rz8 4->tes Stück. 3 ) gleichen heimMn Uedektrikllugeü jener Verordnung vorgebeugt, und dieser letzter« mehr NachdrE «nd Wirksamkeit gegeben werden wöge. Dem zufolge verordnen Wir hiermit, daß in Ansehung de- Vermögens solcher Unterthanen, ölSauf den Punct der Einziehung, das nähmliche Verfahren, welches bey Deserteurs statt hat, eingeschlagen werden solle. Die Beamten, welchen die Besorgung deS CamonweseS obliegt, ha ­ ben daher jährlich nach den CantonS. Revisionen Listen von solchen ausgetretenen, noch nicht in militärischer Beziehung gestandenen Unterthanen, an das Kriegs-Collegium einzuschicken, von wel ­ chem diese Listen auszugsweise denjenigen Aemrern, worunter der Ausgewanderte stehet, zuzuferti ­ gen sind und das Vermögen mit Arrest zu belegen ist. Diese sollen alSdann, wenn anders dieß, wegen des Lebens der Eltern vor der Hand und bis zu deren Tode nicht ausgesetzt werden muß, den Bestand des Vermögen- untersuchen, solches durch Curatoren verwalten lasten, die Ausge ­ wanderten edidaliter vorladen, und solchergestalt deren Anverwandten nicht eher davon etwa- zu ­ kommen lasten, bis der Ted deS Ausgewanderten erwiesen wird, oder mit abgelaufenem siebenzig- sten Lebensjahre rechtlich zu vermuthen stehet. Wornach also alle, welche es angehet, sich unterthänkgst zu achten haben. Urkundlich Unsrer eigenhändigen Namen- - Unterschrift und beygedruckten Fürstlichen Geheime» Siegels. So geschehen Cassel den rzten Marz »798. \Vilhelm Li. (L. 8.) *e, Münchhausep, Ediktalvorladungen. 1) Der Rector Dedolph zu Grebenstein ist ohnlangst ohne Leibeserben ab intestato gestorben, und dessen DarerS Schwester die Witwe Otto Hierselbst hat sich als jdeffen alleinige Erbin angegeben, auch bey Fürstlicher Regierung um Verabfolgung der Verlaffenschaft nachgesucht. Gleichwie mir nun darauf der Auftrag geschehen ist, diesertwegen was Rechten- zu verfügen, dann aber nicht bekannt ist, ob sich nicht etwa besonder- von deö verstorbenen Muster Seite die eine gebohrne Ranödvl fin war, gleich nahe Erben finden mögren; So werden alle, die an der gedachte« Ver- kassenschaft ein Erbrecht oder sonstige Ansprache zu haben vermeynen, mit dem Bedeuten andurch öffentlich vorgeladen, in teruüno Donnerstag den ilten Oktober nächstkünftig des Morgens um g Uhr auf der Amtsstube zu Grebenstein in Person oder durch genugsam Bevollmächtigte zu er ­ scheinen und sich gehörig zu legitimiren, oder ihre Ansprüche zu begründen, entstehenden Falles aber zu gewärtigen xdafi der obgedachten Witwe Otte die Dedolph,sche Verlassenschaft um so mehr ohne weiteren Anstand verabfolgt werden müsse, da die Räumung der Schulwohnung kei ­ nen längeren Anstand leidet. Hofgeismar am izten Sepkbr.r798. Giesler. 2) Der Apotheker Provisor Franz Henrich Wucke, welcher nach den bey sich gehabten ehrenvollen Zeugnissen qus Hamm in der Grafschaft Mark gebürtig war, kam am igten dieses auf dem von Cassel nach Frankfurt gehenden Postwagen krank in hiesigem Posthaus an, und starb wenige Mi ­ nuten nachher. Es wird demnach dieser Todesfall, wovon der Stad» Magistrat in Hamm be ­ reits benachrichtigt worden, denen, welche hieran Antheil nehmen, andurch mit dem Anfügen be ­ kannt gemacht, daß diejenigen, welche sich als die nächste alleinige Erben dessen hier befindlichen Nachlasses, der in einem von mir sofort obsignirsen Coffre mn allerley Sachen,- einer silbernen Tafchennhre und etwas Geld besteht, legitimiren können, oder sonst gegründete Ansprüche daran Zu haben vermeynen, sich binnen 4 Wochen dahier melden, oder widrigenfalls erwarten mögen, daß dessen Nachlaß nach Abzug der Leichen- und anderer Kysten den sich meldenden nächsten Erden ausgefolgt, die sich nicht meldende aber mit ihren Ansprüchen ausgeschlossen, und sonst W. R. ist verfügt werden soll. Jesberg in Niederheffen de» röten September 179*. 3. E. Biskawp.