( i6p4 ) anzuwendenden Betriebs nach Regeln der Holzzucht, die Verwendung des dabei zu gewinnenden Produkts, ob es nemlich zur allgemeinen Versteigerung ausge ­ setzt, oder nach Anleitung des i2Zten Art. für Berech ­ tigte, für Berg- Hütten-und Salzwerke nach ihren Kontrakten verwendet werden soll, enthalten^ werden alsdann, sobald die Genehmigung oder Abänderung der Hauungsvorschlägc im Ganzen von Selten der Direktion erfolgt und alles zu fallende Holz angeschla ­ gen und mit dem Hammer bezeichnet worden, die Taxen nach dem Lokalwerth beigefügt, um bei den folgenden Versteigerungen einen Anhaltpunkt und den niedrigsten Preis anzugeben, unter welchen das Ge ­ bot zur Erwartung des Zuschlags nicht bleiben darf. Auch dient es bei dem uncntgeldlich abzugebenden Holze zur Schätzung des Werths, nach welcher dieses ohne Bezahlung abgegebene Produkt zur Rechnung aufgeführt und dem ganzen Ertrag an baarem Gelde beigefügt werden kann. Diese Taxen und Werthbe ­ stimmungen können, zusammengetragen durch alle Forsten, auch einzig und allein etatemäßige, im vor ­ aus zu bestimmende Erlragsentwürfe und Balanzen der zu erwartenden Einnahmen abgeben, und auf kei ­ nem andern Fuß läßt sich das Aufbringen der Wal ­ dungen im voraus mit einiger Gewißheit angeben. Die wenigsten Forsten des Königreichs sind regel ­ mäßig vermessen; die wenigsten Waldungen, mitAus- nahme verschiedener Nicderwaldsreviere, sind abge ­ schätzt und eingetheilt. Nur in den vormaliger^prcu- ßischen Provinzen sind darin einige bedeutend.e Schrit ­ te geschehen. Es haben daher die Vorschläge über die Zahl und Größe der anzulegenden Gchaue und über die Quantitäten des siiederzuschkagenden Holzes, nach der vormaligen Gewohnheit und Observanz, die sich meistens nur auf die eintretenden Bedürfnisse gründe ­ te, müssen eingerichtet werden. In den meisten Fal ­ len blieben diese jährlich ;u schlagenden Quantitäten nicht unter dem jährlichen nachhaltigen Ertrag der Forste. In vielen überstiegen sie dessen dauernden -Abwurf und die Summe des jährlichen Nachwuchses hei weitem. Es läßt sich nicht erwarten, daß künf ­ tig, ohne den Ruin der Forste und ohne nachthcilige Vorsprünge, ein beträchtlich größeres Quantum jähr ­ lich geschlagen werden könne. Dringend nothwendig ist es aber, die Waldungen E w r. Majestät, sobald die Verhältnisse des Königreichs und der mit der Zeit verbesserte und völligins Reine gebrachte Staatskassen- Zustand es erlauben, nach einem gründlichen und sichern Plane vermessen, abtheilen und den Bestand abschätzen zu lassen Denn mit dem jährlichen Abmessen des wrllkührlich rum Abtrieb und zur Versteigerung bestimmten Schlags, wodurch nur die Anschläge für den meistbietenden Ver ­ kauf festgesetzt werden, ist es in einer regelmäßigen Bewirthschaftung nicht abgethan. So lange jenes nicht geschehen ist, bleibt die ganze Bewirthschaftung schwankend, der Ertrag der Forsten zufällig und unsicher, die Fällung willkührlich und auf keine Grundsätze gcbquet. Die Verwilligung der be ­ trächtlichen dazu erforderlichen Kosten, wie der Ent ­ wurf eines umfassenden Plans über das.Eanze, for ­ dert daher künftlg besondere Antrage der General- Direktion. Der xlte Titel des königl. Dekrets vom 2ystenMärz schreibt die Art und Weise vor, wie künftig der Absatz und Verkauf des geschlagenen Holzes bewürkt wer ­ den soll. Die bis dahin zugestanden gewesenen einzelnen Ver ­ weisungen und Verwilligungen des Holzes, um eine bestimmte Taxe, sind gänzlich aufgehoben. Alles Holz wird, der Regel nach, meistbietend auf dem Stamm und im Ganzen verkauft und nur da, wo es der praktische Forstbetrieb als nothwendig voraussetzt, ist die Fällung auf Kosten der Forstkasse und die Ver ­ steigerung nach einzelnen ganzen Stämmen nachgelas ­ sen worden. Ebeil so ist auch Art. 123 - 127. und in folgenden, den Berg- und Hüttenwerken, auch de ­ nen die nach Kontrakten und als Berechtigte, entwe ­ der freies Holz, oder gewisse Quantitäten nach be ­ stimmten Preisen zu fordern haben, ihr Recht, wie bis dahin, als Ausnahme von der Regel, vorbehalten. Die Ungewohnheit dieser neuen Einrichtung, die Anhänglichkeit an das Alre und Gewohnte und die Unbekanntschaft mir den Vortheilen die diese Verfas ­ sung dann gewährt, wenn sie einst den freien Handel und Wandel mit Holz recht belebt und in Umschwung gesetzt haben wird, haben veranlaßt, daß der Absatz noch zur Zeit gestockt hat, daß man sich weigerte, dasjenige Holzquantum meistbietend zu erstehen, was man vorhin in einzelnen Portionen angewiesen zu er ­ halten gewohnt war. Dre öffentlichen Verkäufe sind daher nicht alle nach Wunsch ausgefallen. Wenn in einzelnen Fällen das Holz übermäßig gesteigert und hier und da außer Verhältniß feines wahren Werthe bezahlt wurde, so wurde dagegen in den meisten Fal ­ len so äußerst wenig darauf geboren, daß der Zuschlag nicht wohl zugestanden werden konnte, da der Verlust anF rstrcvenüen dabei allzubedcutcnd geworden wäre. Indeß sind dieses, wie gesagt, Folgen der Unbekannt ­ schaft, welche dieZeir und dre Erfahrung heben werden. Durch das königl. Dekret vom yken Januar r809/ wodurch Ew. Majestät der Direktion nachgelassen haben, nach Maaßgabe der Umstände und nach Beur ­ theilung der Nothwendigkeit: "die -r chlage nicht litt „Ganzen zu.verkaufen, sondern das Holz xur econo- „mi£ fallen, und in einzelnen kleinen Portionen, nach „dem Maaßstab der einzelnen Bedürfnisse, versteigern „zu lassen," ist die Wohl.hat bewürkt worden, daß jeder einzelne, nach feinen Kräften und Verhältnissen, ohne den Wucherern und Zwischenhändlern in die . Hände zu fallen, kaufen kann. Auch für die königl. Kassen hat sich an manchen Or ­ ten, wo der Verkauf im Ganzen keinen Erfolg haben würde, der Vortheil dieses Verkaufs im Detail erge-