. Fackenherm, pto. stupri. Hcidemar-nin c. Möller, desgl. Btkterin c. Schmidt, desgl. Polizeiliche Bekanntmachung. Den guten Zwecken der Gesinde-Ordnung vom i Z. Mai 1797 zuwider, hat sich die Zahl derjenigen Töchter hiesiger Bürger und Einwohner, welche sich durch Nähen, Stricken und sonstige weibliche Arbeiten zu ernähren suchen, und sich dem Dienen entziehen, ohne durch körperliche Gebrechen dazu unfähig zu seyn, seit mehreren Jahren unverßaltnißmäßig ver ­ mehrt. Die Erfahrung lehrt, daß hierdurch die Unsitt ­ lichkeit und Lüderlichkeit begünstigt nnd für solche Mädchen nie-.sttns eine unglückliche Zukunft herbei ­ geführt wird, während dre Zahl zuverlässiger und in Rücksicht ihrer Moralität bekannter weiblicher Dienstboten in eben dem Grade vermindert wird, als die Zahl jener Mädchen zunimmt. Dies Miß- vrrhältniß hat dann die schädliche Folge, daß sich eine zu große Anzahl ausländischer und unzuverlässi ­ ger weiblicher Dienstboten hierher zieht, und allge ­ meine Klagen über Mangel an trenen und gesitte ­ ten Dienstmädchen entstehen. Um den berührten Uebeln Grenzen zu sehen und den wohlthätigen Zweck der Gesinde-Ordnung mög ­ lichst zu erreichen, rst es nothwendig, eine vollständige Uebersicht aller dahier mit weiblichen Arbeiten sich ernährender Mädchen zu haben, und wird deshalb verfügt, daß alle solche Mädchen, sich, nach gegen ­ wärtiger Bekanntmachung, jeden Diensttag und Freitag, Morgens von 10 bis 12 Uhr, im Polizei- Commissariat melden sollen, um sich über ihre Ver ­ hältnisse zu erklären. Cassel, am 10. Januar 132t. Aus Kurfürstlicher Polizei-Commission. Zur Beglaubigung: Wende, Ober-Polizei-Commissar. Warnungs-Anzeigen. ». Der Schäfer Jacob Lieberum von Fnedr'chsbrück ist zufolge hvchvrrehrlichkn Rrscripts d. d. Castel ben ta.Oetoder v.I., aäNr. 1698.S.P., theils 1 wegen begangenen Ehebruchs, theils wegen thät- j licher Mißhandlung der Christine Elisabeth Boller und des Philipp Saul, Schäfer daselbst, in eine halbjährige Zuchthausstrafe, so wie auch zur Ent ­ richtung von 5 Est. Schmerzengelder an Erstere, und von s Cfl. desgl. an Letzteren, verurtheilt, und in bas Zuchthaus abgeliefert worden; welches zur - Warnung hiermit bekannt gemacht wird. Lichtenau, den 14. Januar 1821» Kurf. Hess. Amt daselbst. Möller. 2. Durch hohes Erkenntniß Kurfürstlicher Regierung vom r. Junii h. a., Nr. 850. I. Pr., ist Jost Vestweber von Densberg, wegen begangenen Dieb ­ stahls von fünf Ofenplatten und,einer Heerdplatte, in öwöchige Zuchthausstrafe und die Untcrsuchungs- kosten, welche jedoch nachher, wegen Unvermögen, niedergeschlagen worden find, verurtheilt, und am isten ejusdem zur Verbüßung der Strafe abge ­ führt worden. Treysa, den 20. December 1820. Hüpede». In sidem Kulrnkamp. 3. Henrich Happel vom Hof Treyßbach, ist wegen Gewaltthätigkeit gegen den Metzger Christoph Schlv'.t von Ziegenhain durch hochverehrlicheS Re- script Kurfürstlicher Regierung vom 24. Julii h. a., Nr. 985. I. Pr., in 8tägige Grfängnißstrafe und die Untersuchungskosten verurtheilt worden. ' Treysa, den 24. Drcembrr 1820. Hüpeden. In k.dern Kulenkamp. 4. .Wegen wiederholten Diebstahls ist die Ehefrau beS Ackermanns George Wilhelm Schrllmam. aus Dens ­ berg, Anne Margarethe, geborne Horn, nach dem höchfiverehrlichen RescriptKurfürstlicher Regierung vom so. November, Nr. 1947. I. Pr., in eine fünfjährige Zuchthausstrafe, mit Niederschlagung der Untersuchungskosten, wegen Unvermögen, ver ­ urtheilt, und zur Verbüßung der Strafe den 2ten Irujus abgeführt worden; was hiermit vorschrifts ­ mäßig zur allgemeinen Warnung bekannt gemacht wirb. Treysa, den 20. December 1820. Kurfürst!. Amt daselbst. Hüpeden. In sidem K Ulenk amp. 5. Wegen betrüglicher Verleitung des Johannes Lock zu Gilserberg zu einem nachtheiligen Vergleiche, ist durch höchstvrrehrlrchrs Rescript Kurfürstlicher Re ­ gierung vom 11. December v. I., Nr. 2084. I. Pr., der Israelit Liebmarin Stern dahier in eine sechs- wöchrge Juchtbausstrafe, Henrich Sengelaub von Schiffelbach, Amts Rauschenberg, und Jacob Bek- ker von Gilserberg , wegen Theilnahme an diesem Verbrechen, Ersterer in i4tägiqe, und Letzterer! in ztägige Grfängnißstrafe verurtheilt, zugleich auch Liebmann Stern zur vollständigen Entschädigung des Betrogenen und zur Bezahlung der Untersu ­ chungskosten verurtheilt worden; welches hiermit zur Warnung öffentlich bekannt gcmachr wird. Treysa, den 8. Januar 1821. Der Justitz Beamte Hüpeden. In sidem Kulerrkamp.