N" 15. Kassel, ; Feuilleton des Westphäl i.schen Mittwoch den 2 O. Februar 18.11« od-r Supplement | Moniteurs. ^ r^SiiL lli{Yr?vz& ..&CLOC& ^ützitmeri/. K a s sel. A Mr, le Rédacteur du Feuilleton. Monsieur le Rédacteur! Je ne sais si je lis dans les annonces du feuilleton du Moniteur les indica ­ tions des nouveaux nés, mariés et décédés , ou s’il ne s’y trouve que les indications de sacremens de baptême , de mariage etc. administrés aux indivi ­ dus désignés. Je suis persuadé que les ministres du culte, chargés provisoirement de constater les naissances , mariages et décès , suivent exactement les régies prescrites par le Code - Napoléon ; mais ne vous paraitra-t-il pas que le Public pourrait être induit en erreur, s’il confondait l’époque de la naissance avec l’époque du baptême, qui peut n’avoir lieu que plusieurs semaines et même plusieurs an ­ nées après la naissance etc. Je suis loin de douter de l’intérêt qu’inspirent 'les actes religieux, mais il me semble que baptê ­ mes, mariages et enterremens religieux doivent être indiqués distinctement des naissances , mariages et décès effectifs, dans un pays où la tolérance la plus absolue de toutes les religions est établie r en mê ­ me-tems que la plus grande attention de Impart du gouvernement à recueiller et à faire constater par actes civils, les naissances, mariages et décès. En effet l’on peut être membre de la société, sans avoir été baptisé; être légalement marié, sans le sacrement du mariage; et mort, saris enterre ­ ment. Ces observations me paraissent- fondées sur l’esprit de notre législation, et l’usage con ­ traire sujet à de graves erreurs. J’ai l’honneur de 6™’ > mm vous saluer avec une grande consideration. Cas- sel, le 13 febr. »An. Un abonne du Feuilleton. An den Hrn. Redakteur des Feuilletons. Mein Hr. Redakteur! Ich weisi nicht, ob ich in den Bekanntmachungen des Feuilletons des Moniteurs die Anzeige von den Neu-Gebornen, Verheira- th eten und Verst or benen left, over ob ich nicht vielmehr darin blotz eine Anzeige von Sakramenten der Taufe, Ehe rc. finde, die mit den bezeichneten Jndividuen vorgenommenwurden. Ich bin uberzeuat, vast die Geistlichen, welchen provisorisch das Geschaft ubertragen ist, die Geburten, Heirathen und Todesfalle zu konstatiren, sich vollkommen nach den im Kodex Napoleon vorgeschriebenen Regeln rich- ten; aber scheint es Ihnen nicht ebenfalls so, daß das Publikum durch Verwechselung des Zeitpunkts der Geburt mit dem der Taufe, die mehrere Wochen, ja selbst mehrere Jahre nach der Geburt vor sich^ ge ­ hen kann rc., zu einem Irrthum verleitet werden könn ­ te. Ich bin weit davon entfernt, das Interesse in Zweifel zu ziehen, das die religiösen Akten einflößen; indessen scheint es mir doch, die religiösen Tau ­ fen, Heiratheu und Begräbnisse sollten un, terschieden von den wirklichen Geburten, Hei ­ rathen und Sterbefällen in einem Lande an ­ gezeigt werden, worin die vollkommenste Toleranz al ­ ler Religionen eingeführt worden ist, während zu glei ­ cher Zeit von Seiten der Regierung die größte Auf ­ merksamkeit angewendet wird, die Geburten, Hei- raths- und Sterbefälle zu sammeln und durch Zivil- Akte zu konstatiren. In der That, man kann Mit ­ glied der Gesellschaft seyn, ohne die Taufe empfan ­ gen zu haben, gesetzlich verheirathet seyn, ohne das Sakrament der Ehe und gestorben ohne Begräbniß. Diese Bemerkungen scheinen mir in dem Geiste unse ­ rer Gesetzgebung begründet und der entgegengesetzte Gebrauch erheblichen Irrthümern unterworfen zu seyn. Ich habe die Ehre, Sie mit großer Hochachtung zu begrüßen. Kassel, den izten Februar i 3 li. Ein Abonnent des Feuilletons. Ueber das Maaß-Gewicht-Geld- undRechr nungswesen in Deutschland überhaupt, und itn Königreiche Westphalen inson ­ derheit; hauptsächlich mit Beziehung auf das einzuführende Neufranzösische -Dezimal-Ma aß-System. (Zweiter Nachtrag.) Soll der Segen, welcher von der Einführung des neuen Systemes, bedingungsweise, mit der größten Zuversicht zu erwarten steht, und den ich so eben recht anschaulich darzustellen im Begriffe bin, im reichlich ­ sten Maaße uns Ostfranken sammt und sonders, nicht aber bloß einzelnen Bezirken des deutschen Vaterlan ­ des, und auch diesen alsdann vielleicht nur auf-eiue ziemlich unvollkommene Art, zu Gute kommen: so ist, vor allen Dingen, unumgänglich nöthig, daß eine so wichtige Nationalangelegenheit nicht bloß isolirt; sondern (als eine gemeinschaftliche Sache des gesamm tm Ostfränkischen-oder Rheinbundes) nach gleichför 32 *