( 941 ) Steckbrief. Die Tagelöhner Heinrich Ulrich und Schäfer Heinrich Schotte, beide vvn Heitigenrode, haben sich eines bedeutenden Schaafdiebstahls verdächtig, und, nach ­ dem man eine ansehnliche Menge Hammelfleisch bei ihnen gefunden, sich flüchtig gemacht. Nachdem nun aber an der Erhaltung dieser beiden, im nachstehen, den Signalement bezeichneten Menschen ein Vieles gelegen ist, so werden alle Orts-Obrigkeiten, unter Erbietung zu ähnlichen Diensten ersucht, auf diesel ­ ben ein wachsames Auge zu haben, dieselben imBe- tretungsfalle arretiren und hiervon Nachricht anher gelangen zu lassen. Waldau bei Kassel, den iZten Dezember iZlZ. < Buch, Friedensrichter. Signalement. Obiger Heinrich Ulrich ist ungefähr 5 Fuß 6 Zoll groß, von mittelmäßiger Statur, hat ein langes blasses Gesicht, längliche Nase, geschnittene schwarze Haare, schwarzbraune Augen, trug bei seiner Ent ­ weichung vermuthlich eine dunkelblaue Jacke, dar ­ über einen weißen leinenen runden Kittel, graueKa, Maschen und einen runden Hut. Heinrich Schotte ist 5 Fuß 8 Zoll groß, breit und stark in den Schultern, hat ein breites Gesicht, eine dicke Nase, graue Augen, gelbe Haare, trägt von grauem Kaput - Rickezeuge einen Oberrock , eine schwarze Pelzkappe, lederne Hosen und neue Stiefeln. Bücher-Anzekgen. I. Predigt,, gehalten in der Martini Kirche, am ersten feierlichen Gottesdienste nach der Rükkehr Sr. Kur ­ fürstlichen Durchlaucht und des Kurfürst!. Hauses, von I. P. Rommel, Superintendenten u. s. w. ist nunmehr im Druck erschienen und für 3 Ggr. bet dem Unterzeichneten Nr. 330 am Gouvernements ­ platze, bet dem Herrn Kastenschreiber Büchling, Schloßstraße Nr. 170; und dem Herrn KassirerAp ­ pel Dionysienstraße Nro. 85 in Kommission zu haben. E. C. Rommel, Prokurator. 2. Bildet der Rhein die natürliche und schützende Gränze von Deutschland? Ein Wort der Besorgniß im November i8iZ bei W. Löffler, Martlnistraße Nr. 15 pr. 2 alb. 3. Die Kriegsereigmsse in unserer Nähe haben den Abdruck der vvn mir kürzlich auf Sudscriprton an ­ gekündigten Melodien zu den Liedern der Freude und Tugend k. etwas aufgeboten, vnd ich sah mich dadurch außer Stande, sie meinem Versprechen ge ­ mäß, mit dem Anfange künftigen Jahrs, den Herrn Subfcribenten abzuliefern. Dies wird aber so bald als möglich geschehn. Bei denen so sehnlichst er* wünschten frohen Ereignissen, werd' ich ihnen auch nun wieder den Titel, den ich schon im Jahre 1806, bei der ersten Auflage, für sie bestimmt Halter tt Volkslieder" diesen Ausdruck im gebiloetern und edlern Sinne genommen — insbesondere für Hessens Jugend, beilegen. Subscription wird noch bis künftiges Jahr angenommen. Auf 6 Exemplare er ­ hält man das 7te frei. Efchwege, im Dezbr. 1813- Gleim. 4. Die Carmen, die ich bri der Ankunft unserer hohen Herrschaften gemacht und zum Besten der Stadt Vach habe drucken lassen, sind für 2 Ggr. zu haben r in der Aubelschen Buchdruckerei, und bei den Herren Griesbach, Raabe und Steinhaus. Philippine Engelhard, geb. Gattern. Todes - Anzeigen. l. Der Tod, der unsere geliebte Tochter, Cathinkr Samuelma Elisa Juliane, ein hoffnungsvolles gu ­ tes Kind, im eilften Jahre ihres Lebens, am 9tcn dieses Monats unfern Armen entriß, beugte unaus ­ sprechlich tief ui»ser Vater- und Mutter-Herz nieder; um so wohlthätiger aber waren uns die Beweise der Theilnahme so vieler mitfühlender gutgesinnter Men, sehen. Dank, tiefgefühlter Dank ihnen Allen! besonders den guten Kindern — den Mitschülerinnen der Ver ­ klärten — welche ihre entschlafene Jugendgespieliw. zur Ruhestätte begleitet, und mit den Sinnbildern, der lraurenden Liebe ihren Grabhügel bestreuelcu. Kassel, am l 3 . Dezember I 8 r 3 . Conrad Wentzell. Anna Elisabeth Wentzell, geb.Aentzell.