C 450 ) Dem bei dem hiesigen Lyceo stehenden ersten Lehrer, Rektor Caesar, ist die Specialaufsicht desselben, mit dem Karakter als Professor, und Dem Lehrer, Professor L>uabedissen, un ­ ter Bestätigung dieses Prädikats, die besondere Aufsicht der hiesigen Bürgerschule gnädigst über ­ tragen. Die zu Hanau erledigte Procuratura fisci ist dem dasigen Hofgerichts-Advokaten Carl gnä ­ digst konferirt. Der Rentmeister Kümmel zu Wetter erhält das Prädikat als Ober-Rentmeister, und Der Dentsch-Ordens-Rendant Stephan zu Fritzlar ist zum Rentmeister dieser Revenüen gnädigst ernannt. Der bisherige Regierungs-Registrator Ri n g- h öbel zu Hanau ist nunmehr zum Archivarius, und Der bei der dasigen Regierungs-Registratur bisher in Funktion gestandene Kanzellist Johann George Stawitz zum Registrator dabei gnä ­ digst bestellt. Das erledigte Diakonat Treysa bei Ziegenhain ist dem Pfarrer Rog ues zu Frankenhain gnä ­ digst mit übertragen. E d i c r a l - Vorladungen. r. Nach einer inauthentischer Form errichteten Schuld, Verschreibung vom 10. Julius 1612 sind der Bau, Meister Johann Baptist August Grandjean de Mon- tigny. und dessen Ehefrau Victorie Katharine, ge, dorne Cavaro, dermalen zu Paris, derPrinzrGeor, gischen Fundation allhier ein Kapital von 2020 Rrhlr. Hessischer Münze solidarisch schuldig geworden, und haben die Zinsen zu fünf Procent in halbjährigen Beträgen zu entrichten, das Kapital aber nach vier, teljähriger Aufkündigung zurückzuzahlen versprochen, auch zur Sicherheit des creditirenven Instituts ein vor dem aüen Wilhelmshöher Thore allhier gelege, nes Haus nebst dazu gehörigem Garten als Spe, cialhypvthek verpfändet. Da nun bei zurückdlei, beuder Zinszahlung der Syndikus der Prinz,Geor, gischen Funvalton eine Klage auf Zurückzahlung des Kapitals nebst Zinsen vom n. Januar 1813 an er, hoben, und zugleich, wegen der notorischen Schwie, rigkeit der Insinuation einer Citation an die Be, klagten um i^dictales gebeten hat; so wird den Be, klagten hierdurch aufgegeben, das klagende Institut entweder binnen drei Monaten zu befriedigen, oder in dem eventnafitsr auf den i6. August d. I. be, stimmten Termine durch einen bevollmächtigten An, wald auf hiesiger Regierung zu erscheinen und ihre Einreden vorzubringen, widrigenfalls dieselben dem Klageanträge gemäß, als Solidarschuldner zu Be ­ zahlung des Kapitals nebst rückständigen Zinsen und Kosten werden verurtheilt werden. Cassel, den ry.März 1314. Kurfürstlich Hessische Regierung. 2. Der Baumeister Joh. Baptist August Grandjean de Montigny und dessen Ehefrau, Viktvrie Katharine, geb. Cavaro, dermalen zu Paris, sind, nach Inhalt einer öffentlichen Schuldverschreibung vom 31. Okto, der I 8 H und des derselben beigefügten Cessions-Jn, struments vom y. Jul. igir, zur hiesigen Prinz- Georgischen Fundation ein Darlchn von Eintausend Rthlr. Hessenmünze solidarisch schuldig geworden, und haben die Zinßen zu 5 Prozent in halbjährigen Beträgen zu entrichten, das Kapital aber nach vier, teljähriger Aufkündigung wieder zu bezahlen ver, sprechen, auch zur Sicherheit des Gläubigers ein vordem alten Wilhelmshöher Thore allhier gelegenes Haus nebst dazu gehörigen Garten als Spezial, Hypothek verpfändet. Da nun» bei zurückbleibender Zinßzaylung, der Syndikus der Prinz, Georgischen Stiftung eine Klage auf Zurückzahlung des Kapitals nebst Zinßen vom n. Jan. 1 813 an, und Erstattung der Kosten erhoben, die Verklagten solidarisch zu verurtheilen nnd zugleich, wegen der notorischen Schwierigkeit der Insinuation einer Citation an die, selben, um Erlaffung von Ediktalien gebeten hat; so wird den Beklagten hierdurch aufgegeben, entweder das klagende Institut binnen drei Monaten zu be, friedigen, oder in dem eventualiter auf den l4.Jun. bestimmten Termin durch einen bevollmächtigten An, wald auf hiesiger Regierung zu erscheinen und ihre Einreden vorzubringen, widrigenfalls dieselben dem Klageanträge gemäß werden verurthelft werden. Cassel, den 'y. März 1814. Kurfürstlich Hessische Regierung. 3. Peter Scholl , ein Sohn des verstorbenen Tobias Scholl von Bottendorff, hiesigen Amts gebürtig, 42 Jahr alt, ist vor etwa 24 Jahren als Schneider, geselle ausgewandert, hat in dieser Zeit nicht das geringste von sich hören lasse», und ist demnach des, sen Aufenthaltsort unbekannt. Da nun dessen Ge, fchwistcr um Verabfolgung seines elterlichen Vermö, gens, in 177 Rthlr. bestehend, gebeten haben; so wird gemeldeter Peter Scholl oder dessen Letbeserben hiermit vorgeladen, sich a dato über acht Wochen so gewiß beim hiesigen Amt einzufinden und sein elterliches Vermögen in Empfang zu nehmen, als solches gegentheitigen. Falles an feine Geschwister gegen Caution verabfolgt werden soll. Datum Frankenberg, den ly. April ,8k4. Kurfürstlich Hessisches Justitzamt daselbst. Der Rath und Amtmann I. C. Kuchenbecker.