( 281 ) solches unedle Bettagen gewiß streng rügen. Das Halebald, welches der Hund beim Adhandenkom- men mn hatte, ist dem Eigenthümer zugeschickt worden, man will nicht weiter untersuchen, wie der Ucberschicker hierangckommen ut. La dieser Hund besonders start signalisirt ist, und beym er ­ sten Blick ins Auge fallen muß, so wird ein je ­ der gebeten, auch ihn zu vigiliren, außerdem wird nichts erspart werden, um ihn zu entdecken, und möchte doch einmal dieses Avertissement hin ­ reichend seyn, dergleichen Frevel ein Ende z>l ma ­ chen. Alle öffentliche Behörden, so wie alle Po- lizeibeamten des Königreichs werden ergebenst er ­ sucht , auf diesen Hund ein wachsames Auge zu halten. Die Waisenhaus-Buchdruckerei ertheilt das Weitere. Kassel den löten Februar 181O'. 13. Da sich schlechte Menschen erlaubt haben auf un ­ sern Namen zu borgen, so fordern wir jeden auf sich bei uns schleunigst zn melden, bei dem ein ähnliches geschehen ist, widrigenfalls wir niemand für die Bezahlung haften, da wir jede Sache so ­ gleich bezahlen. Kassel den izten Febr. i8rc>. Die Witwe Strobel und Sohn. 14. Ich warne hierdurch jedermann niemand etwas arft meinen Namen zu borgen, indem ich für nichts einstehe. Io h. Justus Si es mann. 15. Eni einzelner Mann, dessen Lebensweise sehr ru ­ hig und eingezogen ist, wünscht auf Ostern oder Jo ­ hanni eine geräumige Stube und Kammer nebst ei- ner hellen Küche; ohne Meubcls, in dem 2tcn oder 3ten Stockwerk, auf mehrere Jahre zu mrethen, nicht zu entfernt von der Oberneustadt. Wer eine solche kleine Wohnung zu vermiethen hat, wird er ­ sucht, seinen Namen, die Straße und Hausnum ­ mer, unter folgender Adresse in der Waiscnhaus- buchdruckerey abzugeben, wo solches alsdann zu näherer Erlundlgung abgefordert werden wird- An Herrn B. 16. Wegen Mangel an Raum sollen den 5ten März aus dem Königl. Gestüte zu Beberbeck 7 Stück Pfer ­ de, junge Stuten und Fohlen, an den Meistbieten ­ den um II Uhr am Brunnen zu Hofgeismar ver ­ kauft werden. Bcberbcck den I4ten Februar l8.'0. Der Direktor des Gestüts, C. von Buttkar. 17. Den loten März Morgens il Uhr soll auf hie ­ sigen Distrikts-Tribunal eine von Johannes Lange und Katharine Elisabeth Lange von Helfe, am zten Oltober 1*06, beim vormaligen Stifts-Gerichte zu Obcrkaufungen errichtete Disposition pubiizirt werden. Welches allen Interessenten hierdurch be ­ kannt gemacht wird. Kastei, den 17. Februar i8U>, K. W. Distrikts-Tribunal. Pränumerations.Anzeigen:' 1. Das sehr ähnliche Portrait S. M. des Königs nach Herrn.Kinsvn, gezeichnet vonsPinhas, gestochen von Herrn Weissc, wird, da die mit aller höchster Ge ­ nehmigung eröffnete Subskription bereits guten Fort ­ gang gehabt, und der Königl. Hof sowohl als auch dieH.H. Staatsrathe und Re.chsstande diesen,. Unter ­ nehmen Beförderung zustießen lassen,! nächstens er ­ scheinen : Das Portrait'I. M. der Königin, welches noch nicht ganz fertig ist, wird unmittelbar nach Erschei ­ nung dieses ersteren, und ebenfalls nach eingeholter allerhöchsten Genehmigung, in Kupfer gestochen herausgegeben werden. Der Subskriptionspreis, welcher Pränumerando zu entrichten ist, ist für beide Platten zwölf Franks-, für eine 6 Franks bis zum iten April, nach welchem Zeitpunkt der Preis unwiderruflich auf beide 16 Frk., und auf eine 8 Frk. festgesetzt ist. P i n h a s, Miniatur-Mahler allhier in der Johauncs- straßr Nr. 7bo. beim Kaufm. Hrn. Pugge. 2. Wir leben in einem Zeitalter, wo die uns zu unse ­ rer Gesundheit, Kleidung und Nahrung unentbehr ­ lich gewordenen Kolonialwaaren so hohe Preise er ­ langt haben, welche die leidende Menschheit aufs empfindlichste drücken und fast alle Gewerbe lähmen. Leider ist noch nicht abzusehen, wieslange bet der jez- zigen Tyranney des Scehandcls diese Theurungnosh fortdauern wird und unser Gewerbe in Trauer ver ­ hüllt bleiben können. — Da nun aber die Geschichte unsrer Tage beweißti, daß Noth und Entbehrung oft die Erfinderin und Beforderin nützlicher Entdeck»», gen würden, und ganz veränderte Wege und Maß, regeln den Menschen zu eben den Zweck führten, den er dis dahin so oft auf einem andern und weitlaufti- gern Wege suchte, so zwingt uns dies, unsre Blicke auf den eigenen Reichthum unsers vaterländischen Bodens zurichten und Pflanzenkörper aus der Dun ­ kelheit hervorzuziehen, ldie nur zu lange verkannt worden. lDiefer Borwurf, der Mißkennung manig- fa.'tigcr vaterländischen Gewächse trift uns selbst in Betreff solcher, worauf uns Chemiker schon vor Menschcn-Akter aufmerksam gemacht haben. Noth und Entbehrung war aber damalen noch nicht wie jetzt an der Tagesordnung. Unserm Zeitpunkt liegt nun wohl die gedoppelte Pflicht auf, dar, was un ­ ser gcseegnete Boden, an Arzneyen, au Farben, an Brandstoffen, Nahrungsmitteln und andern Bed rrf- niffen hervorbringt, und wovon wir manches, vlind gcnlig, nur im Auslande zu finden wähnten, was wir eben so gut, oft schöner noch in unsern Wal-