( ly-6 ) schem Bilk werk vorkommen; um den Hals des Ge ­ säßes herum läuft die fremde Schrift. Da Hr. H. eine Sammlung von Zeichnungen der übrigen Gefäße hat, so war er im Stande, die verschiedenen Gegen ­ stände anzuführen; aberda die Zahl der Zeichnungen von jenen angeblichen Gefäßen bis gegen hundert ge ­ het, so läßt sich nur im Allgemeinen so viel anführen: ein großer Theil sind Gegenstände aus der gewöhnli ­ chen Knnstmytholoaie, wie sie auf alten Werken vor ­ kommen: Neptun, Venus und Kupido, Fortuna, Ne ­ reiden und Tritonen, vorzüglich eine Menge Priapen; nur einzeln kommen vor: Jupiter, die Dioskuren, Merkure, Harpokrates, Pan, Satyrn, gehörnt, zwei Mal die Göttinn Occafio: allein im Ausdruck, der Stellung, Handlung, dem Attribut, Symbol, kömmt immer Etwas vor, was vom Gewöhnlichen abweicht; dagegen sind eine Menge ganz fremde, selt ­ same, abenteuerliche, Gegenstände vorgestellt, die ans spätern Zeiten oder von ganz eigener Dichtung sind, einige Römische Rellcfs, Vieles aus dem Ae- gyptifchen, auch aus dem Phönicischen, entlehnt; aber nicht immer erblickt man das echte Kostüme,, noch Etil, noch Zusammenstellung; Schlangen häufig; Vögel, die man für Ibis, Specht, Phönix, halten kann; daneben auch solche, wie sie auf den Abraxas, Talismanen, gnostischcn Steinen und bronzenen Ble ­ chen oder Platten, bemerkt werden; endlich auch un ­ bedeutende Figuren von Menschen und Sachen, mit denen der leere Raum ausgefüllt wird, oder die an ­ derwärts bloß Künstler-Ideen ohne weitere Bedeutung sind. Nur wird das Auge wieder beleidigt, daß man keinen Zusammenhang, auf der andern Seite aber Mischung von den heterogensten Dingen, antrifft, welche wohl einzeln sonst auf alten Kunstwerken vor ­ kommen. (Der Beschluß folgt.) F r n a n z - M i n i st e r i u m. Airkularschreiben Sr. Exzellenz des Herrn Finanz- ministers, für die Beamten der indirekten Steuern. Kassel, den 4ten Novemb. i8io. Mein Herr! Es ist angefragt worden: ob die anfStempelpapie- ren der vormaligen Gouvernements ausgefertigten Ur ­ kunden, wenn sie jetzt bei den Gerichten präftntirt werden, mit neuen Stempelpapieren belegt seyn müssen; welche Stempelpapicre zu den Aufgebotsur- kundcn die an die Kirchthüren angeheftet werden, und zu den nach der Proklamation ertheilten Dimissorialles zu adhibircn; ob mehrere von den Civilstandsbeamten auszustellende Geburts- und Todtenscheine auf Einem Stempclbvgeu auszufertigen; ob die Instruktions-oder Unrersuchungsprotokolle in Strafsachen stempelftei, und endlich welche Urkunden unter dem im LarifNr. 79. genannten, ehemals üblichen, jetzt abgeschafften Edik- talzitationen verstanden sind, weshalb ich hierdurch folgende Entscheidung zur weitern Bekanntmachung erlasse. c Alle ältere Urkunden, welche schon mit frühern Stem ­ pelpapieren versehen sind, bedürfen, vorausgesetzt, daß sic ein gewisses Datum im Sinne des Code Napo ­ leon enthalten, der neuen Stempel nicht, weil die Ge ­ setze keine rückwürkende Kraft haben können; zu den Aufgcboteanschlägen an den Kirchlhüren aber, ist Nr. 28 des Tarifs, so wie zu den Bimtssorialcs nach der Proklamation, im Dekret Art. Z. Nr. 16, die Anwen ­ dung eines Stempels von überhaupt 25 Centimen vor ­ geschrieben. Für einen jeden der Geburts - und Todtenscheine setzt der Tarif Nr. 107 und 214 einen Stempelsatz fest, folglich kann es auch nicht gestattet werden, zum Nach ­ theil des Stempelinteresse auf Einem Bogen mehrere dieser Scheine auszufertigen. Was dieInstruktionsprotokolle in Strafsachen anbe ­ trifft, jo sind diese, da nur die Register der Tribunäle nebst der dazu gehörigen Mmute, aber nicht der Sre- zialprotokolle der Partheicn Stempelfrcihcit erhalten haben, dem dafür besonders bestimmten Stempel un ­ terworfen, in Ansehung der Ediktalcirationen, welcher der Tarif Nr. 7 y gedenkt, muß ich jedoch bemerklich machen, daß der dabei allegirte Art. des Code Napo ­ leon nicht^Nr. 115, sondern ns heissen soll, und daß also der Stempel von 2 Franken besonderer Steuer le ­ diglich für die darin genannten Abwesenheitserklärun ­ gen nöthig ist. Ich habe die Ehre Sie mit Achtung zu begrüßen. Der Finanz-Minister, unterz. v. Bülow. General-Stempel-Administration. An den Herrn Präfekten des Fuldadepartements. Mein Herr Präfekt! Nach Ansicht der unter Nr. 209 enthaltenen Dispo ­ sition in dem, dem königl. Dekret vom 7ten Juni d. I. über die Stempelabgabe «»geschlossenen Tarif ist an einigen Orten bezweifelt worden, ob und welche Stempel die Subhastativns-Patente, wenn die Taxr unter 1000 Franken beträgt, tragen müssen, weshalb ich hierdurch folgende Entscheidung erlasse. Alle Subhastatione-Patente von Immobilien, bis zu iooo Franken, bezahlen 50 Centimen, die über 1000 Fr., r Fr. besondern und 25 Cent, ordentlichen Stempel, folglich bezahlen auch die Cubhastarions- Patente unter 1000 Fr. den Stempel von 5^- Cent, be ­ sonderer und 25 Cent, ordentlicher Steuer. Wollte man annehmen, daß der letztgedachte Steuersatz ledig ­ lich für die Subhastarions.Patente von iqoo Fr. be ­ stimmt sey; so würden dazu drei verschiedene Ltemptl,