Verordnung. Von Gottes G n a d e n rc. rc. rc. Auf den unterthanigsten Antrag Unsers Steuer -Col- legii verordnen Wir Folgendes: * 1) Die während der feindlichen Besetzung Un ­ serer Lande geprägten Scheidemünzen von zehn und zwanzig Centimen, jo wie die in jenem Zeit ­ räume geschlagenen Kupfermünzen, sollen bis zum isten Marz dieses Jahrs, von welchem Zeitpunkte an dieselben gänzlich außer allen Cours gesetzt werden, nur noch im Handel und Wandel auge ­ nominen werden dürfen. 2) Die inländischen Kupfermünzen werden nach ihrem vorigen Werthe wieder eingeführt, und 3) Wird der Werth der ein Albus-Stücke wieder auf zwölf Heller erhöhet. 4) Soll auch, von dem Tage der Publikation dieser Verordnung an, bei den herrschaftlichen Kassen die Berechnung nach Thalern, Albus und Hellern wieder statt finden. Wornach alle Unterthanen und insbesondere Unsere Kassen - Bedienten unterthänigst sich zu achten haben. Urkundlich Unserer Höchsteigenhändigen Na ­ mens - Unterschrift und beigedruckren Kurfürstli ­ chen Geheiurcn Infiegels. So geschehen, Cassel, den 14^ Januar 1814«- Wilhelm, Kurfürst. (L.S.) Vt. Schmerfeld. Edictal - Vorladungen. i. Ca sfel. Die Erben und etwaigeGläubigerdes dahier verstorbenen Hrn. Hofkapellans Justus Germeycr wer, den hierdurch edictaliter vorgeladen, in dem auf den 25. April d. I. anberaumten Termin vor unter ­ zeichneten, von Kurfürst!. Regierung allhier ernann ­ ten Commissario, entweder in Person oder durch gehörig Bevollmächtig-e, zu erscheinen, und zwar erstere, um sich als erbfähig glaubhaft zu legitimi, ren, letztere aber um ihre vermeintliche Forderungen gegen den bestellten Cvrator ad fites und Contra, Victor in dieser Verlassenschaftc,Sache, rechtlich dar- zuthun, und zwar beide bei Strafe der Abweisung von diesem Verfahren. Am esteri Januar 1314. H. C. Heer, Regierungs - Secretar. VÌA. Comnfiss. 2. Johann Ludwig Sude aus dem Waldeckschen hatte fest einem Jahre das dem Gastwicth Ludwig Klinge zu Naumburg gehörige Gasthaus zum Engel, auch dessen Feidgülher in der Naumburger Gemarkung gelegen, pachtweise im Besitz, und starb am 24. Jan. dieses Jahres kinderlos. Seine Ehefrau hat auf dessen Hinterlassenschaft, welche auf Anmelden und Begehren mehrerer Gläubiger in gerichtlichen Be, schlag genommenstff, Verzicht geleistet. Um den Ver, wögensstand des Verablebtcn in das Helle zu stellen ist es nöthig diejenigen, die an der Verlassenschaft, aus welchem Rechtsgrunde es wolle, e'was fordern möchten, vorzuladen. Zu dem Ende istTagfarkh dazu auf Donnerstag, den 28. April, mit der Weisung und Warnung beraumt, daß jeder der an der Jo, Hann Ludwig Sudischen Verlasscnschaft zu Raum, bürg Ansprüche aus Erbrechts, oder Kontrakts, gründe zu machen giaubt, diese in angesetzter Tag, farth auf der gewöhnlichen Verhörstube des Amts Naumburg Morgens neun Uhr vor Unterzeichnetem, bei Strafe der Ausschließung, vorzubringen habe.. Namburg, am Z. Febr. 1314. Der provisorische Justizbeamte daselbst, H. Rössel. Verkauf von Grundstücken: I. Melsungen. Auf das denen Erben des dahier verstorbenen Bürgers und Lederhändler Heinrich Winter, namentlich dem Schuhmacher Johannes Winter dahier, dem vormaligen Jäger,Carabinier Christoph Winter und dem Schuhmacher Dietrich Rothauge, als Vormund seiner mit öerTochter und Erbin des verlebten Heinrich Winter erzeugten Kin, der zugehörige, in derMühlengasse zwischen Samuel Wurst und Engelhard Candmcister gelegen, mit der Nr. 361 bezeichnete Wohnhaus , sind in dem zuletzt am r/ten August d. I. abgehaltenen Licitatioue-Ler- min nur 20i Thlr. geboten worden. Da jedoch die, scs Gebot zu gering befunden, und vcn dcm in die ser Sache bestellten contradictori et curatori Hrn. Staats-Raths Advokaten Neubcr in Cassei daraus an- getragen worden ist, daß dieses Verkaufs-Verfahren fortgesetzt und zu dem Ende ein nochmaliger Berstet, gerungö.Termin anberaumt werden wöge, so ist die, sem Suchen statt gethan, und hierzu ein weiterer Licitarions, Termin auf Dienstags den 15. Februar d. I. anberaumt worden. Kaufliebhaber werden demnach hiermit eingeladen, in praefixo von des Morgens 9 bis 12 Uhr vor mir dem unterzeichneten Commissario sich einzufinden und zu bieten, worauf alsdann der Meistbietende dem Zuschlag, und die hier, nächst ertheilt werdende Adjudication zu erwarten hat. Zugleich dient zur Nachricht, daß mit dem bereits geschehenen Gebot der 201 Thlr. der Anfang gemacht, und der die Bedingungen des Verkaufs