( Si? ) . D Sechster Abschnitt. I Atteste, über die Setzung au das Ende der freien Sctu fkribirten. Art. 18 bis 21 des Kode/. §. 20. Ist der Konskribirtc einziger Sohn eines j sechczigjährigen Vaters oder einer Wttwe und zur Er, Haltung dieser Personen durchaus nothwendig ,0 muß 0 im ersten Falle der Geburtß, im andern der To, deSschein des Vaters beigebracht werden. 2) Die Quittungen über d»e Grund-Patent, und Personal-Steuer, welche der Sohn und der Vater oder Sie Mutter entrichten. 3) Ein Attest des Maire in welcher außerdem, daß der Konskrrbirte einziger Sohn ist, auch noch bcschei »jgt wird, daß er durch seine Arbeit seine scchszigjähr rigen Eltern oder verwitwete Mutter ernährt, und daß diese keinen andern Unterhalt haben, als welchen der Sohn ihnen verschafft. § 21. Zst der Kouskribirte zwar nicht der einzige Sohn, aber dessen Brüder entweder 1} noch unter !8 Jahr so müssen außer den eben erwähnten Attesten auch noch die Taufscheine dieser jüngeru Brüder beigebracht werden, oder 2) mit bleibenden Gebrechen behaftet, und deshalb j ganz außer Stande die Eltern zu unterstützen, so muß diese Gebrechlichkeit noch besonders vom Maire und 3 Familien, Vätern attestier werden. $. 22. Ist der Vater des Konskribirten zwar noch nicht volle bo Jahr alt, aber durch bleibende Gebce, chcn außer Stande sein Brod zu erwerben, so muß auch! dieses durch die gehörigen Atteste des Maire be, wahrhcitet werden. Sowohl in diesem als im leztern Falle des §. 21. werden die Herrn MaireS zu Deckung ihrer eigenen Verantwortlichkeit und zur Vermeidung eines jeden Anscheins von Parteilichkeit wohl thun, den gebrech, lichen Vater oder Bruder des Konskribirten, wo mög, liefe zum persönlichen Erscheinen vor dem Unterpräfek, ten oder dem Rekrutirnnge, Rath mit vorzuladen. §. 24, Ist der Konskribirtc der einzige Enkel eines 60 jährigen GrosvaterS oder einer verwitweten Gros, mutter, so müssen außer den im §. 20 erwähnten At, testen auch noch die Todeescheine der Aeltern des Kon, fkribirten beigebracht werden. $. 24. Adoptiere und außer der Ehe erzeugte Kin, der haben kein Recht auf Befreiung. Z.25. Der älteste Bruder einer vatcr, und mut, terloscn Familie kann verlangen an das Ende der freien Konskribirten gesetzt zu werben, iusvfern dessen jünr ere Geschwister noch nicht 18 Jahre alt, derui wenig, ens Zwei an der Zahl (den Konstrib irren nicht mit gerechnet) stnd, und er sie durch seine Industrie ernährt. In diesem Fall muß der zu Befreiende beibringen: I) die Geburtsscheine seiner sämmtlichen Geichwister. 2) Die Quittungen über di« aus dem sömmtti, chen Vermögen dieser Familie zu entrichtende Grund, Patent, und Personalstcuer. Z) Der Bescheinigung des Maire, in welcher außerdem noch angeführt werden muß, daß die Wai, sen noch leben. H. 26. Ist der Konskribirtc der Brrr>er eines im aktiven Dienst (jedoch nicht als Offizier) stehende« Soldaten, so ist - O eine Bescheinigung vom Verwaltung-, Rache wie bet tz. 11 nöthig. 2) Die Geburtsscheine der beiden Brüder. 3) Ein Attest des Maire wie bei tz. Ii b welches noch besonders enthalten muß, daß nicht schon ein Bruder deS zu befreienden, aus. diesem Grunde an bas Ende des Depots oder der Reserve gesetzt ist. Ist der Bruder im aktiven Dienst verstorben, so muß anstatt des Gegenwans» Attestes, dessen TodeS, Urkunde in beglaubter Form, oder die desfaksige offi, jielle Benachrichtigung beigebracht werden. h. 27. Ist es wegen Entfernung des Korps bei welchen der Bruder dient, oder wegen Kürze der Zeit nicht möglich das Gegcnwarks, Attest des Administra, rione Raths in der vorgeschriebenen Frist zu beschaffen, so kann solches vorläufig ersezt werden durch 0 Eine Bescheinigung deß Rekrultrungs » Offi» zters, des Inhalts, daß der Kouskribirte unter dem und dem Datum an ein Regiment abgeliefert, und dessen Ankunft bei demselben Lurch die quittirte Ab, marschkontrolle bewiesen sey *). L) Eine Bescheinigung dee Gensd'armerie, Ossi» ziers daß ihm von der Desertion des bezeichneten Im dividui nichts bekannt sei, und S) Ein Attest dee Maire und dreier Familien» Väter daß auch ihnen von der Desertion dcö bezeich, neten Konskribirten nichts bekannt sey, und sie keinen Grund haben, dieselbe zu vermuthen. Die UnterprLfekten oder der Rekrutirungs, Rath hat alsdann die Frist zu bestimmen, in welcher das wirkliche Gegenwarte,Attest des Regiments beigebracht werden muß. §.23. Der Bruder eines widerspenstigen Kon, sknbirlen selbst, wenn solcher nachher inkorporirt ist oder eines selbst begnadigten und von neuem dienen, den Deserteurs hat kein Recht auf Befreiung vom ak, tiven Dienst, eben so wenig der Bruder eines vertre, tenen Konskribirten. § 29, Gehören zwei Brüder zu derselben Kvnskrip, tivù, so hat der älteste insvfcm er seine Ansprüche nicht dem jüngern Bruder abtritt, ein Recht auf Bet freiung, und muß zu dem Ende beibringen. 1) ein Attest des Maire daß beide Brüder in die Listen eingetragen sind. •) Die Herren Rekrutirungs, Offiziers des Departements haben zu diesem Behuf gedruckte Schema's er» halten, «nd können fich die Konskribirten, welche sich in diesem Falle befinden, bei der vorläufigen Untersuchung durch die Unterpräfekten an fie wenden, um diese Arreste zu erhalten. *4*