133 Vom asten FcbriiñiMls 1780, r. Moalzchñ angezeiget wird, die bey demTerte selbst durch römische Zahlen angemerket werden. Endlich: die mit der grösteu Sorgfalt verbesserten sowvl Real- als auch Verbal-Parallel (oder gleichlautende) Stellen, davon die ersten durch ein ordentliches ch oder ein Sternchen die an ­ dern aber durch ein umgekehrtes bezeichnet sind; welche Parallelstellen dem Gotresgelehvten manchmal anstatt eines Commentars dienen, und zu mehrern guten Betrachtungen bey einem Spruch Anlaß geben; jeden Leser aber, der diese Stellen aufschlägt, und sie mit einander vergleicht, überzeugen tonnen, wie sehr die heilige Schrift mit sich selbst übereinstimmt,'ob ­ gleich die Bücher derselben von unterschiedenen Verfassern herrühren. Da diese Hirschbergische Bibel bisher von vielen Gottesgclehrteu mit großem Nutzen ge ­ braucht worden ist; auch andere Christen, welchen das Wort des Heilandes: Forschet nieder Schrift! kein gleichgültiges Wort ist, die sich vielmehr nach der Vorschrift desselben immer mehr zu erbauen suchen auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eck- stein ist, ans dieser Bibel den reichsten Segen für ihre Seelen gefchöpfer haben; die erste Auf ­ lage aber nunmehr so selten ist, daß sie von vielen Freunden des göttlichen Wortes vergeblich gesucht wird: so habe ich mich zur Beförderung jenes Segens unter meinen Brüdern und zur Verherrlichung des göttlichen Namens mit dem Beystande Gottes entschlossen, eine neue Auf ­ lage dieser so gemeinnützigen Bibel zu veranstalten. Je sorgfältiger die Anmerkungen von den verdienstvollen und vcrchrrmgswürd'.gsirtt Herren Verfassern gewählt sind: desto genauer sollen dieselben durch das ganze Werk beybe ­ halten werden; es müßte denn seyn, daß man etwas noch grnndlichers und überzengenderS beybringen könnte, in welchen Fällen Dieselben auch in dem Vorbericht zur ersten Ausgabe ihre Einwilligung zur Veränderung mit Freuden-gegeben haben. Da indessen in dem ersten Bogen dieser Bibel die Anmerkungen ungleich sparsamer, als hernach im Fortgänge beygefügt wurden, dieweil das Werk nach dem ersten Entwurf nur gar sehr wenige, und bloS für den einfältigen Leser dienliche Anmerkungen bekommen sollte: so soll dieser Ungleichheit mit dem redlichsten Fleiß abgeholfen, und das Fehlende ersetzt werden. Wo es erforderlich und nützlich zu seyn scheinet, sollen noch einige ganz kurze Anmerkungen eingeschaltet werden. UedrigeM wird sich diese neue Ausgabe von der vorigen insbesondere durch kurze Nutzanwendungen un ­ terscheiden, um die Brauchbarkeit derselben, vorzüglich zur Erbanung der gemeinen Christen, um so vielmehr zu befördern. Mit göttlicher Hülse soll das Werk, von allen Druckfehlern, so ­ viel möglich gereinigt, unter dem Titel erscheinen: Die Bibel , oder: die ganze heilige Schrift alten und neuen Testaments, nach der deutschen Ueberfttzung D.M. Luthers; mit jedem Capitel vorhergefetzten kurzen Summa ­ rien, sorgfältigst ausgesuchten und zahlreich beygefügten Real- und Verbal-ParallebStel- len, und vornehmlrch bey allen schweren von «Spöttern gemißhandeltem, oder sonst zwei ­ felhaft scheinenden Stellen mit möglichst kurzgefaßten Anmerkungen, nach und aus dem Grund texte, zu Anzeige des in demselben befindlichen Nachdruckes, zu Anftlärmrg des Zusammenhanges, Hebung scheinender Widersprüche und Abweisung schnöder Spötttreyen, begleitet und erläutert. Zuerst ans Licht gestellet durch Ehrenfried Liebich/ Evangelischen Pastor zu Lomnitz bey Hirfchberg, nach vorhergegangener Prüfung der Anmerkungen, . auch gröstentheüs mir eignem Beytrage und selbst geführter Feder von Johann Ksted'ericl) Burg, König!. Preuß. Oder Consistorial - Rath zu Brcßlau , der Ev. Kirchen - und Schu ­ len-Inspector. Nuumehro auf das neue durchgesehen, und mit einigen Anmerkungen; insbeiondere aber durchgängig mit kurzen Nuzanwendurgen vermehrt von einem Verehrer und Diener des göttlichen Worts. Was die übrige Einrichtung betrist, so soll diese Bibel, welche ohngefähr y Alphabet stark werden, und auf 4 Rthlr. i6Ggr. zu stehen kommen möchte, in drey Theile abgetheilt werden, davon der erste die Bücher des alten Testaments bis zum Hohenlied Sülomonis; brr andere die Propheten nebst den avvcryphischen Büchern; und der dritte das neue Testament enthält. UebrizeuS soll alle vrer Wochen eine Ausgabe von 6 Bogen für 3 Ggr. in dem Forr mat.