N°. i6K. Kassel, Feuilleton d e s Westphâlisch en Mitwochen den 27. November igio. oder Supplement r»'**"Ni » :cy- Wj Moniteurs. Vfe Kassel. ir haben das Vergnügen, hier noch einige Nach ­ richten von den Feierlichkeiten mitzuheilen; womit der i5te November an verschiedenen Orten des Königreichs begangen worden ist/ da dieselben wegen Mangel an Raum im Moniteur nicht haben Platz finden können. Aus einem Schreiben aus Hildcshcim, vom iyten November. Stille , aber innig empfundene Freude, wie solche Staatsbürgern die zuversichtliche Erwartung fernern Lebensglucks gewahrt, bezeichnete den Geburtstag un ­ sers guren Königs festlich. Schon den i4ten Nov. deutete Glockengeiautele auf das glückliche Erei^niß des feiert. i'rtenNov., wo abermaliges Kirchcnlaute alle Gemeinden zur Andacht berief, für den Landee- vater ru beten. Anhänglichkeit an Ihn, von der Hoff» nung stets schöner Lebenslage erzeugt, bemächtigte sich aller Vaterlandsfreunde. In sämmtlichen Kirchen erscholl ein Te Deum unter Pauken und Trompeten, das vorzüglich im Hoheit Dome, im Beifcyn aller Zi- vilbchordcn mit vollständiger Instritmentalmnstk ange ­ stimmt wurde. Wahrend dem paradirte das hier gar- nifonirende Ztc Regiment auf hiesigem Domvlatze mit siregenden Fahnen; und diese Krieger tranken darauf beim fröhlichen Mahle im Gasthofe des Herrn Ams- berg, in einem mit Lorbeer gezierten Saale, den die Büste Er. Majestät verherrlichte, auf das Wohlseyn des edlen Monarchen. Selbst die Jugend in den wohlthätigen Armenanstalten erfreute sich einer bessern Pflege, wie denn auch die Arbeiter in der Arbettean- stalt eine besondere Bewiclhung pflegte. - Die Sehr ehrw. Maurerloge Fr. z. T. feierte gleichfalls dieses Fest herz ­ lich 7 doch geräuschlos. Ein öffentlicher zahlreicher Ball und Abendessen im hiesigen Redourenfaale endig» rcn dieses Fest würdig. Die Israeliten feierten eben- falls diesen festlichen TagF Der Herr Rabbiner hielt eine für den hohen Gegenstand treffende Rede, man sang die Psalmen 21, 45, 72 und ui, und en ­ digte im herzerhebendcn Danke. Alis einem Schreiben ans Hoya, Depart. der Aller, vom isten November. Auch unsere kleine Stadt feierte den gestrigen Tag> den Geburtstag Sr. Maj. unsers Königs, mit frohem Herzen, welchen unser würdiger Hr. Pastor Danne- manu in der zum Gebet für das Wohl des Souve- rains bestimmten Stunde der Andacht mit ehrfurchts» vollen Empsiildungen beseelt hatte. Am Abend wac die Illumination der Häuser allgemein. Obgleich sich einige Gebäude besonders auszeichneten; so wäre es doch Unrecht, einzelne zu rühmen: denn ein jeder hat ­ te nach besten Kräften das Seinigc gethan und das schwächere Lämpchen des Handwerkers hat gewiß nicht weniger Werth, wenn es nur, wie hier gewiß der Fall war, mU dem Willen zur Ehre des Landesherren angezündet wurde. AnS einem Schreiben auS Quakenbrück im De ­ partement der Weser, vom 16. Novemb. 1810. Auch hier wurde der izte November als Geburtstag unsers geliebten Monarchen, Hieronymus Napo ­ leon, mir besonderer Feyerlichkeit und Auszeichnung begangen, — Schon bereit- den Tag zuvor wurde dieses Fest durch das Geläute der Glocken und den Donner des Sladtgeschüycs zur folgenden feierlichen Begehung angekündigt. Beim Anbruch des folgenden Tages kündigten die Glocken und 15 Schüsse aus dem erwähnten alten Stadtgeschütze, den Tag des iLten Novembers, als Geburtstag des geliebtesten Monar- - ch»ti an, und um 10 Uhr erwartete bei dem hiesigen Platzkommandanren ein möglichst glänzendes Frühstück sämmtliche Autoritäten der Stadt und die angesehen ­ sten Bürger, welche besonders eingeladen waren, um dem Gottesdienste in der Krrche beizuwohnen. Um u Uhr wurde die Wohnung des Kommandanten unte» dem Donner des Geschützes und Geläute aller Glocke» verlassen, und so in Korpore zur Kirche gegangen und dem Te Deum beigewohnt. — Um 3 Uhr Nachmittags erwartete im ersten Gasthof der Stadt, ein wohl zube ­ reitetes Diner eine Zahl von 42 Personen, welche sich aus Anhänglichkeit und Treue zu Unserm Souverain, besonders versammelten, erfreuliche Musik und Jubel 33V