rr» zytes Stück. Edlktalvorladungen. frSet vor 60 Jabren kon hier in die Fremde gegangene SchreinergeftS Friedrich Sandmcher- soll mit Zurücklassung einer Tochter in Strasburg verstorben seyn, es hat aber diese Tochter «je etwas von sich hören lassen. Da nun der noch lebende Bruder des gedachten Saudmeyers de» hiesige Rathsherr Andreas Sandmeyer um die Ueberlassung jenes bisher unter Vormundschaft gestandenen Vermögens nachgesucht hat; so werden des Frredrich Sandmeyers eheliche Leibes- Erben hierdurch öffentlich citirt, binnen 4 Monaten, und längstens in Termino den ivten Dec. sich zu diesem Vermögen zu legitimiren, oder, daß solchesdem Rarhsherrn Sandmeyer ^ gegen Camion verabfolgt werde, zu gewärtigen. Carle Hafen den zoten Jul. 1798. 3. 6 - Leermann, Oberschultheiß. 2) Der Rector Dedolph zu Grebenstein ist ohvlängst'ohne Leibeserben ab inteftato gestorben, und dessen Vaters Schwester die Witwe Otto hierfelbst hat sich als dessen alleinige Erbin angegeben, auch bey Fürstlicher Regierung um Verabfolgung der Verlassenschaft nachgesucht. Gleichwie mir nun darauf der Auftrag geschehen ist, diesertwegeu was Rechtens zu verfügen, dann aber nicht bekannt ist, ob sich nicht etwa besonders pon des verstorbenen Mutter Seite die eine gebohrne Ransdvrfin war, gleich nahe Erben finden mdglen; So werden alle, die an der gedachten Ver- laffenschaft ein Erbrecht oder sonstige Ansprache zu haben vermeynen, mit dem Bedeuten andurch öffentlich vorgeladen, in termino Donnerstag dennlen Dcrober nächstkünftig des Morgens um y Uhr auf der Amtsstube zu Grebenstein in Person oder durch genugsam Bevollmächtigte zu er ­ scheinen und sich gehörig zu legitimiren, oder ihre Ansprüche zu begründen, entstehenden Falles aber zu gewärtigen, daß der obgedachten. Witwe Orre die Dedolphische Verlassenschaft um so mehr ohne weiteren Anstand verabfolgt werden müsse, da die Räumung der Schulwohnung kei ­ nen längeren Anstand leidet. Hofgeismar am izten Seprbr. 1798. Giesler. 3) Der Apotheker Provisor Franz Henrich Wucke, welcher nach den bey sich gehabten ehrenvollen Zeugnissen aus Hamm in der Grafschaft Mark gebürtig war, kam Um 141«! dieses auf dem von Cassel nach Frankfurt gehenden Postwagen krank in hiesigem PosthauS an, und starb wenige Mi ­ nuten nachher. ES ftvü-d demnach dieser Todesfall, wovon der Stadt-Magistrat in Hamm be ­ reits benachrichtigt worden, denen, welche hieran Antheil nehmen, andurch mit dem Anfügen be ­ kannt gemacht, daß diejenigen, welche sich als die nächste alleinige Erben dessen hier befindlichen Nachlasses, der in einem von mir sofort obsignirten Coffre mit allerley Sachen, einer silbernen Laschenuhre und etwas Geld besteht, legitimiren können, oder sonst gegründete Ansprüche daran zu haben vermeynen, sich binnen 4 Wochen dahier melden, oder widrigenfalls erwarten mögeo, daß dessen Nachlaß nach Abzug der Leichen - und anderer Kosten den sich meldenden nächsten Erden ausgefolgt, die sich nicht meldende aber mit ihren Ansprüchen ausgeschlossen, und sonst W. R. ist verfügt werden soll. Jesberg in Niederhessen den tüten September 1798. I. E. Biskamp. Vorladungen der Gläubiger. . i) Vermöge eines zwischen dem allhier kürzlich verstorbenen Platz-Major Nicolaus Vaupel mit sicher 1790 verstorbenen Ehe-Consortin, am 4ten Februar 1776 errichteten 'testamenti redproci sind dessen Stiefkinder die verwitwete Frau Obrist-Lieutenant Schlemmer und deren in Pe ­ tersburg ekablirter Bruder Kauf: und Handelsmann Jacob La Salle ;u Universal Erben deö Nachlasses des verstorbenen Platz Major Vaupel eingesetzt worden. Es har aber gedachter Ja ­ cob La Saüp laut eines am zten September 1^92 in Eaffel errichteten Cessrons Instruments sein aus gedachtem Testament erlangtes Erbrecht sowohl, ratione des mütterlichen Vermögens als auch dessen, was nach dem Tode seines Stiefvaters Major Vaupel aus ibn devolvirt würde, sei ­ ner Schwester der Frau Ohrtst-Lieutenanr Schlemmer gänzlich cedirt, so daß solche also nun die allei-