( 1040 ) tenlosigkcit bic unmittelbare Folgen waren. Mehr rere Gemeinden und Distrikte waren dadurch außer Stand gesetzt worden, ihre Steuern zu entrichten, und d.ie Regierungen waren genöthigt, die Lottoan ­ stalten wieder abzuschaffen, um nicht durch Steuer ­ ruckstande mehr zu verlieren, als sie durch diese An ­ stalten, die mehr dazu dienten, einige Subjekte bei der Verwaltung zu bereichern, als die Staats ­ kassen anzufüllen, gewinnen konnten. Man sah sich daher genöthigt, nmto Klasscn- lottcrr'en einzuführen , woran die Stande ärmerer Volkoklasscn nicht leicht 'Antheil nehmen können, und deren Kombinationen eben so einfach, als je ­ dermann verständlich sind. Von dieser Arteristirten drei Lotterien in West ­ falen, nämlich zu Kassel, Osnabrück und Braunschweig.. Unmöglich konnte man alle drei fortbestehen las ­ sen, sie hatten einander selbst zu Grunde gerich ­ tet, und die Regierung wäre außer Stand gewe ­ sen , sie zu kontrolliren. Unvorsichtig aber wäre cs auf der andern Seite gewesen, sie sämmtlich auf ­ zuheben , denn der Geschmack des Publikums an diesem Spiele würde dasselbe verleitet haben, in fremden Lotterien benachbarter Staaten sein Geld zirkuliren lassen. Diese Rücksichten bewogen Ew. Majestät, die Lotterien zu Kassel und Dsnabrück mit der zu Braunfchweig zu vereinigen, und die Verwaltung dieser letzter», unter Aufsicht des Präfekten des Ockerdepartements, auf fünfzehn Jahre einer Ge ­ sellschaft von Unternehmern zu übertragen, die ihres Vermögens und guten Rufs wegen das Zu ­ trauen der Regierung verdienten. Indem mit denselben abgeschlossenen, und durch das Dekret vom 6ten Zuniuö i8o8 bestätigten Kontrakte, ist zum Vortheil der Regierung ein jährlicher Pachtzins von 70,000 Franken, der nach Verhältniß der ausgegebenen Loose erhöht werden kann, und eine von dcn Unternehmern zn leistende Kaution von Zoo,000 Franken festgesetzt . worden. Außerdem sind die Unternehmer noch verbunden, sämmtliche bei den verschiedenen auf ­ gehobenen Lotterien angestellt gewesene Ofstzian- ten und Agenten entweder wieder anzustellen oder zu pcnsioniren. Diese Bedingungen sind treu erfüllt worden; die Unternehmer haben im Jahre izo8 den Pacht ­ zins für die beiden ersten Jahre mit 140,000 Fran ­ ken bezahlt, wie sich aus dem über die Verwaltung des öffentlichen Schatzes beigefügten Etat i ergiebt. Im laufenden Jahre hat diese Anstalt keinen guten Fortgang gehabt; der Geldmangel hat den Absatz der Loose geschwächt, und es konnte daher der Pachtzins für das Jahr 1810 nicht erhöht werden. “ Hannover, den 2(jten Juniu s. Hier sind. folgende Bekanntmachungen erschienen. Die sämmtlichen Obrigkeiten in dcn hiesigen mit dem Königreiche Westphalen vereinigten Provinzen werden hiemit befehliget,bei dcrmaliger Rekrutirung zum-Dienste Sr. Königlichen Majestät unsers allergnädigsten Herrn, in Absicht der ihnen dabei obliegenden Verrichtungen die möglichste Betriebsamkeit anzuwenden, dasjenige, was zu solchen; Ende von den Königl. Militärbehörden von ihnen begehrt werden wird, sofort auszurichten, auch insonderheit dergleichen nicht etwa bis zu den ge ­ wöhnlichen Sessionszeiten auszusetzen, sondern ohne Zeitverlust vorzunehmeu, gleichwie denn auch zugleich hiemit zu erkennen gegeben wird, daß alle dahin ge ­ hörende Besorgungen, Protokolle und dergleichen ex officio und unenrgeldlich wahrgenommen werden müs ­ sen, und dafür keinerlei Art Gebühren genommen wer ­ den dürfen, so wenig von der anzliwerbenden Mann ­ schaft alS dem Negimente oder den Kommandirten desselben« Hannover, dcn 2Zten IuniuS 1810. Königlich Westphalifche Kommission des Gouvernements. P a t j e, Präsident. Auf viele mir gewordene Anfragen, die Anstellung in dem Königlich Westphaljschen ersten Husarenregi ­ ment betreffend, kann ich nur hier im Allgemeinen antworten: i. Daß die auf die geschehene Reklamation aus fremden Dienst zurückkehrenden oder sonst in des Kö ­ nigs Lande gebohrnen vormaligen Offiziere nur, in