) C 2 Beförderungen. Der Forstmeister von Baumbach ist zugleich zum Cammerjunker gnädigst ernannt. Dem Ober - Rent - Cammer - Secretariats- Accessisten Engelhard ist der unterthänigst ge ­ betene Abschied mit dem Prädicat: Assessor, gnä ­ digst ertheilt. Dem Canzellisten Gunckel bey dem Hofgericht in Hanau ist der Acceß zur Registratur desselben, mit der Hoffnung zur Nachfolge, gnädigst ertheilt. Zur Wiederherstellung und Erhaltung der durch Vagabunden und Diebesgesi'ndel beeinträch ­ tigten öffentlichen Sicherheit ist von Sr. Kur ­ fürst!. Durchlaucht die Bildung eines besondern, in mehrere Corporalschaften eingetheilten Com- mando's gnädigst verordnet, und von dem ersten Departement Kurfürst!. KriegScollegiumS folgen ­ des Dienst-Regulativ für dasselbe entworfen worden. §. t. Jedem Cuirafster oder Husaren, welcher zu ob- erwähntem Dienst commandirt ist, wird deshalb von dem Commandeur ein Certificat ertheilt, wel ­ ches derselbe beständig bei sich tragen, und sich dadurch legitimircn muß. §. 2 . Die wesentlichen und ordentlichen Dienstverrich- lungen des LandcssicherheitS- Commando'ö sind folgende: i) Streifzüge und Patrouillen auf den großen Queer- und Nebenwegen nach allen den respecti-. ven Corporalschaften angewiesenen Ortschaften zu machen, und ein besonderes Register zu hal ­ ten, in welches von denr Corpora! von Tag zu Tag die von seinem Commando verrichteten Dienste eingetragen werden. Jedem Gemeinen ist sodann ein Dienstbuch mitzugeben, in welches die Orts ­ vorgesetzten die Anwesenheit in ihrer Gemeinde jedesmal bescheinigen. Die Märsche müssen so eingerichtet werden, daß jede in dem Bezirke der Corporalschaft gele ­ gene Gemeinde innerhalb vierzehn Tagen wenig ­ stens einmal bey Tag, und einmal bey Nacht, besilcht werde. 2) Nachrichten über etwaige Vergehen und Verbrechen einzuziehen, und davon den Beamten zu unterrichten. Z) Die r-amhaft gemachten, uud ihnen bezeich ­ neten Uebelthäter aufzusuchen, zu verfolgen, und mit Zuziehung der Ortsvorgesetzten zu Haften zu bringen. 4) 'Alle Personen, die bey einem Verbrechen, oder bey Frevel an öffentlichen oder Privat-Alleen, Gärten, Denkmählern, desgleichen bey unerlaub ­ tem Schießen, auf frischer That betroffen werden, zu ergreifen. 5) Sich der Diebe, Straßenräuber, Mord ­ brenner und Mörder zu bemächtigen. 6) TumultuarisiUeZuläufe und öffentliche Zän ­ kereien zu zerstì'ejzcm'^^tzàà 7 ) Auf VagaàwtzMDE^àt0^^d''Gesindel zu wachen, im Betretungsfalle sie anzuhalten, und an die einschlagenden Beamten zur weiteren Verfügung abzuliefern, übrigens bey den Ortsbe ­ hörden Erkundigungen über solche verdächtige Per ­ sonen einzuziehen, und dem Beamten von dem in Erfahrung Gebrachten sogleich Meldung zu thun, und nach dessen Weisung gegen dieselven zu ver ­ fahren. . 8) Sich in der Nähe zahlreicher Volksver ­ sammlungen, wie bey Messen, Märkten, öffent ­ lichen Ceremonien, und sonst, aufzuhalten, um bey vorfallenden Unordnungen die gewöhnliche Polizey- behörde, auf deren Verlangen, zu unterstützen. §. 3 . Außer den §. 2, Nr. 4, 5, 6 und 7 genannten Fällen dürfen, ohne den besonderen schwachen Befehl des Beamten, in welchem der Nam»?n und Cy arac ter der zu verhaftenden Person ausgedrückt ist, keine Arrestationen vorgenommen werden. Jede Uebertretung dieser Vorschrift wird aufs Nachdrücklichste geahndet werden. , ‘ ' §. 4 Ueber vorgenommene Arrestationen sollen kurze Aufsätze, mit aenauer Anmerkung des Orts und der Zeit, aufgestellt, und diese, von dem Be ­ fehlshaber des Detaschements und dem Ortsvor- gefetzten unterschrieben, dem Beamten überreicht werden. In diesen Aufsiitzen müssen auch die Signa ­ lements der Arrestanten zu finden seyn.