C 616 ) 5 . io. Ueber diejenigen Krankheiten und Gebrechen, 'ú‘i)c durch eine einzige ärirliche Untersuchung „»chr -u 5 *r Zweifel gesetzt werden / können, muß i das Attest eines öffentlich approbirttn Arztes oder -c,undheitsbeamtcn, welcher idem Kranken feil länge» eer Zeit behandelt hat, beigebracht werten. Ist der kranke von keinem Arzt behandelt worden, oder dessen Zeugniß nicht zu beschaffen, so muß dieses in dem so» alerch zu erwähnenden Atteste des Maires besonders ausführt werden. 2) Außerdem aber muß ein solches Gebrechen eines Konskribirten, von dem Maire der Gemeinde seines Wohnorts und fünf angesessenen und angesehenen Fa ­ milienvätern, welchen den Zustand des Konstribirlen aus eigner Wissenschaft bekannt ist, bescheiniget wer ­ den. Die Herren Maires werden besonders hierbei die in Z. 5. erwähnte Vorsicht beobachten, und im Fall sie den mindesten Zweifel an der völligen Richtigkeit des angeblichen Gebrechens haben könnten, die Fami ­ lienvater anweisen, sich persönlich vor den Rekruti- rungerarh zu stellen. Dritter Abschnitt. Atteste über die gänzliche Befreiung. Art. n. des Konftriptionekodex. §. i r. Wenn ein Kvnstribirter schon unter dem Trup ­ pen Er. Majestät des Königs, oder unter dem Fran ­ zösischen, Neapolitanischen oder Spanischen MÑilair dient, so muß er sich a) eine Bescheinigung vom Verwaltungerath des Regiments, bei welchem er sicht, ertheilen lassen, in welcher attestirt wird, daß er wirklich bei diesem Re ­ giment anwesend sey. b) Ein Attest vom Maire seines Eebursort, in welchem dieser die Wahrheit des vorigen Attests, in so weit sie ihm bekannt ist, bescheinigt und erklärt, daß derjenige Konskribirte, welcher als solcher in der Liste steht, mit demjenigen, aus welchen das obige Zeugniß spricht, eine und dieselbe Person sey. tz. i2. War ein Konskribirter vor Idem ersten April vcrheirathct. so muß er a) eine förmliche Ausfertigung der Heirathö- Akte beibringen, und b) ebenfalls ein Attest vom Ortsmaire, wie das un ­ ter h. u. b) welches außerdem enthalten muß, daß die Ehefrau des Konstribirten noch am Leben ist. §. i3. War er schon vor dem ersten Avril 1808 Wit ­ wer und harte eine oder mehrere Kinder so ist. a) itx Kopulationsschein, b) der Todes schein der Frau, c) die Geburtsscheine der Kinder, und <0 ein Attest vom Maire bciznbringen, in welchem dieser zugleich bescheinigt, daß die Kinder noch am Leben sind. §. rg. War er ehemals Offizier, so muß er ■ 4) den erhaltenen Abschied oder die Dimission bei ­ bringen, und außerdem ¿ b) ein Attest vom Maire wie das bei §. ||. b. Z. 15. 3Ñ er Staatsbeamter, so ist a) die darüber von Sr. Majestät erhaltene Bestal ­ lung, aus welcher hervorgehen muß, daß er schon vor dem 2Zten April i 808 , eines von den in dem Gutach ­ ten desStaatsrarhs vom löten Jul. r 803 , benannten öffentlichen Aemtern erhalten, und noch b) ein Attest vom Maire wie das sub §. IIt b. bei ­ zubringen. § i6. Ist er ein Geistlicher, welche die höhere Wei ­ hen erhalten, so muß er a) eine aus den Durean's Sr. Exzellenz des Mini ­ sters des Innern ertheilte Bescheinigung über die ge ­ schehene Ordinatirn, und b) eine Bescheinigung vom Maire, wie die bet §. n. b. beibringen. §. 17. Ist der Konskribirte der einzige Sohn einer Familie, welche schon zwei Söhne unter den Fahnen vcrlohren hat, oder überhaupt der Sohn einer solchen, welche deren Drei unter den Fahnen verlor, so muß a) der Todesschein der Verstorbenen b) eine Bescheinigung von dem Regiment bei wel ­ chem sie gedtent haben, und c) ein Attest vom Maire, wie bei §. n, b. beige ­ bracht werden. Vierter Abschnitt. Atteste, über die vorläufige Befreiung. Art. 12. des Kodex. h. 18. Diejenigen Konskribirten, welche in Gemäß ­ heit des i2. Art des Konskriplionskvdex ein Recht auf die vorläufige Befreiung zu haben glauben, müssen sich, um diese Ansprüche geltend zu machen, zeitig ge- ttrnj bei den kompetenten Behörde melden. DieUmer- prafckten so wenig als der Rekrutirungsrath können auf dergleichen Reklamationen Rücksicht nehmen, wenn nicht ein besonderes köntgl. Dekret zu Gunsten des Re ­ klamanten da ist, oder wenigstens dessen Ansprüche, in so r it als gegründet anerkannt find, daß ihm des- fallö ein Urlaub von Sr. Exzellenz dem Herrn Kriegs ­ minister bewilligt ist. Fünfter Abschnitt. Atteste, über die Setzung an bas Ende der Reserve. Art. tZ des Kodex. Z. ly. Die Konskribirte», welche als Arbeiter in den Königl. oder Pivat-Salz- und Bergwerken, oder in den Königl- Münzstätten, Gcwchrfabriken, oder in andern ganz odcr zum Theil auf Königl. Rechnung betriebenen Manufakturen angestellt sind, müssen zu Begründuug ihres Anspruchs, an das Ende der Re ­ serve gesetzt zu werden, beibringen: 1) ein Attest 00m Direktor der Fabrik, oder des Berg - und Saizwerks, in welchem die Art der Arbeit, welche sie betreiben, bezeichnet ist, und zugleich er, klärt wird, daß ihre Beibehaltung nothwendig ist, und sie durch andere Arbeiter der Anstalt nicht leicht ersetzt werden können. 2) Eine Bescheinigung vom Ortemaire, nach wel, cher sie seit länger als einemJahr in der Fabrik», f. w. arbeiten,