Allgemeine Jntelligenzblatt des Fuldadepartcments. 8ites Stück. 1810. Sonntag, den 8. Juli. K a s s c r. ^ 3 e. Maj. hat durch ein Dekret vom 24. Juni den Finauzministcr, Grafen v. BÄ low', und den, pro ­ visorisch mitdem Kriegeportefeuille beauftragten, Groß- stallmeisicr der Krone, Grafen v. Ried, ju Komman ­ deurs des Ordens von der westfälischen Krone ernannt. Bericht Sr.Exzellen; des Finan zministers an den König, über die Verwaltung der. Münzen. In Westfalen sind drei Münzstätten vorhanden; sie haben während dem Jahre , 308 nach den alten Ver ­ ordnungen gearbeitet, und theils Münzen nach dem Konventionsfuße, theils BMon nach sehr verschiedenem Gehalt und unter mannigfaltigen Formen geprägt. Diese Münzstätten befinden sich zu Kassel, Braun ­ schweig und Clausthal/ * angestellt worden, liefert so befriedigende Resultate, wie man sie nur erwarten kann. Durch den i 7 . und 18. Artikel der Konstitution des Königreichs ist die Einführung des französischen MÜuzsystems verordnet worden; eine Maaßregel, die von unschätzbaren wohlthangen Folgen seyn wird, so ­ bald die an Westfalen gränzenden Staaten des Rhein ­ bundes dieselben Grundsätze werden angenommen haben. Seit dem Anfange des Jahrs wurden alle Vor ­ bereitungen getroffen, um zu Kassel eine der Pariser ähnliche Münzstätte zu errichten, und die hierzu erfor ­ derlichen Stempel und Waagen sind zu Paris von den Arbeitern der kaiserlichen Münze vcrser'igt worden. Nichts bleibt von dieser Seite zu wünschen übrig; aber die Zeitumstande haben es bis auf den heurigen Tag noch nicht gestattet, mit der regelmäßigen Prä ­ gung der Gold- und Silbermünzen den Anfang zu machen. Derbeiliegende General - Etat zeigt die Summe der nn Jahre i8c>8 verarbeiteten Materialien und den der Regierung davon zu Theil gewordenen Gewinnst. Das in der Anlage beigefügte Protokoll, welches die . Zur Untersuchung des Gehalts, der während dem Jahre 1808 in den Münzstätten des Königreichs geprägten- Münzen von mir niedergesetzte Kommission aufgestellt hat,. und das die Versuche enchalt, die mit verschie ­ denen zufgllrg aus der Cirtulaliongenommenen Stücken * Diese Prägnng kann nicht eher stattfinden, als bis Ew. Majestät über den Gehalt der neuen West- phälischen Münzen werden entschieden haben. Inzwischen hat man angefangen, Billon r und Kupfermünze zu schlagen, wovon für oine Million Franken wird verfertigt werden. _ Diese Summe wird kaum hinreichen, die Bedürfnisse des Publikums zu befriedigen, das nur die Münze erwartet, um dem Agiotage zu entgehen; dem es jetzt ausgesetzt ist.