Ni i6r. Kassel, i ’ li Feuilleton d e ö Westphälischen Montag den r-.Noven.brr i8l2. °der Supplement Moniteurs. Kassel. ^)er Weftphälische Moniteur als cinjiges offizielles Journal des Königreichs und die Kassel'- fche Allgemeine Zeitung, als Jntelligenzblatt und Supplement desselben, haben seit dem iten Ok ­ tober d. I. durch die Fürsorge Sr. Maj. bekanntlich eine veränderte Gestalt und vollkommnerc Einrich ­ tung erhalten. Beide Blatter erscheinen jetzt tagtäg ­ lich in Quart - Format l,nd werden, mit dem Ansang des folgenden Jahres an, eine Mannigfaltigkeit und Reichhaltigkeit des Inhalte darbieten, die nichts zu wünschen übrig lassen werden. Alle Vorbereitungen find in dieser Hinsicht gemacht und man hofft, daß die Erwartungen des Publikums noch übcrtrossen wer ­ den dürften. Oer Moniteur wird mir Vollständigkeit und so frisch wie möglich, alle Ernennungen und Be ­ förderungen, die im ganzen Umfange des Königreichs vorfallen, alle Königliche Dekrete und Dezisivnen, die Neuigkeiten des Hofes und der Residenz, die mini ­ steriellen Mittheilungen, alle öffentliche Verhandlun ­ gen der Regierung und der konstituirrcn Behörden lie, fern- er ist das Organ, dessen sich das Gouvernement ausschließlich bedient, um zu den Unterthanen tu reden und ihnen seinen Willen, seine Absichten kund ru thun. So wird der Moniteur nicht nur dem Ge ­ schäftsmann sondern auch dem Privatmann stets zur />and fern müssen und jedem, der sich für König, Katerland und Wcstphalen intercssirl, unentbehrltch seyn. Der Moniteur wird zugleich in Verbindung mit seinem Supplement mit dem folgenden Jahre an die auswärtigen Begebenheiten und die politischen Er ­ eignisse der verschiedenen Länder Europas so neu und vollständig mittheilen, daß der Leser desselben alle an ­ dere politische Zeitungen durchaus wird entbehren kön ­ nen. Eine weit ausgedehnte Korrespondenz und die Benutzung aller in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanten, Dänemark, Schweden, Oestreich, Ruß ­ land und in andern Landern erscheinende» politischen Zeitungen wird dazu in den Stand sehen. Die Kas- ftl'sche ZeititNg wird alS Erganzungkblatt des Moni- teurs zu betrachten seyn und solche Artikel.liefern, die entweder des beschränkten Ranms wegen im offiziellen Journal nicht haben Platz finden können oder aber für dasselbe eben seines vfiziellen Charakters wegen, unpassend seyn würden. Wenn man bedenkt, daß beide Blätter Alles was einem Westphälischen Bürger in Ansehung der inländischen und auswärtigen Ange ­ legenheiten zu wissen nöthig rind nützlich ist, jäh.lich auf mehr als 5vo gedruckten Dogen enthalten, ,o wird man den für beide Blätter zusammen ans 40 Franken herabgesetzten Abonncmentpreiß nicht für uubillig fim den. Man kann indessen auch viertel - und halbjäh ­ rig prännmeriren. Alle Post-Aemrer nehmen Bestel ­ lungen an. Da der Moniteur nebst seinem Supplement, der Kassel'schen Zeitung, in allen Theilen und De ­ partements des Königreichs nicht nur, sondern auch im Auslande einen starken Absatz haben; jo eignet sich dieses Blatt auch ganz vorzüglich zu solche« Bekannt ­ machungen, von denen man wünscht, daß sie auch außerhalb des Departements, und besonders im gan ­ zen Königreich gelesen werde«. Mittheilungen gemein ­ nützigen JnhalrS, welche kein besonderes Privat-In, tercffe bezwecken, werden mtt Vergnügen unentgcld, lich eingerückt. Präfektur-Verfügungen und Bekanntma' chungen anderer öffentlichen Behörden. Da in Hinsicht der Anwendung des StempelgeseyeS auf die Angelegenheiten der Kommunen, bwher vor, schiedene Zweifel obgewaltet haben, so wird hierdurch in Gemäßheit der desfaUS erfolgten autheuttschen De ­ klarationen Sr. Exzellenz des Herrn FinanzministerS, folgendes zur allgemeinen Nachachtung bekannt gemacht. tz. l. Alle Gegenstände, in welche« vicKommune als Korporation oder als eine moralische Person betrach« ret ist, und als solche entweder konrrahirt, oder ein ihr zustehendes Recht verfolgt, sind dem ordeutltchen und besondern Stempel, gleich den Akten der Privat ­ personen, nach den Vorschriften des Dekrets vvm7m» Juni d. I. unterworfen. h. 2. Was insbesondere die Gesuche der Gemeinde» um Authonsatron zur Preißfuhrung betrifft, so be ­ stimmt.' die Nr. 29 und Zo des . dem Dekret vom?ten Inn» angehängten Ta-ifö die Höhe des, bei denselben zu üdhibrrenden Stempels zu 1 Franks, wenn der Ge ­ genstand der Klage von 74 bis 400 Franks und zu 2 Fr. Zri